Unter Leitung von Gitarrenpädagogin Felicitas Slupina proben Gitarristen und Geiger für das Weihnachtslieder-Singen. Foto: Musikakademie

46 junge und jung gebliebene Gitarristen und Geiger trafen sich für mehrstündige Proben, um 13 adventliche und weihnachtliche Lieder einzustudieren.

Diese werden am Samstag, 13. Dezember, im kleinen Saal im Theater am Ring in Villingen zur Aufführung kommen und zum Mitsingen einladen.

 

Initiative und Konzept des außergewöhnlichen Projekts, das in der Mehrzahl Schüler der Musikakademie VS sowie Schüler von „Musik im Zentrum“ zusammenführt, stammen von der Villinger Gitarren-Lehrkraft Felicitas Slupina, die an beiden Institutionen unterrichtet.

Unterstützt wurde sie von Fachbereichsleiter Stephan D. Weisser sowie von ihren Kolleginnen und Kollegen an der Musikakademie, die die teilnehmenden Schüler in ihren Einzelunterrichten vorbereitet und in den Gesamtproben gecoacht haben.

Weil die Mitwirkenden zwischen fünf und 87 Jahren alt sind und dementsprechend unterschiedlich fortgeschrittene Fähigkeiten auf ihrem Instrument mitbringen, hat Slupina viel Arbeit und Sorgfalt darauf verwendet, für jeden eine passende Stimme zu arrangieren, die er auch bewältigen kann, zeigt die Musikakademie auf.

So war es möglich, dass an diesem gemeinsamen Musizieren auch teilnehmen konnte, wer sein Instrument erst seit Beginn dieses Schuljahres erlernt. Denn das motivierende Erlebnis einer musizierenden Gemeinschaft liegt der leidenschaftlichen Musikpädagogin besonders am Herzen: „Ein Musikinstrument zu erlernen, bedeutet oft genug, dass man ausgerechnet dann alleine üben muss, wenn die Geschwister oder die Freunde spielen gehen. Bei unserem Projekt ist es umgekehrt: Nur wer ein Musikinstrument spielt, kann in dieser Gruppe mitmachen. Und durch dieses musikalische Gemeinschaftsgefühl entwickeln sich oft dicke Freundschaften. Auch die generationenübergreifende Solidarität wird gefördert, wenn erfahrene Senioren den staunenden Anfängern mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Matthias Schürmann, Geschäftsführer der Musikakademie, war nach einem Probenbesuch tief beeindruckt: „Dass so junge Kinder sich 50 Minuten lang konzentrieren können und dann nach einer kurzen Pause noch einmal so lang weiterproben, ist heute alles andere als selbstverständlich. Da wirkt einerseits die fesselnde und fokussierende Kraft der Musik, andererseits beruht der Erfolg aber auch auf einer hervorragenden Vorbereitung und Leitung der Proben. Hier wurde von der Beschaffung unterschiedlich hoher Sitzgelegenheiten über die unfallsichere Instrumentenablage bis zu farbcodiertem Notenmaterial und auf Schilder montierten Ablaufplänen an alles gedacht.“

Dank der Schaffung solch sorgenbefreiter Rahmenbedingungen kann sich die Probenarbeit dann ganz auf das Wesentliche konzentrieren: auf die gemeinsame Gestaltung einer klanglichen Harmonie und einer stimmigen Atmosphäre.

Entsprechend begeistert waren die Teilnehmer schon nach der ersten Probe, die gerade für die Jüngsten zum ersten Mal das Erlebnis eines musikalischen Zusammenklangs vieler Instrumente bot, deren unterschiedliche Einzelstimmen auf wundersame Weise zu einem großen Ganzen verschmelzen.

Für das Großprojekt wurden die Musizierenden in zwei Gruppen eingeteilt, die jeweils ein Adventslied, ein Schneelied, ein Weihnachtslied mit Tieren, ein spanisches Weihnachtslied, ein uraltes Weihnachtslied und ein weiteres weihnachtliches Lied einstudiert haben. Darunter finden sich unvergängliche Klassiker wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“ oder „Leise rieselt der Schnee“, aber auch modernere Lieder wie „Stern über Bethlehem“ sowie originelle Titel wie „Wisst ihr, was die Frösche am Weihnachtsabend machen?“ Als gemeinsames Lied musizieren beide Gruppen „Stille Nacht, heilige Nacht“.

So ergibt sich ein vielseitiges und abwechslungsreiches Programm, das am 13. Dezember gleich zweimal zur Aufführung kommt: einmal ab 15.30 Uhr und ein weiteres Mal ab 17 Uhr. Einlass ist jeweils eine Viertelstunde vorher, der Eintritt ist frei.