Im Backsteinbau entpuppt sich die „KAZ“ einmal mehr als gute Anlaufstelle für junge Menschen auf der Suche nach einem Beruf.
Gleich zur Eröffnung strömten die Schüler zur Ausbildungsmesse KAZ in den Backsteinbau.
Es waren hauptsächlich Schüler der Abschlussklassen aus Hauptschulen, Werkrealschulen, Realschulen und Gymnasium mit ihren Klassenlehrern, abgeordneten Lehrkräften und stellvertretenden Schulleitungen. Nicht nur aus Sulz, auch aus Schramberg, Dornhan, Oberndorf und Horb kamen die Interessenten, denn ihnen allen stellt sich die Frage: „Schulabschluss – Was dann?“
Insgesamt 68 Stände
An 68 Ständen in der Halle und im unteren Flur nutzten die Firmen, Schulen, Sozialeinrichtungen und Dienstleister die Möglichkeit, sich den Besuchern vorzustellen. „ So viel wie noch nie und eine gute Mischung“, beschreibt Birgit Stiehle vom HGV das Angebot. Neu mit dabei sind das Krankenhaus Oberndorf, die Firmen Bippus aus Bochingen, Arburg aus Lossburg, Heckler und Koch aus Oberndorf, die Bahn AG und das Hauptzollamt Singen. Es ist ein Anliegen von Gislinde Sachsenmaier vom HGV, dass die KAZ auch für die Betriebe die Möglichkeit bietet, sich rechtzeitig um den Nachwuchs zu kümmern. Der Bedarf sei groß, wird im Gespräch immer wieder deutlich.
Sich zwanglos informieren
Für die Schulabgänger bedeutet die ansprechend gestaltete Messe, sich auf Augenhöhe mit Auszubildenden und Ausbildungsleitern zwanglos zu informieren, selbst auszuprobieren, den eigenen Talenten und Neigungen auf die Spur zu kommen – und vielleicht schon erste Kontakte zu knüpfen. Die Scheu wurde genommen, besonders auch bei technischen Berufen, denn die dortigen Ansprechpartner waren sowohl männlich als auch weiblich. Ganz gezielt wurde nachgefragt und erkundet. Durch Arbeitsberichte wurden die Berufe greifbar – zum Anfassen.
Die Berufe zum Anfassen erlebte auch Bürgermeister Jens Keucher auf seinem Rundgang. Wie viele Schläge braucht ein Bürgermeister, um einen Nagel in einen Balken zu schlagen? Am Stand von Kitzlinger Haus zeigte er allen sein praktisches Talent. Viel Fingerspitzengefühl zeigte er am Stand der Firma Dreher beim Greifen einer Süßigkeit mittels eines Steuergerätes.
Eine attraktiven Besonderheit
Jeder Stand wartete mit einer attraktiven Besonderheit auf. Gerne ausprobiert wurde natürlich die Bausimulatorbrille, mit der man einen Bagger bewegte, oder die Autorennbahn, ein Prüfungsstück eines Mechatronikers. Am meisten zogen die Stände von Polizei, Bundeswehr und Zoll die Jugendlichen an.
Überrascht zeigten sich die Schüler vormittags, samt ihren Eltern am Nachmittag über die Vielzahl von Ausbildungsfirmen in der Region, deren Angebot oder gar deren Existenz vorher nahezu unbekannt war.
Sehr zufrieden zeigten sich Gislinde Sachsenmaier und Birgit Stiehle mit dem Erfolg. Die Firmen nähmen gerne teil, jedoch sei es schwierig neue, andere Firmen zu finden. Eine Selektion müsse stattfinden, denn das Angebot für Ausbildungsplätze müsse allen Schülern entsprechen, alle Schulabschlüsse und Begabungen abdecken. Jeder soll hier seinen Beruf in der Region finden, um später einmal auch als Fachmann der Region erhalten zu bleiben.
Und damit genügen Power zur Verfügung stand, bewirtete der Förderverein der Lina-Hänle-Realschule.