Eduard Krause aus Eimeldingen engagiert sich seit gut 30 Jahren für die Kinderkrebshilfe. Foto: Feuchter

Eduard Krause aus Eimeldingen ist es seit gut drei Jahrzehnten ein Herzensanliegen, sich für krebskranke Kinder zu engagieren.

Mehrere Ehrenämter begleiteten den heute 78-jährigen Banker durch sein Leben. So gehörte der agile und altruistisch eingestellte Mann 20 Jahre dem Gemeinderat Eimeldingen an. Darüber hinaus ist er Gründungsmitglied der Muettersproch-Gesellschaft Dreiländereck, die den alemannischen Dialekt hochhält. Zudem war er 18 Jahre Kassierer der Markgräfler Weinbruderschaft und bringt sich seit vielen Jahren beim Besuchsdienst der Kirchengemeinde ein, wobei er bei runden Geburtstagen den älteren Menschen Glückwünsche überbringt. Auch beim Seniorenmittagstisch hat sich Krause viele Jahre engagiert.

 

Und besonders schlägt sein Herz für die Kinderkrebshilfe und dessen Förderverein in Freiburg, dessen Arbeit er seit seit rund 30 Jahren tatkräftig unterstützt. Darüber hinaus gehört Krause seit 22 Jahren dem Beirat des Fördervereins für krebskranke Kinder an.

Ein eigenes Schicksal brachte den Eimeldinger zum Förderverein in Freiburg. Als bei einem seiner beiden Söhne im Alter von zehneinhalb Jahren zwei Gehirntumore festgestellt wurden, hatte dies einen längeren Klinikaufenthalt zur Folge. „Damals vor 32 Jahren gab es noch kein Elternhaus, weshalb meine Frau jeden Morgen nach Freiburg in die Kinderklinik fahren musste“, sagt Eduard Krause.

Er wollte sich einbringen

Als er eine Informationsveranstaltung über den Förderverein für krebskranke Kinder besuchte, war ihm klar, dass er sich in diesem Verein einbringen will, der so viel Gutes tut. „Ich wurde mit offenen Armen aufgenommen“, erinnert sich der 78-Jährige noch gut, denn das Gebiet im Dreiländereck war damals verwaist, es gab hier keinen direkten Ansprechpartner.

Heute betreut Krause mit viel Hingabe den Bereich zwischen Müllheim und Erzingen am Hochrhein. Tausende Kilometer hat er in all den Jahren auf eigene Kosten für die gute Sache zurückgelegt. Er erinnert sich noch gut daran, wie er und seine Frau Marijke im Verwandten- und Bekanntenkreis die ersten Spendengelder sammelten, immer wieder die Werbetrommel für die Kinderkrebshilfe und den Förderverein Freiburg rührten, den längst viele Prominente wie beispielsweise Thomas Gottschalk, Katarina Witt, Horst Lichter, Nils Petersen, Harald Schmidt, Carmen Nebel, Hardy Krüger jun. oder Roland Mack unterstützen.

Puzzle-Projekt initiiert

Auch initiierte Eduard Krause beispielsweise ein Puzzle-Projekt mit zwei Hebelbildern, die Vreni Willmer gemalt hatte und die am Ende einen Erlös von 8500 Euro erbrachten. „Es braucht immer eine Gruppe oder einen Verein, der über Aktionen für die Herzenssache Spenden sammelt“, sagt Krause, der dann, oft in Begleitung seiner Frau, zur Spendenübergabe fährt, über das Wirken des Fördervereins informiert und dabei Öffentlichkeitsarbeit betreibt.

„Dieses Ehrenamt gibt einem so viel Positives zurück“, weiß das engagierte Beiratsmitglied aus Eimeldingen und fügt aus eigener Erfahrung hinzu: „Eltern fallen in ein tiefes Loch, wenn sie die Nachricht erhalten, dass ihr Kind Krebs hat.“

Vielfältig sind die Aktionen und der Einsatz für diesen Verein. Da sind beispielsweise Kindergartenkinder im Kleinen Wiesental, die einen Betrag von ihrem Taschengeld zugunsten eines krebskranken Kindes abzwacken oder eine Familie in Wehr, die Jahr für Jahr vor dem ersten Advent mit Unterstützung der Werksfeuerwehr von Novartis Tannenreisig und andere Weihnachtsartikel verkauft.

Es gibt viele verschiedene Spender

Und da ist ein Mann ohne Nachkommen, der testamentarisch verfügt hat, dass nach seinem Tod sein Haus und ein Grundstück dem Förderverein zugute kommen, oder die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden, die jährlich den Erlös aus der Aktion Streifenkalender in Höhe von 10 000 Euro spendet.

Ob kleine oder große Spende, jeder Euro ist willkommen. „Es gibt Einrichtungen und Organisationen, die spenden schon seit mehr als 30 Jahren für die gute Sache“, sagt Eduard Krause voller Dankbarkeit.

Elternhaus stets voll belegt

Dank der Spendengelder konnte der Förderverein als zentrales Projekt ein neues Elternhaus direkt neben der neuen Kinder- und Jugendklinik realisieren. Seit 1990 gibt es diese Einrichtung, anfänglich noch in bescheidenem Rahmen. Sie ermöglicht, dass Eltern kostenlos in direkter Nähe zu ihren krebskranken Kindern übernachten können. 45 Zimmer hat das neue Elternhaus, das ständig voll belegt ist. „Wir haben 2000 Übernachtungen im Monat“, sagt Eduard Krause mit dem Hinweis, dass manche Behandlung über Jahre dauert.

Zum Elternhaus gehört auch eine Spielstube, in der gesunde Geschwister krebskranker Kinder während des Aufenthalts von Fachpersonal betreut werden. Allein der Unterhalt dieser wertvollen Einrichtungen kostet eine Million Euro im Jahr, den der Förderverein stemmt. Darüber hinaus unterstützt der Verein auch die medizinische Forschung mit Spendengeldern.

Solange seine Gesundheit es zulässt, macht er weiter

Für Eduard Krause ist sein starkes ehrenamtliches Engagement eine Herzenssache. „Solange meine Gesundheit mitmacht, mache ich weiter“, steht für den im Ruhestand lebenden Bankfachmann fest.

Spenden

Unterstützung:
Wer den Förderverein krebskranker Kinder Freiburg unterstützen will, kann dies bei der Sparkassen Lörrach-Rheinfelden unter IBAN DE42 6835 0048 0101 6463 05 tun.