Das Angebot des Freundeskreis Flüchtlinge gibt es bereits seit vier Jahren. Nun sollen alle sozial benachteiligten Menschen mit preiswerten Drahteseln versorgt werden.
Die Fahrrad-Werkstatt des Freundeskreises Flüchtlinge will sich im neuen Jahr breiter aufstellen. Sie will dabei nicht nur Migranten – wie dies bislang der Fall war – sondern alle sozial benachteiligten Menschen mit günstigen Fahrrädern versorgen. Und in der Werkstatt sollen künftig nicht nur Flüchtlinge arbeiten, sondern auch Einheimische, die Spaß daran haben, Fahrräder für einen guten Zweck zu reparieren.
Konkret sucht die Fahrrad-Werkstatt aktuell nach Männern, gerne auch Frauen, die regelmäßig in der Werkstatt des Lahrer Schlachthofs Jugend und Kultur in Teams ehrenamtlich tätig sein wollen.
Über die Einnahmen ist ordentlich Buch zu führen
Dabei geht es darum, Fahrräder aller Art, die Menschen aus Lahr und Umgebung gespendet haben, auf ihre Fahrtüchtigkeit hin zu überprüfen – und dann gegebenenfalls auch zu reparieren. Wichtig ist zudem eine Person, die die Buchführung übernimmt.
„Im Idealfall besteht so ein Reparatur-Team aus einem Deutschen und einem Migranten“, heißt es in einer Pressemitteilung der Fahrrad-Werkstatt. Beabsichtigt sei dabei ein gegenseitiges Kennenlernen. Und Flüchtlinge bekämen auf diese Weise außerdem die Gelegenheit, Deutsch zu sprechen, um so ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Das sei ein wichtiger Schritt hin zur Integration.
Die Räder werden nicht kostenlos abgegeben. Deshalb entstehen laut der Fahrrad-Werkstatt Einnahmen, über die dann natürlich ordentlich Buch zu führen sei.
Der Verkauf der Räder soll im April starten
Außerdem sei gegenüber dem Finanzamt regelmäßig eine Steuererklärung abzugeben. Auch für diese Aufgabe sucht die Fahrrad-Werkstatt derzeit noch nach einer Person, die sich in diesem Bereich auskennt.
Im April diesen Jahres soll mit dem Verkauf der Räder begonnen werden. Die Arbeiten an den Fahrrädern sollen aber bereits zu einem früheren Zeitpunkt starten. Der Grund: „Das Lager ist mit Rädern gut gefüllt, da gibt es viel Arbeit“, heißt es in der Pressemitteilung der Werkstatt.
Für Ehrenamtliche, die Interesse an diesem Engagement haben, gibt es am Donnerstag dieser Woche ein Treffen mit Informationen über das Projekt Fahrrad-Werkstatt, das es seit nunmehr vier Jahren gibt (siehe Info). Zudem soll bei dieser Gelegenheit die Neuausrichtung des Projekts vorgestellt werden.
Info-Treffen in der Werkstatt beim Schlachthof
Das Treffen Interessierter findet am kommenden Donnerstag, 15. Januar, ab 17 Uhr in der Werkstatt des Schlachthofs Jugend und Kultur in der Dreyspringstraße 16 statt. Zur Werkstatt geht es rechts am Bistro vorbei. Informationen gibt es auch direkt bei Projektleiter Klaus Schweizer. Dieser ist zu erreichen unter Telefon 07821/98 47 12 sowie per E-Mail an schweizerkls@gmail.com.