Eileen Seifer ist beim ersten Deißlinger Outlast als einzige Frau am Start. Foto: Buttke

Beim ersten Outlast-Wettbewerb in Deißlingen wird gegen den inneren Schweinehund, gegen die Uhr und gegen das Aufgeben gerannt.

Am Samstag wurde zum ersten Mal der Outlast Deißlingen ausgetragen. Dabei gilt es für die Teilnehmer, im Backyard-Ultra-Format in 60 Minuten eine 6,706-Kilometer-Runde zu absolvieren. Immer zur vollen Stunde wird erneut gestartet. Wer seine Runde also nicht rechtzeitig beendet, scheidet aus.

 

Das Rennen endet somit, wenn nur noch eine Person übrig bleibt. Der einzige Weg zu gewinnen: niemals aufgeben.

Wenn eine Runde schneller absolviert wird, hat man diese Zeit, um zu trinken,zu essen oder auch auszuruhen. Taktik spielt also bei der Rennplanung eine große Rolle.

In der brütenden Hitze war vor allem das Trinken der wichtigste Faktor. Auf der Strecke wurden auch Wasserbehälter sowie örtliche Brunnen zum Abkühlen genutzt. Man muss eben bei jeglichen Deißlinger Bedingungen durchhalten, daher der Name Outlast.

Zu jeder neuen Runde oder wenn ein Läufer auf der Strecke aufgegeben hat, wurde eine Kuhglocke geläutet. Die Strecke startete am Sportheim Lauffen und ging dann durch Lauffen und wieder zurück.

Ausdauer und Taktiksind gefragt

Marco Zimmerer holt sich den Sieg. Foto: Buttke

An den Start gingen eine Frau und zwölf männliche Teilnehmer. Eileen Seifer machte starke zwei Runden und holte sich den Pokal der Frauen.

Die siebte Runde – damit ist die Gesamtstrecke länger als eine Marathon-Distanz – war für viele Teilnehmer die letzte. Fünf Teilnehmer schieden hier aus.

Für vier Starter war das aber noch nicht das Ende. Die achte Runde absolvierte Christian Austria noch und schied dann aus. Jannik Buttke schied nach Runde 9 aus. Er belegte somit den dritten Platz.

Während Pipo Seifer in Runde 10 aufgab, lief Marco Zimmerer noch die elfte Runde zu Ende.

Für den Sieger waren es so schließlich knapp 74 Kilometer beim ersten Outlast Deißlingen.

Alle Läufer haben eine Did-not-finish-Urkunde bekommen, da nur der Erstplatzierte das Rennen zu Ende gelaufen ist.