TV-Abschied in Baden-Württemberg
: „Immer wieder sonntags“ abgesetzt: Darum ist nach 30 Jahren Schluss

Die ARD stellt die Show aus Rust ein. Sparzwänge und sinkende Reichweiten führten zum Aus. Was hinter der Entscheidung des Senders steckt.
Von
red/dpa
Rust
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Moderator Stefan Mross will das Format „Immer wieder sonntags“ nicht aufgeben. (Archivbild)

Silas Stein/dpa
  • ARD setzt „Immer wieder sonntags“ ein – Sparzwänge und sinkende Reichweiten genannt.
  • Die Live-Show aus Rust lief rund 30 Jahre, zuletzt um 10.00 Uhr im Ersten.
  • Stefan Mross moderiert seit 2005 und denkt trotz Aus an eine Fortführung.
  • Quoten blieben stabil: im Schnitt 1,26 Mio., Marktanteil rund 17 Prozent.
  • SWR nennt strukturelles Problem: etwa 30 Prozent weniger lineare Reichweite als früher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach rund 30 Jahren läuft die Schlagersendung „Immer wieder sonntags“ ein letztes Mal im Ersten (10.00 Uhr). Die Live-Show aus dem Europa-Park in Rust war für Millionen Zuschauer Teil ihres Sommerrhythmus - nun fällt der Vorhang. Moderator Stefan Mross (51) aber denkt noch lange nicht ans Aufhören.

„Ich werde nichts vermissen, weil ich weiß, es geht weiter“, sagte Mross zuvor der Deutschen Presse-Agentur. „Der Optimismus ist da, dass es weitergeht.“ Er habe bereits Gespräche mit Fernsehsendern geführt, die Interesse an einer Fortführung hätten. Details nannte er nicht. Den üblichen Sendezeitraum zwischen Mai und September habe er sich 2027 im Kalender freigehalten.

ARCHIV - 07.05.2023, Baden-Württemberg, Rust: Moderator Stefan Mross steht nach der Live-Übertragung der Sendung «Immer wieder sonntags» in der «Immer wieder sonntags»-Arena. (zu dpa: «Mross singt für tote Mutter bei «Immer wieder sonntags»») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mit seiner Nähe zum Publikum gab Oberbayer Stefan Mross der Sendung ihr heutiges Gesicht.

dpa

„Immer wieder sonntags“ ging 1995 erstmals auf Sendung, seit 2005 moderiert Mross das Format. Mit seiner Trompete und seiner Nähe zum Publikum gab er der Sendung ihr heutiges Gesicht. Die Quoten waren bis zuletzt stark: Im vergangenen Jahr schalteten im Schnitt 1,26 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei rund 17 Prozent.

Sparmaßnahmen als Grund für die Absetzung

ARD und SWR begründeten die Absetzung mit Sparmaßnahmen und dem Wunsch nach neuen digitalen Formaten. Hinter den stabilen Quoten stecke ein strukturelles Problem, so der SWR: Die Sendung erreiche heute rund 30 Prozent weniger Menschen als vor zehn Jahren - weil schlicht weniger Menschen lineares Fernsehen schauen. Für Mross, der im bayerischen Traunstein geboren wurde, bleibt die Entscheidung trotzdem schwer nachvollziehbar. „Von mir aus hätte es in den nächsten zehn Jahren noch weitergehen können“, sagte er.

Was ihn in der letzten Sendung erwartet, weiß er selbst kaum - er durfte bei den Proben nicht dabei sein. „Ich weiß nur, dass Andy Borg und Stefanie Hertel in der Sendung sind“, sagte er lachend. Die letzten 30 Sekunden der Show sollen besonders werden.