Rotes Kreuz und Feuerwehr waren gemeinsam an der Bahnstrecke unweit der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in Ebingen, um den Gleisarbeiter zu retten. Foto: Jannik Nölke

Die Bahnstrecke Albstadt-Sigmaringen musste am Mittwochmorgen gesperrt werden. Der Grund: Ein Bahnarbeiter erlitt einen Herzstillstand.

Gegen 10.40 Uhr ging bei der Rettungsleitstelle die Meldung ein, dass eine bewusstlose Person sich auf den Bahngleisen im Bereich der Ebinger Hochschule befindet. Um die Person zu retten, brauchte das Rote Kreuz die Unterstützung der Feuerwehr.

 

Wie Stadtbrandmeister Thomas Daus auf Nachfrage mitteilt, hat ein Bahnarbeiter wohl bei Grüngut-Arbeiten im Gleisbereich einen Herzstillstand erlitten. Die Bahnstrecke wurde gesperrt, um die Gefahr für den Patienten und die Rettungskräfte zu minimieren.

Die Rettungsplattform ist Gold wert

Vor Ort konnte die Feuerwehr schnell helfen. Eine Rettungsplattform mit Schienen-Rädern wurde genutzt, um den Verletzten bei laufender Reanimation von den Gleisen zu holen. Diese Plattform ist eigentlich dazu gedacht, bei höheren Fahrzeugen wie etwa Lastwagen an das Führerhaus zu kommen, wurde seinerzeit aber extra so bestellt, dass einfach Schienenräder anmontiert werden können. So waren die Rettungskräfte in der Lage, den Patienten mit Schleifkorbtrage und Gerätschaften des Rettungsdienstes schonend über die Schienen zu einem zugänglicheren Stück zu bringen.

Die Rettungsplattform erwies sich als nützliches Transportmittel, um den Gleisarbeiter zu transportieren. Foto: Jannik Nölke

Von dort aus wurde er anschließend mit der Drehleiter an die Straße befördert, wo er zunächst in den Rettungswagen und anschließend ins Krankenhaus gebracht wurde. Über den Gesundheitszustand des Patienten liegen bislang keine weiteren Informationen vor.

Bahn hat nach anderthalb Stunden wieder freie Fahrt

Im Einsatz waren ein Rettungswagen und ein Notarzt des DRK sowie die Abteilung Ebingen der Feuerwehr Albstadt mit drei Fahrzeugen und rund zehn Mann. Die Bahnstrecke konnte nach rund anderthalb Stunden wieder freigegeben werden. Auch ein Notfallmanager der Bahn war im Einsatz.