75 Jahre Kindergarten St. Barbara
: Ein Ort für Generationen von Ringinger Kindern

Das 75-jährige Bestehen des katholischen Kindergartens Sankt Barbara in Ringingen haben die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern, Großeltern und Erzieherinnen in der Festhalle gefeiert.
Von
Reinhard Will
Oberndorf
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Die Kinder schauten, wie sich die Spielzeuge in den vergangenen 75 Jahren verändert haben

Will

Eigentlich gab es drei Gründe für den Kindergarten in Ringingen am Nikolaustag ein Fest zu feiern: Den Namenstag der heiligen Barbara, der Namensgeberin der Einrichtung, den Nikolaustag und natürlich herausragend das 75-jährige Bestehen des Kindergartens.

Der Einladung in die Ringinger Festhalle waren auch viele Eltern, Geschwister und Großeltern der Kindergartenkinder gefolgt. Bei Kaffee und Kuchen erlebten sie ein buntes Programm, das von den Kindern gestaltet wurde.

Seit 1949 in der Ortsmitte

Tanja Hennies, die Leiterin des Kindergartens, begrüßte die Gäste. Für sie sei es ein Tag der Erinnerung, der Freude und der Dankbarkeit. Sie bezeichnete den Kindergarten als einen Ort des Lebens, der Geborgenheit und des Wachstums. „Generationen von Kindern haben von hier aus ihre ersten Schritte in die Welt getan“, sagte sie. Und sicherlich seien auch unter den Gästen einige (Groß-)Eltern, die den Kindergarten besucht haben.

Seit 1949 befindet sich der Kindergarten am angestammten Platz mitten im Ort. Das Haus wurde seinerzeit von der Ringingerin Barbara Dorn gestiftet. Auf sie geht auch die Namensgebung zurück.

44 Plätze in zwei Gruppen

Die Einrichtung entwickelte sich in den Jahrzehnten weiter und wurde an die jeweiligen pädagogischen Anforderungen angepasst. Vor zehn Jahren wurde das Gebäude umfangreich saniert. Derzeit hat der Kindergarten 44 Plätze in zwei Gruppen. Betreut werden Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt.

Am Anfang des Programms stand eine von den Erzieherinnen und den Kindern gestaltete Andacht, begleitet von Pfarrer Joachim Greulich. Erzählt wurde auch die Legende der Heiligen Barbara, deren Namenstag am 4. Dezember gefeiert wird. Dann berichtete Pfarrer Greulich in seiner kurpfälzisch-launigen Art von verschiedenen Barbarabräuchen, bevor er dann zwei „Kindergartenkinder“ der ersten Generation begrüßte: Klara Pfister und Sebastian Dietz gehören zum ersten Jahrgang, der im Kindergarten betreut wurde und waren bei der Eröffnung im Jahr 1949 dabei.

Fotografien aller Jahrgänge

Das Kuchenbuffet hatten die Eltern und das Kindergartenteam bestückt. Dazu gab es ein interessantes Rahmenprogramm: In der ausgelegten Chronik des Kindergartens war einiges zu dessen Geschichte nachzulesen. Auf jahrgangsweise ausgestellten Fotografien waren die Vorschulkinder der zurückliegenden Jahre zu sehen. Manch einer erkannte sich selbst oder rätselte, wer auf den jeweiligen Fotos zu sehen ist.

Wie sich die Spielmaterialien in den vergangenen 75 Jahren verändert haben, zeigte eine Ausstellung, und am Tisch des Elternbeirats konnten Basteleien gekauft werden. An zwei Tischen konnten die Kinder selbst kreativ werden und basteln.

Musikvereinsjugend spielt

Weil das Fest am Nikolaustag gefeiert wurde, durfte einer nicht fehlen: Sehnsüchtig erwartet wurde der Heilige Nikolaus und sein Knecht Ruprecht. Er hatte sich für den frühen Abend angekündigt, sodass bis zu seinem Eintreffen genügend Zeit für ein Kasperletheater und gemeinsames Adventsliedersingen blieb. Das Singen begleitete die Jugendmusik des Musikvereins Ringingen unter der Leitung von Carolin Arnold. Eltern und Großeltern unterstützen die Kindergartenkinder beim Gesang.

Der Nikolaus kommt

Das Warten auf den Nikolaus nutze eine Gruppe von ehemaligen Kindergartenkindern und jetzigen Grundschülern für eine spontane Einlage mit Gedichten und einem Lied.

Und dann kam er endlich, der Nikolaus, zusammen mit Knecht Ruprecht und hatte einen ganzen Sack voller Geschenke dabei. Bevor es ans Austeilen ging, sangen die Kinder das Barbaralied und gaben ihm ihrerseits ein paar Geschenke mit.

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