Wetter in Baden-Württemberg
: DWD rechnet mit extremen Unwettern

In Baden-Württemberg droht am Dienstag eine gefährliche Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst rechnet ab dem Nachmittag vielerorts mit starken Gewittern.
Von
Lukas Böhl
Stuttgart
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Unwetter in Baden-Württemberg

Unwetter in Baden-Württemberg drohen.

Alexander Wolf/onw-images/dpa

Nach einem zunächst überwiegend sonnigen Start nimmt die Unwettergefahr in Baden-Württemberg am Dienstag, 4. August, deutlich zu. Aus Südwesten gelangt feuchte Luft mediterranen Ursprungs nach Süddeutschland. Im Tagesverlauf wird die Atmosphäre zunehmend instabil.

Am Nachmittag und Abend breiten sich die Gewitter voraussichtlich von Südwesten nach Nordosten aus. Dabei kann es gebietsweise zu schweren, örtlich auch extremen Unwettern kommen. Die Wetterkarte zeigt, wo sich die Gewitter im Laufe des Tages bilden:

Bis zu 60 Liter Starkregen und orkanartige Böen

Der Deutsche Wetterdienst erwartet bei den Gewittern örtlich heftigen Starkregen mit 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. Hinzu kommen Hagelkörner mit einem Durchmesser von etwa zwei Zentimetern und Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde.

Vereinzelt können die Gewitter noch erheblich stärker ausfallen. Dann sind bis zu 60 Liter Regen pro Quadratmeter in kurzer Zeit möglich. Der Hagel kann eine Größe von etwa drei Zentimetern erreichen. Zudem warnt der Wetterdienst vor orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde.

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Welche Orte von den heftigsten Gewittern getroffen werden, lässt sich erst kurzfristig genauer bestimmen. Grundsätzlich besteht die Gefahr am Nachmittag und Abend in weiten Teilen Baden-Württembergs. Die Gewitter ziehen dabei aus südwestlicher Richtung über das Land.

Schwülheiße 38 Grad im Nordosten

Vor den Gewittern wird es noch einmal außergewöhnlich heiß. Über weite Strecken scheint zunächst die Sonne, zeitweise ziehen dichtere Schleierwolken durch. Die Höchstwerte reichen von etwa 30 Grad im höheren Schwarzwald bis zu 38 Grad im Raum Bad Mergentheim.

Der Wetterdienst erwartet weiterhin eine starke, gebietsweise sogar extreme Wärmebelastung. Durch die einströmende feuchte Luft fühlt sich die Hitze zunehmend schwül an.

Abseits der Gewitter weht ein schwacher bis mäßiger Westwind, der in Böen auffrischen kann. In der Nähe von Gewitterzellen muss dagegen innerhalb kurzer Zeit mit deutlich stärkeren Windböen gerechnet werden.

Gewitter ziehen in der Nacht nach Norden

In der Nacht zum Mittwoch ziehen die Schauer und Gewitter weiter nach Norden. Dabei nimmt die Unwettergefahr im Laufe der Nacht allmählich ab. Von Süden her lockern die Wolken häufiger auf, in der zweiten Nachthälfte bleibt es vielerorts trocken.

Die Temperaturen sinken auf etwa 22 Grad am Rhein und bis zu 16 Grad in Oberschwaben. Vor allem in den wärmeren Regionen steht damit eine sehr milde Nacht bevor.

Am Mittwoch erneut schwere Gewitter möglich

Auch am Mittwoch ist die Unwettergefahr noch nicht vollständig gebannt. Am Vormittag ziehen von Südbaden her einzelne, teilweise gewittrige Schauer auf. Am Nachmittag werden die Schauer verbreiteter.

Besonders im Bereich der Schwäbischen Alb und in Oberschwaben können erneut starke und teilweise unwetterartige Gewitter entstehen. Dabei sind ähnliche Begleiterscheinungen wie am Dienstag möglich – darunter heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 28 und 35 Grad. Damit wird es zwar etwas weniger heiß, die Wärmebelastung bleibt jedoch hoch.

Süden bleibt auch am Donnerstag unbeständig

In der Nacht zum Donnerstag sind vor allem im Südosten zunächst weitere Schauer und Gewitter möglich. Dabei können stürmische Böen auftreten. Im Nordwesten bleibt es dagegen meist klar und trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 15 und 20 Grad.

Am Donnerstag zeigt sich Baden-Württemberg wettertechnisch geteilt. In der Nordhälfte bleibt es überwiegend heiter und trocken. Auf der Alb und weiter südlich nimmt die Schauer- und Gewitteraktivität im Tagesverlauf dagegen erneut zu.

Die Temperaturen erreichen 25 bis 31 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus Nordwest. Bei Gewittern sind erneut stürmische Böen möglich.

Ab Freitag deutlich angenehmer

In der Nacht zum Freitag klingen die Schauer und Gewitter im Süden und Südosten langsam ab. Im Norden bleibt es gering bewölkt und trocken. Die Temperaturen sinken auf 11 bis 16 Grad.

Am Freitag wird es in weiten Teilen des Landes freundlicher. Lediglich im Südosten halten sich dichtere Wolken, dort sind zeitweise noch Schauer oder Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 22 Grad auf der Zollernalb und 29 Grad am Rhein.

In der Nacht zum Samstag bleibt es überwiegend gering bewölkt. Die Temperaturen gehen auf 9 bis 15 Grad zurück.