Millionenwerte sichergestellt: Ermittler beschlagnahmen Kryptowährungen - auch im Kreis Freudenstadt

Auf den Fall wurden die Ermittler durch eine Geldwäsche-Verdachtsmeldung aufmerksam. (Symbolfoto)
dpa/Rolf VennenberndKräfte der Taskforce Finanzkriminalität Baden-Württemberg (TafF BW) haben gemeinsam mit mehreren Polizeipräsidien am Dienstag insgesamt neun Objekte durchsucht, darunter Wohnungen und Geschäftsräume in den Landkreisen Freudenstadt, Ludwigsburg und Esslingen sowie in Frankfurt am Main.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand der Verdacht, dass nach einem Erbfall Vermögenswerte in Form von Kryptowährungen aus der Erbmasse entzogen und anschließend verschleiert wurden. Bei den Maßnahmen stellten die Einsatzkräfte neben den digitalen Vermögenswerten auch hochwertige Autos und Motorräder, teure Uhren, Bargeld sowie zahlreiche Datenträger und Unterlagen sicher.
Das Verfahren richtet sich gegen zwei Männer und eine Frau. Der Frau wird vorgeworfen, ein sogenanntes Hardware-Wallet eines verstorbenen Angehörigen an sich genommen und die darauf befindlichen Werte nicht gegenüber den Steuerbehörden angegeben zu haben, um Erbschaftssteuer zu hinterziehen.
Haftbefehle gegen Deutsche bislang nicht beantragt
Die beiden Männer sollen sie bei der Verschleierung der Herkunft der Kryptowerte unterstützt und dafür selbst Vermögenswerte in Millionenhöhe erhalten haben.
Auf den Fall wurden die Ermittler durch eine Geldwäsche-Verdachtsmeldung aufmerksam. Haftbefehle gegen die drei deutschen Beschuldigten wurden bislang nicht beantragt.