Polizei warnt vor Betrug: Mit dieser Masche täuschen „Spritbettler“ Autofahrer

Hilfsbereitschaft wird gezielt ausgenutzt. Die Polizei erklärt, wie sogenannte „Spritbettler“ vorgehen und worauf Bürger achten sollten. (Symbolfoto)
Bernd Weißbrod/dpa- Polizei warnt vor „Spritbettlern“: Hilfesuchende täuschen Notlage und fordern Geld.
- Masche laut Polizei: Auto mit ausländischem Kennzeichen, Winken, Bitte um Tankgeld.
- Teilweise werden Fremdwährungen oder fraglicher Schmuck als Tausch oder „Pfand“ angeboten.
- Ratschlag: Nicht unter Druck setzen lassen und kein Bargeld, Wertsachen oder Karten geben.
- Im Verdachtsfall Kennzeichen notieren und die Polizei kontaktieren, Notruf 110 wählen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sie stehen am Straßenrand, winken Autofahrer heran und bitten um Hilfe. Doch hinter der vermeintlichen Notsituation können sogenannte „Spritbettler“ stecken. Die Personen geben vor, dringend Geld zum Tanken zu benötigen, und versuchen so, an Bargeld oder Wertgegenstände zu kommen.
Die Vorgehensweise der Täter ist laut Polizei häufig ähnlich. „In den meisten Fällen stellen die Täter ein Fahrzeug am Straßenrand ab und eine Person winkt vorbeifahrenden Fahrzeugen zu, um diese zum Anhalten zu bewegen“, erklärt der Pressesprecher. Wenn ein Fahrzeug anhält, wird in der Regel vorgegeben, dringend tanken zu müssen und kein Geld dafür zu haben. Anschließend werde nach Bargeld gefragt. Teilweise würden auch Fremdwährungen oder fraglicher Schmuck zum Tausch oder als „Pfand“ angeboten.
Nach Angaben von Fabian Herkommer, Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz, gab es in den vergangenen zwölf Monaten rund 34 Fälle im Zuständigkeitsbereich. „Diese sind annähernd gleichmäßig über das ganze Jahr verteilt“, so Herkommer.
Polizei rät zu Vorsicht
Ob hinter den Tätern bestimmte Organisationen stecken, könne die Polizei nicht bestätigen. Auffällig seien jedoch die verwendeten Fahrzeuge. „In den meisten Fällen handelt es sich um Autos mit ausländischen Kennzeichen, oft rumänisch oder französisch“, so Herkommer. Die Polizei weist jedoch darauf hin, dass auch bei Fahrzeugen mit anderen Kennzeichen Vorsicht geboten ist.
Entscheidend sei, die Situation kritisch einzuschätzen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Bargeld, Wertgegenstände oder Bankkarten sollten nicht herausgegeben werden. Auch auf Angebote, angebliche Wertgegenstände als „Pfand“ zu hinterlegen, sollten Betroffene nicht eingehen.
Was im Verdachtsfall wichtig ist
„Ansonsten gilt: Notieren Sie sich Kennzeichen und Beschreibungen verdächtiger Autos und Personen und verständigen Sie Ihre örtliche Polizei beziehungsweise wählen Sie unverzüglich den Polizei-Notruf 110“, erklärt Herkommer. Wer eine solche Situation beobachtet, sollte deshalb nicht vorschnell helfen, sondern die eigene Sicherheit und eine möglichst genaue Beschreibung der Beteiligten in den Vordergrund stellen.
