Die Gemeinde wird im kommenden Jahr weitere Straßen in Schenkenzell und Kaltbrunn auf LED-Technologie umrüsten.
In den vergangenen Jahren hat die Kommune die Straßenbeleuchtung schrittweise auf LED-Technik umgerüstet, um den Energieverbrauch und Wartungskosten zu senken sowie die Lichtqualität zu verbessern.
Wie Bürgermeister Bernd Heinzelmann in der Sitzung des Gemeinderats berichtete, sollen nun in einem dritten Bauabschnitt die noch verbleibenden alten Leuchten im Kernort (Heilig-Garten-Straße, Äckerhofweg, Kirchstraße, Mühlenwiese, Hoffeldweg) als auch im Ortsteil Kaltbrunn mit Wittichen auf LED umgestellt werden.
Ein Austausch nur der Leuchtmittel sei jedoch nicht sinnvoll und könne langfristig zu nicht kalkulierbaren Kosten führen. Der vorhandene Leuchtentyp werde nicht mehr hergestellt und es gebe auch keine Ersatzteile mehr, schilderte der Bürgermeister. Zum anderen entsprächen ältere Leuchten häufig nicht mehr dem aktuellen Stand hinsichtlich der Energieeffizienz, Lichtlenkung und Blendungsbegrenzung.
Heutige LED-Straßenleuchten verfügten neben geringerem Energieverbrauch über eine längere Lebensdauer, weniger Wartungsaufwand und die Steuerungsmöglichkeit zur Nachtabsenkung. „Für die Umrüstung bieten sich zwei Varianten an. Entweder die Standard-Lösung mit programmierter Nachtabsenkung oder die Umrüstung mit Bewegungserkennung und dynamischer Anpassung der Lichtstärke“, erläuterte Heinzelmann.
Aus fachlicher Sicht sei es so, dass die Leistungsfähigkeit von bewegungsgesteuerten Systemen stark von den örtlichen Gegebenheiten abhänge. Deshalb sei bei einem Pilotprojekt im Hofwaldweg eine solche Leuchte installiert worden. Die Rückmeldungen der Anwohner seien unterschiedlich ausgefallen.
Welche Kosten anfallen
Eine flächendeckende Umsetzung müsse differenziert betrachtet werden. Im Ortsteil Kaltbrunn sei der Einsatz von Bewegungssensorik aufgrund der vorhandenen Infrastruktur allerdings nicht möglich, informierte der Bürgermeister. Für Kaltbrunn mit Wittichen entstünden einschließlich Demontage, Montage und Mastverlängerungen Kosten von 19.042 Euro. In Schenkenzell betrage die Standard-Umrüstung samt Nebenkosten 46.140 Euro und die Ausführung mit Bewegungsmeldern 60.360 Euro. Somit ergeben sich Gesamtkosten von 65.182 Euro oder 79.402 Euro. Die Maßnahme werde mit 25 Prozent gefördert.
„Da die Bearbeitungszeit bis zu eineinhalb Jahre dauert und nach Auskunft des E-Werks Mittelbaden das Förderprogramm möglicherweise eingestellt wird, sollte der Antrag noch in diesem Jahr gestellt werden, um das Vorhaben in 2027 umzusetzen“, sah der Rathauschef Handlungsbedarf.
Die Räte argumentierten über die beiden Varianten unterschiedlich und wogen ab. Sie forderten schließlich von der Verwaltung, in Kaltbrunn und Wittichen zu prüfen, ob aufgrund nur weniger vorhandener Leuchten eine Umrüstung mit Bewegungssensorik nicht doch möglich wäre.
Wofür sich Rat aussprach
Für den Kernort Schenkenzell sprachen sie sich mehrheitlich für die Standard-Lösung aus und beschlossen einstimmig, dass die Verwaltung den Förderantrag in diesem Jahr stellt und entsprechende Haushaltsmittel im Etat 2027 veranschlagt.