Antisemitisches Verbrechen?
: Jüdischer Imbisswagen in Freiburg beschmiert – OB ist entsetzt

Ein mutmaßlich antisemitisches Verbrechen beschäftigt die Kriminalpolizei in Freiburg. Martin Horn findet klare Worte.
Von
Felix Bender
Oberndorf
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Der Imbisswagen stand vor dem Museum im Colombi-Park.

Ralf Deckert (Archiv)

Die Tat an sich wirkt auf den ersten Blick alltäglich: Unbekannte haben in der Zeit zwischen Dienstagabend, 20 Uhr, und Mittwoch, 8.30 Uhr, einen Imbisswagen im Freiburger Colombi-Park mit Graffiti besprüht.

Was indes - auch der Polizei - zu denken gibt: Das Fahrzeug, das vor dem dortigen Museum abgestellt war, warb mit dem Verkauf von koscherem Essen. Es wurde mit blau-türkiser sowie roter Farbe besprüht.

Politisches Motiv möglich

Die Ermittler zeigen sich zurückhalten: „Nach derzeitigen Erkenntnissen kann ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden.“

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OB: „beschämende Aktion“

Der frisch wiedergewählte Oberbürgermeister wird deutlicher: In den sozialen Medien schreibt Martin Horn von einer „beschämenden Aktion“ - gar von einem „Anschlag“ auf den jüdischen Foodtruck.

Erinnerung an Ramadan-Beleuchtung

Auch angesichts der Tatsache, dass vor wenigen Wochen mehrfach die Ramadan-Beleuchtung im Seepark beschädigt worden war, stellt Horn klar: „In Freiburg ist kein Platz für Hass und Hetze!“ Und: „Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit werden wir hier niemals dulden!“

Kripo sucht Zeugen

Die Freiburger Kriminalpolizei hat sich dem Fall angenommen und sucht nun Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können. Die Ermittler sind unter Telefon 0761/8822880 zu erreichen.

Die Höhe des entstandenen Schadens ist derzeit noch unklar.