Winterzeit beginnt am Sonntag
: Warum Einbrecher jetzt besonders aktiv sind und welche Tipps helfen

Mit der Zeitumstellung am 25. Oktober steigt die Einbruchsgefahr. Das Polizeipräsidium Reutlingen warnt und gibt Tipps zum Schutz von Haus und Wohnung.
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red/pz
Zollernalbkreis
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Gestelltes Symbolbild Einbruch: Ein Mann mimt einen Einbrecher und benutzt ein Brecheisen, um eine gekippte Terrassentür aufzuhebeln. (zu dpa: «Einbrecher flieht zweimal vor Bewohnerinnen - Festnahme»)

In der dunklen Jahreszeit sind vermehrt Einbrecher unterwegs, die Polizei warnt. (Symbolfoto)

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Winterzeit ab Sonntag: Polizei Reutlingen warnt vor höherem Einbruchsrisiko am Abend.
  • Einbrecher nutzen frühe Dunkelheit, Polizei erhöht Präsenz und führt gezielte Kontrollen durch.
  • Zahlen: 2024 wurden 400 Einbrüche registriert, 2025 stieg die Zahl auf 459 Fälle.
  • Knapp 47 Prozent scheiterten 2025 – mechanische Sicherungen und einfache Regeln helfen.
  • Beratung kostenlos in Reutlingen, Filderstadt-Bernhausen und Balingen, Infos auch auf Messen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mit der Umstellung auf die Winterzeit am Sonntag, 25. Oktober, wird es abends wieder früher dunkel. Für Wohnungseinbrecher beginnt damit eine besonders aktive Jahreszeit. Das Polizeipräsidium Reutlingen - unter anderem zuständig für den Zollernalbkreis - warnt vor einem erhöhten Einbruchsrisiko und kündigt verstärkte Kontrollen an.

Die Polizei appelliert zugleich an Haus- und Wohnungsbesitzer, ihre eigenen vier Wände besser zu sichern. Denn die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zuletzt wieder gestiegen.

Während der Corona-Pandemie waren die Einbruchszahlen deutlich zurückgegangen. In den vergangenen Jahren zeigt sich jedoch wieder ein Anstieg.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen wurden 2024 insgesamt 400 Wohnungseinbrüche registriert. Davon blieben 171 im Versuchsstadium. Im Jahr 2025 stieg die Zahl auf 459 Fälle. Darunter waren 215 versuchte Einbrüche.

Blaulicht

Unfälle, Brände, Fahndungen: Wir berichten täglich über die wichtigsten Blaulicht-Meldungen aus der Region.

Damit wurden 59 Fälle mehr erfasst als im Vorjahr, ein Anstieg um knapp 15 Prozent. Die Zahlen liegen laut Polizei allerdings weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

Täter nutzen die frühe Dunkelheit

Besonders häufig schlagen Einbrecher nach Angaben der Polizei in den Nachmittags- und frühen Abendstunden zu. Wenn es draußen bereits dunkel ist, lässt sich an unbeleuchteten Fenstern oft erkennen, ob jemand zu Hause ist.

Deshalb verstärkt die Polizei gerade zu diesen Zeiten ihre Präsenz. Geplant sind gezielte Streifen, Fahndungsmaßnahmen mit zivilen Einsatzkräften und Kontrollen, insbesondere an Ausfallstraßen. Auch die Verkehrs- und Kriminalpolizei sowie Polizeihundeführer unterstützen die örtlichen Polizeireviere bei einzelnen Einsätzen.

Darüber hinaus arbeitet die Polizei bei Fahndungen mit Einsatzkräften angrenzender Bundesländer und Nachbarländer zusammen.

Viele Einbrüche scheitern an Sicherungen

Dass sich vorbeugende Maßnahmen lohnen, zeigt nach Einschätzung der Polizei der gestiegene Anteil versuchter Einbrüche. 2025 scheiterten 215 der 459 registrierten Taten. Das entspricht knapp 47 Prozent.

Einbrecher stehen häufig unter Zeitdruck. Wenn Fenster und Türen größeren Widerstand leisten, brechen sie ihre Versuche oftmals ab. Die Polizei empfiehlt deshalb vor allem mechanische Sicherungen an Fenstern, Haus-, Balkon- und Terrassentüren.

Schon einfache Verhaltensregeln können das Risiko eines Einbruchs verringern:

  • Türen abschließen: Auch bei kurzer Abwesenheit sollte die Haus- oder Wohnungstür immer abgeschlossen werden.
  • Fenster vollständig schließen: Gekippte Fenster gelten aus Sicht des Einbruchschutzes als offene Fenster.
  • Balkon- und Terrassentüren sichern: Zusätzliche mechanische Sicherungen können Einbrechern den Zugang erschweren.
  • Keine Schlüssel draußen verstecken: Ob unter der Fußmatte oder im Blumentopf – typische Verstecke sind Einbrechern bekannt.
  • Anwesenheit vortäuschen: Zeitschaltuhren können dafür sorgen, dass in verschiedenen Räumen Licht brennt.
  • Rollläden tagsüber offen lassen: Dauerhaft geschlossene Rollläden können auf eine längere Abwesenheit hinweisen.
  • Briefkasten leeren lassen: Wer verreist, sollte Nachbarn oder Bekannte darum bitten.
  • Gemeinschaftstüren geschlossen halten: In Mehrfamilienhäusern sollte überprüft werden, wer ins Haus möchte.

Kostenlose Beratung auch in Balingen

Wer sein Haus oder seine Wohnung gezielt gegen Einbrüche sichern möchte, kann sich kostenlos von der Polizei beraten lassen. Das Polizeipräsidium Reutlingen bietet kriminalpolizeiliche Beratungen in Reutlingen, Filderstadt-Bernhausen und Balingen an. Auf Wunsch kommen Fachberater auch direkt nach Hause, um Schwachstellen zu prüfen und geeignete Sicherungsmaßnahmen vorzuschlagen.

Termine können unter der Telefonnummer 07121/9421202 oder per E-Mail an reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden.

Polizei informiert auf Messen

Zusätzlich sind die Fachberater bei zwei Veranstaltungen mit Informationsständen und Anschauungsmaterial vertreten. Bei den Immobilientagen Zollernalb in Balingen stehen sie am Samstag und Sonntag, 14. und 15. November, jeweils von 11 bis 17 Uhr an Stand 100 zur Verfügung.

Auch auf der Messe Heim und Familie auf der Landesmesse Stuttgart sind die Experten vertreten. Vom 19. bis 22. November informieren sie dort jeweils von 9 bis 18 Uhr in Halle 4, der Mahle-Halle.

Weitere Informationen bietet die bundesweite Präventionskampagne K-Einbruch. Dort finden Interessierte Verhaltenstipps, Informationen zu Sicherungstechnik und einen virtuellen Rundgang durch ein Wohnhaus.

Verdächtige Beobachtungen sofort melden

Neben technischen Sicherungen setzt die Polizei auf aufmerksame Nachbarn. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge in seinem Wohngebiet bemerkt, sollte sich möglichst genaue Merkmale einprägen.

Die Polizei rät ausdrücklich davon ab, verdächtige Personen selbst anzusprechen oder zur Rede zu stellen. Bei verdächtigen Beobachtungen, Hilferufen oder ausgelösten Alarmanlagen sollte umgehend die Polizei über den Notruf 110 verständigt werden.