Schon vor Beginn ausverkauft
: Was den Weihnachtsmarkt an der Ravennaschlucht besonders macht

Der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht bei Breitnau ist zum ersten Mal schon zwei Wochen vor Beginn ausverkauft. Was macht ihn neben der Location noch besonders?
Von
Celina Drews
Oberndorf
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Die märchenhafte Location des Weihnachtsmarktes ist ein Publikumsmagnet.

dpa/Philip von Ditfurth

Auf Social Media entwickelt sich der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht zunehmend zu einem Trend. In nahezu jedem Video, das Weihnachtsmarkt-Tipps in Deutschland präsentiert, wird der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht mit aufgezählt. Besonders beliebt sind dabei Aufnahmen der Location mit dem farbig beleuchteten Eisenbahnviadukt. Doch was macht den Markt außerdem besonders?

„Der Veranstaltungsort und die Umgebung mit den steilen Waldhängen, dem Gebirgsbach und dem illuminierten Eisenbahnviadukt sind ganz klar das, was unseren Markt einzigartig macht“, meint Matthias Maier, Zuständiger für die Kommunikation Hochschwarzwald Tourismus. „Für viele Besucher hat dieses leuchtende Weihnachtsdorf am Ausgang einer steilen Waldschlucht beinahe etwas Märchenhaftes. Das hören wir oft.“

Und das Konzept hat Erfolg, die Besucherzahl steigt stetig: Während diese im Jahr 2019 noch bei rund 40.000 bis 50.000 lag, besuchten 2023 schon zwischen 65.000 und 75.000 Menschen die Ravennaschlucht, um sich mit Glühwein und Punsch auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Veranstaltet wird der Weihnachtsmarkt dort seit bereits 14 Jahren; frühzeitig ausverkauft ist er aber zum ersten Mal.

Regionalität der Marktaussteller

„Wir achten bei unseren Marktbeschickern sehr auf Regionalität“, erzählt Maier. „Viele kommen aus der unmittelbaren Umgebung, bieten typisch Hochschwarzwälder Speisen und Spezialitäten an – teils vom eigenen Bauernhof – oder heimisches Kunsthandwerk.“ Etwa 40 Aussteller bieten vor Ort ihre Produkte an.

Sehr beliebt bei Kindern sei das Weihnachtspostamt, wo Wünsche an den Nikolaus abgegeben werden können. Der Krippenpfad ist außerdem ein beliebtes Fotomotiv. „Und nicht zuletzt werden auch die angebotenen Fackel- und Laternenwanderungen von Hinterzarten durch das Löffeltal auf den Weihnachtsmarkt und zurück sehr gerne gebucht“, weiß Maier.

Gäste kommen auch aus dem Ausland

Ein Dreiviertel der Gäste kommt aus dem Großraum Baden-Württemberg; aber auch international gewinnt der Weihnachtsmarkt an Beliebtheit. Etwa zehn bis 15 Prozent der Besucher reisen aus dem Ausland an, vorwiegend aus europäischen Ländern.

Auf dem Gelände selbst ist die Besucheranzahl eingeschränkt. Ticketkäufe erfolgen ausschließlich online, und hierbei entscheiden sich die Besucher für ein Zeitfenster, in welchem sie den Markt besuchen möchten. Diese Einschränkung wurde laut Maier das erste Mal im Jahr 2021 vorgenommen – während der Pandemie.

Beschränkung für die Aufenthaltsqualität

Nachdem diese vorbei war, behielten die Veranstalter die Einschränkung weiterhin bei. „Man will auf dem Markt allen Besuchern ausreichend Raum geben, um Abstand zu anderen Menschen halten zu können“, erklärt Maier. Gleichzeitig erhöht die Beschränkung natürlich die Aufenthaltsqualität für die Besucher auf dem Gelände. Dadurch werden sowohl am Einlass lange Wartezeiten vermieden, als auch an den Marktständen, wo – in der Regel – kein größeres Gedränge herrscht.“

Insgesamt habe das Gelände Kapazitäten für rund 5000 Besucher. „Wir beschränken die Anzahl aber freiwillig auf 3000 Besucher pro Zeitfenster.“

Vergrößerung des Marktes nicht möglich

Eine Vergrößerung des Marktes steht aufgrund der Größe des Geländes nicht auf dem Plan. „Das Marktgelände wird von einer Seite von einem Gebirgsbach begrenzt, und auf der anderen Seite von steilen Waldhängen, die zudem zu einem Naturschutzgebiet gehören.“

Ticketinformationen

Für diejenigen, die den Weihnachtsmarkt im nächsten Jahr besuchen möchten: Ein Ticket für Erwachsene kostet zwischen 5,50 und 8 Euro – je nach Uhrzeit und Anreiseart. Die Parkplätze sind begrenzt und daher etwas teurer als die Shuttlebus- oder Wanderalternative.

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