Schon jetzt sind viele auf ihren Fahrrädern unterwegs. Ab dem 1. Mai könnten es noch mehr werden, denn das Stadtradeln im Kinzigtal geht in eine neue Runde.
Der Mai steht vor der Tür und mit ihm der Startschuss für das Stadtradeln. Insgesamt 43 Gemeinden im Ortenaukreis rufen bis zum 21. Mai dazu auf, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Auch im mittleren Kinzigtal sind die Gemeinden wieder dabei.
So kann man teilnehmen: Die Teilnahmebedingungen sind zwar simpel, ein paar Punkte müssen dennoch bedacht werden. Wer seine Kilometer bei der Aktion Stadtradeln erfassen möchte, meldet sich online bei seiner Kommune an. Auch wer nur in einer Gemeinde arbeitet, eine Schule besucht oder in einem lokalen Verein aktiv ist, darf dort antreten. Registrieren kann man sich online auf der Internetseite des Stadtradelns.
Die Kinzigtalkommunen sind dabei: Eine Premiere ist das Stadtradeln für keine Gemeinde im mittleren Kinzigtal. Viele beteiligen sich seit Jahren an der Kampagne des Vereins Klima-Bündnis. Haslach, Hausach, Steinach, Hofstetten, Fischerbach, Mühlenbach, Wolfach, Oberwolfach, Hornberg und Gutach sind gemeldet.
Rad-Spektakel auf 95 Radwegkilometern
Es gibt besondere Angebote: In vielen Gemeinden versuchen Verwaltungen oder auch Vereine, potenzielle Stadtradler zu motivieren. In Wolfach lädt Bürgermeister Thomas Geppert wieder zu einer „sportlichen Feierabendtour“ ein. Los geht es am Freitag, 8. Mai, um 16 Uhr vom Marktplatz. „Die rund 25 Kilometer lange Strecke führt in Richtung St. Roman. Den gemütlichen Abschluss bildet eine Einkehr in einer Wolfacher Gartenwirtschaft“, heißt es in der Ankündigung. Anmeldungen sind bis zum 6. Mai beim Tourismusbüro unter Telefon 07834/ 83 53 52 oder per E-Mail an die Adresse tourist-info@wolfach.de möglich.
Auch in Hausach ist eine besondere Ausfahrt geplant. Am 1. Mai steht eine „Überraschungsradeltour“ an. Sie symbolisiert den Stadtradel-Auftakt in der Gemeinde. Der Clou: Auf der vierstündigen Ausfahrt mit Schwarzwaldguide Billy-Sum Hermann soll es immer wieder Stopps und Überraschungen geben.
In und um Haslach steht zudem am 3. Mai ein Rad-Großereignis an: der vierte „Kinzig-Rad-Tag“. Auf den rund 95 Kilometern des Kinzig-Radwegs von Freudenstadt bis Offenburg präsentieren anliegende Gemeinden ein Rahmenprogramm. So werden die Radstrecke und die Innenstädte mit Musik, Mitmachaktionen und kulinarischen Stationen belebt und laden die Radfahrer zu einem kleinen Zwischenstopp ein. Dabei wird in Haslach viel geboten: Auf dem Marktplatz treten Musiker auf, es gibt eine „Spielstraße“ für die Kleinen und eine großes Auswahl an Getränken und Speisen, so eine Mitteilung der Stadt. Der „Kinzig-Rad-Tag“ zählt zwar nicht zum „Stadtradeln“, die gefahrenen Kilometer können aber natürlich trotzdem gewertet werden.
Es geht bei der Aktion um die Gemeinschaft: Beim Stadtradeln geht es nicht um die individuelle Leistung. Antreten kann man nur als Team. Zwei Personen reichen für eine Gründung aber schon aus. Wer nicht für ein bestimmte Gruppe in die Pedale treten möchte, hat in jeder Gemeinde die Option, dem „offenen Team“ beizutreten – also dem für alle unentschlossenen.
Sonderwettbewerb: Die Bildungseinrichtungen sind traditionell wegen ihrer vielen Schüler stark beim Stadtradeln vertreten. Für sie gibt es zudem ein „Wettbewerb im Wettbewerb“: das Schulradeln. Es werden laut Organisatoren die „fahrradaktivsten Schulen“ im jeweiligen Bundesland gesucht – und später ausgezeichnet.
Was zählt als Fahrrad?
Zugelassen sind alle Fahrzeuge, die im Sinne der Straßenverkehrszulassungsordnung als Fahrräder gelten – also auch E-Bikes. Ebenfalls zugelassen sind Laufräder. Wer ein Rollstuhl, Handbike oder Footbike nutzt, darf seine Kilometer laut Veranstalter ebenfalls beim Stadtradeln eintragen.