Josef Bogenschütz (links) und Andreas Tscheinig stellen ihre Erfindung bei „Höhle der Löwen“ vor. Foto: RTL / Bernd-Michael Maurer/Rollerback

Josef Bogenschütz und Andreas Tscheinig haben ihren großen TV-Moment: Sie präsentieren bei der Gründer-Show „Höhle der Löwen“ den Rollerback vor einem Millionenpublikum.

Josef Bogenschütz aus Bisingen-Zimmern und Andreas Tscheinig arbeiten bereits in ihrem Unternehmen B&T Innotec mit Sitz an der Heidelbergstraße zusammen, am Montag treten die beiden Ingenieure im TV-Format „Höhle der Löwen“ auf. Stilecht in High Heels tritt Investorin Judith Williams beim Pitch von Rollerback ordentlich in die Pedale, um die Erfindung höchstselbst zu testen. Wir wollten von ihnen wissen, was sie erfunden haben, wie es ist, vor Kameras zu stehen und ob sie einen der „Löwen“ überzeugen konnten:

 

Manch einen Erfinder haben die Löwen in der Vergangenheit in Grund und Boden kritisiert. Warum haben Sie es riskiert, die Höhle der Löwen zu betreten?

Josef Bogenschütz: Natürlich besteht immer ein gewisses Risiko, dass man kritisiert wird. Doch bietet es auch die Möglichkeit, einem breiten Publikum unser Produkt zu präsentieren und einen Investor zu gewinnen. Dieses Risiko sind wir daher gerne eingegangen. Wir haben es gewagt, mit Rollerback die Höhle der Löwen zu betreten.

Andreas Tscheinig: Weil wir von unserem Produkt – dem Rollerback – überzeugt sind und weil es für etwas so grundlegend Neues ein breites Publikum bedarf, da ist Höhle der Löwen die richtige Plattform.

Bei einem Format wie „Höhle der Löwen“ geht es auch um Show. Was ist wichtiger: Die Show, die Sie vor den Löwen und einem Millionenpublikum abliefern, oder die Erfindung selbst?

Bogenschütz: Es ist eine Show, doch stand tatsächlich viel mehr das Produkt und auch die Gründer im Vordergrund, sowie die Innovation und der Neuheitsgrad an sich. Show ist zweitrangig. Nur durch das Produkt und unsere Persönlichkeit konnten wir uns qualifizieren. Wir mussten viele Nachweise zum Produkt erbringen.

Tscheinig: In dem Fall geht es um die Show, nur dann hat man eine Chance auch ausgestrahlt zu werden. Für uns persönlich geht es natürlich darum, das Produkt möglichst gut zu präsentieren.

Vergisst man vor den Löwen, dass Kameras jeden kleinsten Wimpernschlag beobachten? Haben Sie in dieser Situation die Schauspieler in sich entdeckt?

Bogenschütz: Vor dem Auftritt macht man sich da mehr Gedanken, klar ist man auch nervös, doch während dem Auftritt waren wir im Element und da vergisst man die Umgebung um sich und ist voll fokussiert auf das Produkt und Thema. Wir haben einen Pitch vor Investoren gemacht und weniger als Schauspieler agiert sondern als Gründer, die einen Investor überzeugen wollen.

Tscheinig: Gute Frage, ich bin schon recht selbstbewusst, hatte aber vor dem Auftritt doch weiche Knie.

Sie haben eine Rückenlehne fürs Fahrrad erfunden. Wie kommt man denn auf so eine Idee?

Tscheinig: Das stimmt nicht ganz, es ist keine „Lehne“ es ist eine ergonomische Abstützmöglichkeit, die viel Funktionen hat und die für jeden unterschiedlichen Typ oder Person optimal zum Einstellen ist.

Bogenschütz: Absolut. Andreas hat vollkommen recht. Es ist keine gewöhnliche Lehne, sondern viel mehr als das. Es handelt sich um eine ergonomische Rückenunterstützung, die eher wie ein „Exoskelett“ mit vielen Funktionsmöglichkeiten agiert.

Wie kam es zur Idee für die Abstützmöglichkeit?

Bogenschütz: Ich hatte beim Radfahren stets Schmerzen im Rücken und habe mit vielen Radfahrern gesprochen, die auch dieses Problem am Rücken oder noch andere Beschwerden in Händen und Armen hatten. Als Ingenieur und Medizintechniker stellte ich mir die Frage: Es muss doch komfortabler und ergonomischer gehen. Andreas ist erfahrener Triathlet und hat den Leistungsgedanken im Kopf. Wie kann ich den Wirkungsgrad erhöhen, mehr Performance erreichen? So kam es zum Rollerback.

Wer benötigt das von Ihnen erfundene Produkt?

Tscheinig: Im Grunde ist es für jeden, der in irgendeiner Art und Weise mit dem Rad unterwegs, eine Bereicherung. Es ist für fast alle gängigen Fahrradmodelle geeignet, egal ob sportlich oder bequem.

Bogenschütz: Viele Radfahrer wollen mehr Leistung, einen weiteren Spaßfaktor oder einfach weniger Beschwerden – und genau das ermöglichen wir mit unserem Produkt. Rollerback entlastet den Oberkörper und zentriert die Sitzposition, wodurch das Rutschverhalten massiv reduziert wird. Unsere Gegenlagerfunktion ermöglicht, fünf bis zehn Prozent mehr Druck auf die Pedale. Das E-Bike reduziert den Stromverbrauch und den Akkuverschleiß. Rollerback ist auch für Menschen mit Problemen in den Armen, Händen oder Schultern die perfekte Lösung, um wieder das Radfahren zu genießen.

Wird ein Löwe in Ihr Start-Up investieren? Oder vielleicht sogar mehrere Löwen?

Bogenschütz: Ja, das ist eine spannende Frage. Die Auflösung gibt es am 30. September in der Show „Höhle der Löwen“.

Am Montag um 20.15 Uhr

Sendetermin
Ausgestrahlt wird die Folge mit der Erfindung aus Bisingen am Montag, 30. September, von 20.15 Uhr an auf dem TV-Sender VOX.

Löwen
Zum festen Löwenrudel der Jubiläumsstaffel gehören Judith Williams, Familienunternehmerin Dagmar Wöhrl, Handelsprofi Ralf Dümmel, Konzernchef Nils Glagau, Green-Tech-Investorin Janna Ensthaler, Wirtschaftsgröße Carsten Maschmeyer, Meinungsmacherin Tijen Onaran und Food-Experte Tillman Schulz.