Sonja Dold (rechts) stellt sich und ihr künstlerisches Schaffen selbst vor. Im Hintergrund sind Alrun Ebding (links, von der Klosterbergfabrik) und Dolds Familie bei der Vernissage zu sehen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Die Vernissage zur Ausstellung „Was, wenn die Zukunft gut wird?“ der jungen Künstlerin Sonja Dold fand in der Klosterbergfabrik statt. Dolds Werke inspirieren viele Besucher zum Nachdenken über das Leben.

Kann es eine positiv geprägte Zukunft geben in einer Welt, die in vielerlei Hinsicht aus den Fugen gerät? Krieg, Unsicherheiten, ständige Veränderungen – die aus Schönwälder stammende Künstlerin Sonja Dold lädt dazu ein, sich in einer sich stetig verändernden Welt und Umwelt mit der Möglichkeit auseinander zu setzen, dass es dennoch eine positive Zukunft geben kann. Sie zeigt abstrakte Werke, die geprägt sind von intuitiven Empfindungen, die aber zugleich psychologische Aspekte aufgreifen. Dold ermutigt dazu, neue Perspektiven zu berücksichtigen und dabei die eigene Wahrnehmung von Glück und Wohlgefühl zu hinterfragen.

 

Deutlich wurde bei der Vernissage: Die Ausstellung richtet sich an ein breites Publikum, das sich für moderne, zeitgenössische Kunst mit Tiefgang, Psychologie und die Suche nach neuen Entwürfen fürs Leben interessiert.

Viele junge Frauen und Männer, aber auch ältere Menschen hatten sich in der Friedrichstraße eingefunden. Sie alle sahen sich die zumeist sehr farbenfrohen Werke in Acryl auf Leinwand intensiv an und stellten viel Gegenständlich-Abstrahiertes in den Bildern fest.

„Life Trust Coach“

„Wenn man dasselbe Bild mehrmals anschaut, sieht man immer wieder neue Details“, zeigte sich eine Besucherin fasziniert. Gekommen waren Menschen, die sich mit aktuellen Herausforderungen der Welt auseinandersetzen und die nach Inspiration für ein positives und sinnvolles Leben suchen. Sonja Dold, die sich als Künstlerin „Sona Art“nennt, ist gerade mal 25 Jahre alt. Schon sehr früh setzte sie sich mit verschiedenen Zeichen- und Maltechniken auseinander, wie auch ihr Grundschul-Kunstlehrer Bernhard Läufer im Gespräch mit unserer Redaktion sagte. Nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Architektur im Jahr 2023 begann sie ihre Leidenschaft für die Kunst weiter zu erforschen und sich darauf zu fokussieren.

Sonja Dold erläutert ihre Einstellung, die zur Bilderserie „horizon“ (Horizont) führte. Foto: Hans-Jürgen Kommert

In ihrer Ausbildung zum „Life Trust Coach“ vertiefte die junge Künstlerin ihr Wissen über Psychologie und menschliche Automatismen. In ihrer Persönlichkeit verbinden sich rationale Fragen mit emotionalen und intuitiven Aspekten. Damit verbunden war die Gründung von „Sona Art“.

Die Künstlerin im Gespräch mit ihren Kunstlehrer aus der Grundschule, Bernhard Läufer. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Auch Ausstellung in Rom

Bereits ab Oktober 2023 fanden nationale und internationale Einzel-, Galerie- und Gruppenausstellungen in Berlin, Stuttgart, London und Athen statt. Besonders stolz ist sie auf ihre Ausstellung in Rom. Dass sie sich nicht gänzlich entfernt ist von ihrem Architekturstudium, beweisen einige geometrische Elemente, die sie gekonnt in ihre Werke integriert. Anders als viele andere abstrakt Arbeitende entwirft sie ein Bild, bevor sie es auf Leinwand bringt – wobei sie Grundelemente einbringt und sich dann intuitiv leiten lässt.

Am Samstag 17. August wird Dold zur Midissage und einem Künstlergespräch sowie am 14. September zur Finissage mit Café, jeweils von 14 bis 21 Uhr, anwesend sein. Am „Tag des offenen Denkmals“ am 7. September kann die Ausstellung ebenfalls besucht werden. Weitere Besichtigungen sind von Mittwoch bis Sonntag möglich nach Terminvereinbarung über info@sonjadold.com.