Marco Zürn (von links), Thomas Kuri und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić eröffneten die Ausstellung „Wohnpaläste – Bauen mit dem, was da ist“ im Rathaus Lörrach. Foto: Stadt Lörrach

Die Ausstellung „Wohnpaläste – Bauen mit dem, was da ist“ präsentiert Entwürfe von Studenten des dritten Studienjahres der DHBW Lörrach für das Krankenhaus-Areal Lörrach.

Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić eröffnete kürzlich die Ausstellung im Glasfoyer des Rathauses. Die Vernissage wurde von den Vertretungsprofessoren Thomas Kuri und Marco Zürn begleitet, die an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach im Studiengang Architektur mit der Fachrichtung Stadtplanung lehren.

 

Mit einem Fokus auf ressourcenschonendes Bauen im Bestand rückt die Ausstellung studentische Entwurfskonzepte für die Umnutzung des Krankenhaus-Areals für Wohnzwecke in den Blick. Dabei sollen zentrale Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung dargestellt und in Bezug zur Gegenwart und Zukunft gesetzt werden, teilt die Stadt Lörrach mit.

Begriffe aus der Kreislaufwirtschaft

Bauen mit dem, was da ist – das bedeutet: Refuse (Vermeiden), Reduce (Reduzieren), Reuse (Wiederverwenden), Recycle (Wiederverwerten). Rückbau ist die Ausnahme, Erhalt und Weiterbauen die Regel.

Das Krankenhaus-Areal dient als konkreter Entwurfsort, an dem die Studenten untersucht haben, wie das bestehende Gebäudevolumen durch Umnutzung, Aufstockung und Anbau in ein lebendiges, urbanes Wohnquartier transformiert werden kann – unter Bewahrung der sogenannten „grauen Energie“, die bereits in den Gebäuden steckt.

Die Ausstellung zeigt die Bedeutung guter Baukultur und versucht zu erklären und aufzuzeigen, wie innerstädtisches Wohnen für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv gestaltet werden kann. Denn nur vor Ort und im Austausch können die richtigen, zukunftsorientierten Entscheidungen getroffen werden. Unter dem Motto „Bauen mit dem, was da ist“ wird aufgezeigt, dass lebendige Stadtquartiere, ein gesundes Wohnumfeld und die Nachverdichtung der Innenstädte unser Lebensumfeld prägen und zu einer guten Lebensqualität beitragen können.

Mehr Qualität auf weniger Fläche

Dabei soll zusätzlicher Verkehr vermieden und der Außenraum entsiegelt werden. Gemeinschaftlich genutzte Flächen können den Wohnungsflächenbedarf pro Bewohner senken und das Quartier durch eine behutsame, integrative Transformation langfristig wachsen und sich durchmischen.