Die Gemeinde wird sich weiterhin am Abmangel des Freibads in Rötenbach beteiligen. Allerdings wird der Höchstbetrag gedeckelt und verringert sich jährlich.
Das Alpirsbacher Freibad im Ortsteil Rötenbach wird aufgrund der nahen Entfernung insbesondere von der Rötenberger Bürgerschaft gerne besucht. Nachdem dem Bad aus finanziellen Gründen die Schließung drohte, gründete sich im April 2010 der „Förderverein Freibad Alpirsbach“, in dem auch Aichhalder und Rötenberger Mitglied sind. Der damalige Bürgermeister Ekhard Sekinger setzte sich für eine finanzielle Unterstützung ein, die der Gemeinderat befürworte. So flossen 2011 und 2013 jeweils 5000 Euro in die Kasse des Fördervereins.
Zuletzt beschloss der Gemeinderat 2022, sich beim Abmangel mit einem Anteil von zehn Prozent, maximal jedoch 20.000 Euro pro Jahr, zu beteiligen. Diese Beteiligung war auf zwei Jahre begrenzt unter der Voraussetzung, dass die Stadt Alpirsbach bis spätestens Ende 2025 ein tragfähiges Sanierungskonzept des Freibads vorlegt, wie Bürgermeister Michael Lehrer in der Sitzung des Gemeinderats berichtete.
Obwohl ein solches Konzept von Alpirsbach bislang nicht eingereicht worden sei, habe sich die Gemeinde Aichhalden 2025 am Abmangel mit 17.900 Euro beteiligt. In den Jahren 2023 und 2024 seien insgesamt 31.400 Euro in die Klosterstadt überwiesen worden.
Angedachte Sanierungsart
Bislang habe Alpirsbach keine Fördermittel aus dem Bundesprogrammen für Sportstättensanierung beantragt und eine Entscheidung über den Einsatz von Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen des Bundes von 3,85 Millionen Euro stünde ebenfalls noch aus, schilderte der Bürgermeister.
Nachdem das Ratsgremium kürzlich in nichtöffentlicher Sitzung über das weitere Vorgehen beraten habe, habe sich die Stadtverwaltung bei ihm gemeldet. So werde ein Sanierungskonzept mit drei Bauabschnitten angestrebt und ein Förderantrag an den Sportstättensanierungstopf gestellt, dessen Beschluss der Stadtrat in der Juni-Sitzung fasse.
Die Finanzierung der Freibadsanierung soll zusätzlich über Fördermittel aus dem Ausgleichsstock, Zuschüsse vom Förderverein, Spenden und Sponsoren erfolgen. Bis jedoch ein Sanierungskonzept vorläge, werde das Bad von Saison bis Saison weiterbetrieben, übermittelte Lehrer aus dem Schreiben von Alpirsbach.
Weitere Unterstützung
Ein Betrieb von Saison zu Saison sähen er und der Gemeinderat äußerst kritisch und die Sichtweise der Stadt sei für ihn nicht gerade glücklich. Die bisherige finanzielle Beteiligung Aichhaldens sei unter klar definierten Voraussetzungen erfolgt. Um den festen Willen zur weiteren Unterstützung zu zeigen, hätten die Räte nichtöffentlich beschlossen, für die Jahre 2026, 2027 und 2028 maximal 15.000 Euro, 10.000 Euro und 5000 Euro, oder zehn Prozent des Abmangels beizusteuern. Mit der Minderung des gedeckelten Höchstbetrags von Jahr zu Jahr werde Druck auf die Stadt ausgeübt, alsbald ein tragbares Sanierungskonzept vorzulegen, erläuterte der Rathauschef. Diesem Vorschlag folgten die Räte einstimmig.