Ausstellung in Königsfeld
: Ein wundersamer Ort im Schwarzwald

Zur Vernissage der Foto-Ausstellung „Königsfeld – wundersamer Ort im Schwarzwald“ waren Gäste in die Lesegalerie eingeladen.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Bürgermeister Fritz Link (rechts) überreicht Günter Ludwig eine Jubiläumschronik

Stephan Hübner

Die Ausstellung findet anlässlich des 50-jährigen Gemeindejubiläums statt. Die Fotos stammen von dem Grafiker und Fotografen Günter Ludwig.

Bürgermeister Fritz Link sprach von einem überraschenden Geschenk für das Geburtstagskind, von welchem er hellauf begeistert sei. Ludwig plane, aus der in den vergangenen Jahren entstandenen Serie über markante Architektur, einzigartige Landschaften und originelle Menschen Königsfelds eine Bilddokumentation zu erstellen.

Im Vorgriff darauf sei die Idee der Ausstellung entstanden. So könnten Besucher den Ort aus zum Teil unbekanntem Blickwinkel neu erfahren. Die Fotos gewährten einen einzigartigen Blick auf Buchenberg, Burgberg, Erdmannsweiler, Königsfeld, Neuhausen und Weiler. Ludwig wuchs laut Link in Nordhessen auf, studierte in Kassel visuelle Kommunikation, arbeitete dann lange als Art Director in einer Werbeagentur in Villingen. Seit 2016 ist er als selbstständiger Designer in Königsfeld tätig, wohnt aber schon seit 2003 im Albert-Schweitzer-Haus.

Charmante Schönheit der Natur

Unter dem Titel „Königsfeld – wundersamer Ort im Schwarzwald“ erlebe man fotodokumentarisch in Architektur-, Orts-, Landschafts- und Porträtaufnahmen die charmante Schönheit der Natur, charakteristische, durch Barock und Jugendstil geprägte Architektur, archaische Schwarzwaldhöfe oder geschichtsträchtige Monumente.

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Einige Besucher wohnen der Vernissage in der Lesegalerie in Königsfeld bei.

Foto: Stephan Hübner

Ludwig sei es auf meisterhafte Weise gelungen, den unermesslichen Reichtum der Heimat und des historischen Siedlungsraums in seiner Kunst zu verdichten. Dabei lenkten Farben nicht ab, Form, Licht und Schatten träten in den Vordergrund. Man spüre den Zauber der Schwarzwaldlandschaft und die Seele Königsfelds. Die Fotos erzählten Geschichten, seien eine Ode an die stille Eleganz des Orts.

Möglich werde dieses fotografische Schauspiel dank des großzügigen Sponsorings durch die Gestalterbank Volksbank eG, was in dieser Größe nicht mehr selbstverständlich sei, so Link.

Er lebt im Haus Albert Schweitzers

Er sei fasziniert davon gewesen, im Haus Albert Schweitzers zu leben, so Ludwig. Auch sei ihm schnell klar gewesen, dass Königsfeld ein besonderer Ort sei. Er fotografiere gern in Serien und wolle dokumentieren, habe deshalb endlos lange Listen mit Fotoobjekten erstellt.

Den Blick auf stillere Momente lenken

Mit Schwarz-Weiß-Fotografie wolle er bewusst einen Kontrapunkt zur heutigen Art des Fotografierens setzen. Angesichts immer gleich aussehender Bücher über den Schwarzwald wolle er den Blick auf stillere Momente lenken, Kleinigkeiten wie ein Wegekreuz, um zu sensibilisieren. Dass das Leben nicht nur aus Sonnentagen bestehe komme in der heutigen bunten, hippen Welt etwas zu kurz.

Der erste Teil der Ausstellung mit 32 Fotos kann in der Lesegalerie und Schaufenstern von Einzelhändlern bis 12. September 2025 in Augenschein genommen werden. Ein zweiter Teil folgt im Rahmen der Verleihung des Internationalen Albert-Schweitzer-Preises. Gleichzeitig kann für vier Euro eine Begleitbroschüre erworben werden.