Rastatt
: Bewährungsstrafe für falschen Lehrer

Ohne Abi und Studium unterrichtete ein Mann jahrelang an einem Gymnasium in Rastatt.
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dpa/lsw
Stuttgart
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Landau/Rastatt - Ein Lehrer, der jahrelang ohne Abitur und erstes Staatsexamen unterrichtet hat, ist vom Amtsgericht Landau zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Zudem muss der 43-Jährige wegen Betrugs und Urkundenfälschung 300 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte. Die Bewährungszeit liege bei drei Jahren.

Der Mann hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft Landau fast fünf Jahre lang ohne nötige Qualifikation als Bio- und Sportlehrer in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gearbeitet. Mit falschen Zeugnissen hatte er sich in einem Gymnasium im badischen Rastatt ohne Abi und Hochschulabschluss beworben. Dort begann er 2006 als Lehrer und wurde ein Jahr später zum Beamten auf Probe ernannt.

In Landau kam man dem Mann auf die Schliche

Anschließend bewarb sich der heute 43-Jährige in einem Gymnasium im pfälzischen Landau. Dann kam der Betrug wegen schlechter Leistungen ans Licht. Der Mann wurde im vergangenen Jahr fristlos entlassen. Er sagte den Ermittlern, seine Eltern hätten ihn unter Druck gesetzt, das Abitur zu machen und zu studieren, obwohl er wegen einer Konzentrationsstörung dazu nicht fähig gewesen sei.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach Angaben eines Gerichtssprechers eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren beantragt, der Verteidiger für eine „bewährungsfähige Strafe“ plädiert.

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