Binzens Bürgermeister Andreas Schneucker, Stadtplanerin Simone Metz und Frank Krumm (rechts) bedauern, dass Stephan Kahl aus dem aktiven Dienst ausscheidet.  Foto: Christoph Schennen

Zum Jahresende hört Architekt Stephan Kahl bei der Gemeindeverwaltung Binzen auf. Der Bürgermeister würdigte seine Verdienste.

Bürgermeister Andreas Schneucker lobte im Gemeinderat Stephan Kahls „tatkräftige Unterstützung, umfassende Expertise und langjährige Erfahrung“ bei der Planung und Steuerung der Projekte in der Gemeinde.

 

Kahl habe den Anstoß zum Wettbewerb für die Neugestaltung der Ortsmitte gemacht, ein Radverkehrskonzept erarbeitet, die Bauanträge der Gemeinde geprüft, das Bauprojekt in der Koppengasse betreut, das Programm „Scheune sucht Freund“ angestoßen und das Sanierungsgebiet Ochsenbrunnen weiter geführt.

Schneucker bezeichnete Kahl als „Menschen, der hundertprozentig in das Team passte und eine menschliche Bereicherung für uns alle, auch für den Gemeinderat und die Bürgerinnen und Bürger, geworden ist“.

„Blick von außen“

Er sei für das Team von Gemeinde und Gemeindeverwaltungsverband Vorderes Kandertal (GVV) „ein erfahrener Ansprechpartner und ein willkommener Freund geworden“. „Sein Blick von außen auf die Projekte innerhalb der Gemeinde Binzen sowie im GVV war von großer Bedeutung für uns“, sagte Schneucker. Kahl arbeitete in der Verwaltung, verlegte seine Arbeit aber ab und zu einmal ins Home-Office ins niederrheinische Kempen. Schneucker: „Das funktionierte gut.“

Es war gar nicht selbstverständlich, dass Kahl von der Gemeindeverwaltung eingestellt wurde: Denn zum Zeitpunkt seiner Bewerbung im Herbst 2021 war er bereits 69 Jahre alt. Kahl telefonierte mit dem Bürgermeister und teilte ihm mit, dass er sein Berufsleben schon hinter sich habe. Schneucker schreckte das nicht ab; ganz im Gegenteil: Kahls Erfahrung und Expertise hätten großen Eindruck beim Vorstellungsgespräch hinterlassen, und so hat sich die Verwaltung für ihn als neuen Stadtplaner entschieden.

An den Entscheidungen mitwirken

Kahl sagte, er habe die Entscheidung, in Binzen anzuheuern, nie bereut. „Ich möchte nicht einen Tag der vergangenen vier Jahre missen.“

In der Lokalpolitik könne man an den Entscheidungen zur Gestaltung des Lebensraums mitwirken. Er betonte, dass sein Rückzug aus der Gemeindeverwaltung, „keine Verabschiedung von Binzen, der Region und seinen Menschen“ sei.

Lob aus dem Rat

Frank Krumm und Inka Koska dankten Kahl im Namen des Gemeinderats für sein Wirken in Binzen. Die Gemeinderäte zählten Eigenschaften wie „stets gesprächsbereit“, „systematisch“ und „top informiert“ auf, die Kahl auszeichneten.