Nervig oder sinnvoll?
: So viele von euch wurden vom Probealarm erreicht

Klingelnde Handys, schrille Sirenen und Warnungen im Radio – am Donnerstag wurde um 11 Uhr ein bundesweiter Probealarm ausgelöst. Das sind die Reaktionen der Menschen aus der Region.
Von
Julia Maria Meene
Oberndorf
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Auf Smartphones wurden Warnungen direkt über Cell Broadcast versendet.

Salome Menzler

Am Donnerstag um 11 Uhr heulten in ganz Deutschland die Sirenen, zeitgleich schlugen unzählige Handys Alarm. Der bundesweite Warntag am 11. September sollte erneut testen, wie zuverlässig die Warnsysteme im Ernstfall funktionieren.

Seit 2020 testet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Warnsysteme an jedem zweiten Donnerstag im September. Dafür wird ab 11 Uhr auf verschiedenen Wegen eine Probewarnung ausgespielt, die im besten Fall jeden Bürger erreichen soll.

Eine Umfrage unter unseren Leserinnen und Lesern zeigt: Bei der großen Mehrheit ist der Probealarm angekommen. Wir haben auf WhatsApp gefragt: „Habt ihr heute eine Warnung erhalten?“

53,3 Prozent gaben dabei an, die Warnung ausschließlich aufs Handy bekommen zu haben. 42,2 Prozent wurden sowohl per Sirene als auch auf dem Handy erreicht. Lediglich 3,5 Prozent gabe an, gar keine Warnung erhalten zu haben. Damit wurden insgesamt rund 96,5 Prozent über irgendeinen Kanal erreicht.

Das denkt sich auch mit den ersten Einschätzungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, das den diesjährigen Warntag als erfolgreich verbucht. Nach ersten Rückmeldungen sei davon auszugehen, dass wie im vergangenen Jahr fast die gesamte Bevölkerung erreicht worden sei.

Kritik auf Social Media

Auf Social Media wurde der Probealarm nicht nur positiv wahrgenommen. Auf TikTok äußerten sich einige User genervt vom jährlichen Warntag. Einige halten den Test laut eigenen Aussagen für unnötig, andere kritisieren das Datum des Warntags am 11. September. Schließlich sollte der Tag der Terroranschläge in den USA im Jahr 2001 laut einigen Nutzern ein Gedenktag bleiben. Es sei „unpassend“ an diesem Tag einen Warntag durchzuführen, so die Kritik. Auch für Schichtarbeitende sei der Zeitpunkt am Vormittag eine Belastung. „Können die das nicht um 14 Uhr machen? Da ist fast jeder wach“, schlägt ein Nutzer auf TikTok vor.

Auch der Hinweis, dass der schrille Ton für traumatisierte Menschen eine Herausforderung darstellen könnte, wurde mehrmals aufgegriffen. „Meine Eltern [...] haben jedes Mal Tränen in den Augen und erzählen, wie sie als Kind in den Keller mussten, wenn die Sirenen heulten“, berichtet uns eine TikTok-Userin. Andere Nutzer weisen genau auf den Sinn des Warntages hin: Nur durch solche Tests lasse sich feststellen, ob das Warnsystem im Ernstfall funktioniert.

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