Verfolgungsjagd mit Polizei
: Maskierter E-Scooter-Fahrer entkommt – mit bis zu 80 km/h

Die Polizei will den Fahrer eines E-Scooters kontrollieren. Der ergreift daraufhin die Flucht – und leistet sich eine gefährliche Fahrt durch Sinsheim.
Von
Rouven Spindler
Sinsheim
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Schwerer Unfall mit E-Scooter: ARCHIV - 16.05.2019, Berlin: Person fährt mit einem E-Scooter. (Bewegungsunschärfe durch Mitziehen) (zu dpa: «15-Jähriger bei E-Scooter-Unfall lebensgefährlich verletzt») Foto: Christoph Soeder/dpa - ACHTUNG: Dieses Foto hat dpa bereits im Bildfunk gesendet +++ dpa-Bildfunk +++

Es handelt sich bei dem Modell, mit dem der Fahrer flüchtete, nach Polizeiangaben um einen schwarzen E-Scooter mit roten Elementen (Symbolbild).

Christoph Soeder/dpa
  • Maskierter E-Scooter-Fahrer flüchtete in Sinsheim vor einer Polizeikontrolle.
  • Er erreichte laut Polizei teils bis zu 80 km/h – der Mann entkam trotz Sturz.
  • Fahrt verlief rücksichtslos: Gehwege, falsche Richtung in Einbahnstraßen, fast Kollision.
  • Verdacht auf verbotenes Autorennen und Gefährdung des Straßenverkehrs steht im Raum.
  • Scooter ohne Kennzeichen, wohl manipuliert; Polizei sucht Zeugen unter 07261/6900.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein mit einer Sturmhaube maskierter E-Scooter-Fahrer hat sich am Samstag in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und dabei teils Geschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde erreicht. Wie die Polizei mitteilte, gelang dem Mann trotz eines Sturzes die Flucht.

„80 km/h ist natürlich nicht die Geschwindigkeit, die man bei entsprechend serienmäßig verkauften E‑Scootern annehmen darf“, so ein Sprecher der Polizei auf Nachfrage dieser Zeitung. Dieses Tempo sei bei diesen Fahrzeugen „sehr ungewöhnlich“. Es sei davon auszugehen, dass der E-Scooter nicht bauartbedingt zugelassen ist – doch sicher wisse man das nicht, da der Mann entkommen konnte. Auch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte ein Polizeisprecher, dass die Polizei davon ausgehe, dass das Fahrzeug manipuliert war. Denn E-Scooter seien nur bis 20 Kilometer pro Stunde zugelassen.

E‑Scooter-Fahrer flüchtet vor Polizeikontrolle

Polizei - Symbolbild: Ein Blaulicht blinkt während eines Fototermins mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) an einem Einsatzfahrzeug der Polizei. (zu dpa: «Unfall mit vier Verletzten: B295 voll gesperrt»)

Die Polizeistreife verfolgte den maskierten E-Scooter-Fahrer durch das Sinsheimer Stadtgebiet.

Marijan Murat/dpa

Bemerkt hatte eine Streife den Fahrer gemäß Mitteilung am Samstagvormittag auf einem Parkplatz. Der Mann sei dort mit Sturmhaube und ohne Versicherungskennzeichen auf dem E-Scooter unterwegs gewesen. Als er den Streifenwagen bemerkte, ergriff er laut Polizei die Flucht.

Trotz mehrerer Aufforderungen zum Anhalten, beschleunigte der Maskierte und fuhr den Angaben zufolge über Gehwege, in falscher Richtung durch Einbahnstraßen und überquerte stark befahrene Straßen fast ungebremst.

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Ermittlungen wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens

Seine rücksichtslose Fahrweise führte beinahe zu einem Zusammenstoß mit einem Auto, wie die Polizei mitteilte. Der Scooter kam trotz beidseitiger Vollbremsung nur knapp vor dem anderen Fahrzeug zum Stehen.

Mehrmals verlor der Mann den Angaben zufolge fast die Kontrolle und stürzte einmal, konnte seine Flucht aber fortsetzen und über einen Gehweg entkommen. Ermittlungen laufen wegen des Verdachts eines verbotenen Autorennens und der Gefährdung des Straßenverkehrs. Zudem geht die Polizei aufgrund des fehlenden Kennzeichens davon aus, dass ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz vorliegt.

Der Fahrer wird der Mitteilung nach wie folgt beschrieben: Er soll etwa 1,75 Meter groß sein, eine dünne Statur haben und eine dunkelgraue Arbeitshose, einen schwarzen Hoodie, eine schwarze Sturmhaube und einen schwarzen Rucksack getragen haben. Sein schwarzer E-Scooter hatte den Angaben zufolge rote Akzente und kein Kennzeichen sowie keine entsprechende Halterung.

Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der 07261/6900 beim Polizeirevier Sinsheim zu melden.