Die deutsche Spielerin Anna Gabric stand im vergangenen Jahr im Finale des AHG-Cups. Auch in diesem Jahr ist sie wieder dabei. Foto: Wagner

Turnierdirektor Thomas Bürkle lobt die aktuelle Meldeliste und freut sich auf das Legenden-Match. Ein Blick zurück zeigt, dass in den vergangenen 30 Jahren auch einige Stars der Tennisszene in Bildechingen waren.

Wer den großen Unterstützer-Kreis beim Pressegespräch und Sponsoren-Empfang im neuen Café von Bäcker Saur im Gewerbegebiet Hahner vor einigen Tagen sah, der wusste, warum der AHG-Cup auch in seiner 30. Auflage (21. bis 28. Juli 2024) über die Bühne geht.

 

Das internationale Damen-Tennisturnier, bei dem schon einige spätere Spielerinnen der Weltspitze ihre ersten Weltranglistenpunkte sammelten, gehört zweifelsohne zu den sportlichen Großereignissen in der Region.

Bekannte Namen wie Görges, Siegemund und Schnyder in der Historie

Das 25.000-Dollar-Turnier hat in den vergangenen 30 Jahren Spielerinnen wie Julia Görges, Laura Siegemund oder Patty Schnyder angelockt. Die mittlerweile zurückgetretene Görges kam in Bildechingen bis ins Halbfinale und wurde später zur deutschen Spitzenspielerin, die ihre Karriere mit dem 9. Platz in der Weltrangliste krönte. Laura Siegemund, einst vielversprechendes Talent, schaffte beim AHG-Cup 2012 den Neustart ihrer Karriere, den sie im vergangenen Jahr mit dem Sieg bei der Doppel-Weltmeisterschaft krönte.

Turnierdirektor Thomas Bürkle analysiert das Teilnehmerfeld. Foto: Wagner

Und Patty Schnyder, einst 7. der Weltrangliste, startete bei ihrem letzten Comeback auch in Bildechingen und siegte. Es war ihr letzter Titel in ihrer langen Karriere. Immer wieder stoßen frühere Teilnehmerinnen des AHG-Cups in die erweiterte Weltspitze wie aktuell zum Beispiel die Siegerin von 2016, Tamara Korpatsch (Deutschland), die French-Open-Finalistin 2023, Karolina Muchova (Tschechien) oder ihre Landsfrau Marie Bouzkova, aktuell 29. der Weltrangliste.

Auch in diesem Jahr wartet ein spannendes Feld auf die Zuschauer. „Aktuell liegt der Cut im Hauptfeld bei der Weltranglisten-Position 379. Das ist ein sehr gutes Teilnehmerfeld“, sagt Turnierdirektor Thomas Bürkle im Gespräch mit unserer Redaktion. Im Moment sieht es so aus, dass Titelverteidigerin Veronika Erjavec aus Slowenien (WTA 172) die Meldeliste anführt. Ist sie diesmal die Favoritin? Oder wird der AHG-Cup eine „Schweizer Festwoche“? Gleich drei Spielerinnen der Schweiz befinden sich aktuell im Hauptfeld. Simone Waltert (WTA 229), Susan Bandecci (WTA 281) und Ylena In-Albon (WTA 330, war schon auf Position 110) haben bisher gemeldet.

Publikumsliebling aus dem vergangenen Jahr wieder mit dabei

Wieder dabei sind wohl auch die Deutsch-Amerikanerin Vivian Wolff, die im vergangenen Jahr ins Halbfinale kam und der Publikumsliebling aus dem vergangenen Jahr, die Australierin Jamie Fourlis, die – Stand jetzt – allerdings in der Qualifikation antreten müsste.

Viele Sponsoren trafen sich zum Event im neuen Saur-Café. Foto: TCB

Dieser Weg bleibt den deutschen Spielerinnen Victoria Pohle und Anna Gabric (Vorjahresfinalistin) erspart. Waldau-Spielerin Pohle erhält die WTB-Wildcard für das Hauptfeld, Gabric die des Veranstalters, wie Bürkle bekannt gibt. Der DTB vergibt seine Wildcards an Marie Vogt und Julia Middendorf. Mit Katharina Hobgarski ist eine erfahrene deutsche Spielerin ebenfalls im Hauptfeld. „Wenn Anna Gabric noch ins Hauptfeld reinrutschen sollte, dann werden wir die Wildcard an Alexandra Vecic vergeben. Wenn das nicht klappt, wird sie allerdings in Bildechingen nicht spielen.“ Wildcards für die Quali haben Valentina Steiner und Tessa Brockmann sicher.

Ein großer Name im Showkampf

Ein großer Name wird außer Konkurrenz in Bildechingen antreten: Die Belgierin Kirsten Flipkens (38) war lange Tourspielerin, 2013 sogar 13. der Weltrangliste. Es war auch ihr erfolgreichstes Jahr, denn sie erreichte das Wimbledon-Halbfinale und das Achtelfinale der Australian Open. „Sie ist immer noch topfit, hat für den TEC Waldau in diesem Jahr auch wieder wichtige Spiele im Einzel und Doppel gewonnen und damit zum Nichtabstieg beigetragen“, so Bürkle. „Das Jubiläumsspiel wird ein sportlicher Leckerbissen“, ist sich der Turnierdirektor sicher. Für Flipkens wird es eine Rückkehr zu den Anfängen ihrer Karriere. 2003 kam sie in Bildechingen ins Halbfinale. Ihr gegenüberstehen wird eine weitere Bildechinger Legende: Susi Fortun-Lohrmann ist die erste Siegerin von Bildechingen. Im vergangenen Jahr holte sie einmal Gold und zweimal Silber bei den Jungseniorinnen-Weltmeisterschaften.