Ein ganzes Dorf umfasst diese orientalische Weihnachtskrippe. Foto: Buchta

Die siebte Krippenausstellung der Kolpingsfamilie ist derzeit im Gemeindehaus St. Laurentius zu sehen. Gezeigt werden 105 Werke von 33 Ausstellern. Jedes der Exponate erzählt eine eigene Geschichte.

Mehr als 100 Weihnachtskrippen verschiedenster Art und Größe gibt es zurzeit im Gemeindehaus St. Laurentius zu bestaunen. Die Ausstellung wird seit 1994 im Fünfjahresrhythmus von der Kolpingsfamilie Wolfach aus der ganzen Region und darüber hinaus zusammengetragen. Am Donnerstag wurde die inzwischen siebte Krippen-Ausstellung eröffnet. Musikalisch mit Weihnachtsliedern begleitet wurde die gut besuchte Eröffnung von fünf Musikern der Bläserjugend Kinzigtal.

 

„Jede Krippe erzählt ihre eigene Geschichte“, sagte Martin Herrmann von der Kolpingsfamilie Wolfach bei der Eröffnung. Er ist neben Reinhard Nitsche und Martin Seger einer der Hauptinitiatoren der Ausstellung.

Er freue sich über das „krippenvolle Haus“ mit 105 Exponaten von 33 Ausstellern. Auch Pfarrer Hannes Rümmele begrüßte die Besucher und wünschte ihnen, mit diesen Krippen zum Kern der Weihnachtsgeschichte vorzudringen.

Die Vielfalt der ausgestellten Weihnachtskrippen ist faszinierend. Sie reicht von der größten Krippe, der von Gabi Haas liebevoll in einer Schwarzwaldlandschaft aufgebauten St. Jakobus-Krippe bis hin zu der wohl kleinsten, einer Krippe in der Streichholzschachtel; von prächtigen orientalischen Krippen bis hin zu einer Keramikkrippe von geradezu faszinierender Schlichtheit. Da gibt es in vertraute Landschaften eingebettete Heimatkrippen und einfache Wurzelkrippen. Selbst in einer zerbrochenen Vase, in einem Straußenei, Bilderrahmen, Uhrenkasten oder gar in einer Stalllaterne findet die Heilige Familie Platz.

Hier wurde eine Krippe in einer Vase gebaut. Foto: Buchta

Auch mehr oder weniger skurrile Krippenideen wie eine drehbare Christbaumständer-Krippe mit Musik oder eine Krippe im Monitorgehäuse sind zu bestaunen. Und in einem Nebenraum wird auf einem 3D-Drucker eine Minikrippe nach Vorbild des Stuckhäusles gedruckt.

Auch moderne Techniken kommen zum Einsatz

Allein 14 Krippen stammen aus dem Nachlass von Pfarrer Ewald Werner aus Beffendorf, der sie einst teils von weither zusammengetragen hatte. Reinhard Nitsche war jedenfalls „zufrieden mit allem, was da zusammengetragen wurde“.

Für eine Ausstellerin aus Steinach, die eine orientalische Krippe samt Dorf aufgebaut hat, ging mit dieser jahrelangen Arbeit „ein Kindheitstraum in Erfüllung.“ Für einen weiteren Aussteller gehört das Krippenbauen „einfach zu Weihnachten dazu wie für andere das Aufbauen ihrer Modelleisenbahn“. Die Figuren zu seiner Krippe habe er auf einem Flohmarkt gefunden, verriet er. Neben der Krippenausstellung über zwei Stockwerke ist eine Kaffeestube eingerichtet.

Die Öffnungszeiten

Die Krippenausstellung im Gemeindehaus St. Laurentius ist noch bis zum 30. Dezember und vom 2. bis zum 6. Januar zu sehen. Geöffnet ist sie samstags, sonn- und feiertags von 11 bis 17.30 Uhr und werktags von 14 bis 17.30 Uhr.