Praktisch oder unpersönlich?: So stehen die Menschen aus der Region zu SB-Kassen

Wir haben auf Social Media nachgefragt, wie beliebt Selbstbedienungs-Kassen in Supermärkten sind. (Symbolbild)
Swen Pförtner/dpaSupermärkte setzen seit einigen Jahren verstärkt auf Selbstbedienungskassen. Doch der zunehmende Einsatz der SB-Kassen hat auch eine Schattenseite: Seit ihrer flächendeckenden Einführung verzeichnen viele Märkte steigende Diebstahlszahlen.
Rund 60 Prozent der Handelsunternehmen, insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel, berichten im vergangenen Jahr von vermehrtem Ladendiebstahl im Zusammenhang mit SB-Kassen. 2024 haben Kunden bundesweit Waren im Wert von rund 2,95 Milliarden Euro gestohlen.
Trotzdem wird das Angebot an SB-Kassen auch in der Region Schwarzwald und Schwäbische Alb immer weiter ausgebaut. Denn von den Kunden erhalten die Märkte laut eigenen Aussagen größtenteils positive Resonanzen zu den Selbstscan-Kassen.
Wir wollten wissen, wie die Menschen aus der Region über Selbstbedienungs-Kassen denken – und haben auf Instagram und WhatsApp eine Umfrage gestartet. Die Frage: „Verwenden Sie Selbstbedienungs-Kassen im Supermarkt?“
So beliebt sind die Selbstbedienungs-Kassen
Insgesamt rund ein Viertel der Nutzer – 24,68 Prozent – haben in der Umfrage angegeben, beim Bezahlen im Supermarkt immer zur SB-Kasse zu gehen. Weitere 43,15 Prozent nutzen sie nur bei kleineren Einkäufen – bei Großeinkäufen gehen sie jedoch weiterhin zu Kassen mit Warenband und Personal.
Auf den persönlichen Kontakt setzen hingegen 29,22 Prozent, sie bevorzugen klassische Kassen mit Personal. Wie weit verbreitet die SB-Kassen auch im ländlichen Raum inzwischen sind, zeigt unsere Umfrage deutlich: Nur 2,95 Prozent geben an, dass es in ihrer Nähe keine Supermärkte mit SB-Kassen gibt.
Trotz des Diebstahlrisikos ist davon auszugehen, dass SB-Kassen weiter auf dem Vormarsch sind. Denn sie sparen Personal, beschleunigen den Bezahlvorgang und kommen bei der Mehrheit der Kundschaft gut an.
Ladendiebstahl durch SB-Kassen zugenommen
Laut einer Studie des Forschungsinstituts EHI haben Kunden 2024 Waren im Wert von rund 2,95 Milliarden Euro gestohlen. Das waren 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gesamtschaden steigt damit das dritte Mal infolge und erreicht einen Höchststand.
Einen Grund für die starke Zunahme sehen Experten darin, dass verstärkt Selbstbedienungskassen genutzt werden. Fast die Hälfte der Händler, die sie verwenden, berichten über mehr Schwund.
Beliebt bei Dieben sind vor allem alkoholische Getränke, Markenkleidung, Sneakers, Elektrogeräte sowie Tabakwaren.
