Seit 20 Jahren dabei
: Wie Hitze und Gewitter die Arbeit der Johanniter beim Southside prägten

Rund 550 ehrenamtliche Helfer der Johanniter wirkten erneut beim Southside Festival mit. In ihrer Bilanz spricht die Organisation von 2250 Behandlungen – viele von den hohen Temperaturen beeinflusst.
Von
Benedikt Stahl
Neuhausen ob Eck
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Sanitäter sind auf dem Southside-Festival unterwegs

Sanitäter der Johanniter sind auf dem Southside-Festival unterwegs.

Steffen Kaiser
  • Johanniter stellten vom 19. bis 21. Juni den Sanitätsdienst beim Southside in Neuhausen.
  • Rund 550 Ehrenamtliche versorgten Besucher und Personal – 2250 Behandlungen insgesamt.
  • Hitze prägte das Geschehen: mehr Sonnenbrände, Dehydrierungen und Kreislaufprobleme.
  • Gewitter mit Regen und Hagel führten Freitagabend zur kurzen Evakuierung, niemand wurde verletzt.
  • Sechs Unfallhilfsstellen und mobile Teams, 40 Patienten kamen ins Krankenhaus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Johanniter stellten im 20. Jahr der Partnerschaft mit dem Veranstalter FKP Scorpio den Sanitätsdienst beim Southside-Festival in Neuhausen ob Eck. Für den Regionalverband Oberschwaben/Bodensee unter der Leitung des Ortsverbandes Singen war der Einsatz erneut der größte geplante Einsatz in Baden-Württemberg: Rund 550 ehrenamtliche Helfer sorgten laut Mitteilung der Johanniter während der Festivaltage für die medizinische Versorgung der Besucher und des Personals.

Sechs stationäre Unfallhilfsstellen auf dem Festivalgelände sowie mehrere mobile Teams gehörten zum Sanitätsdienst der Johanniter. In den vergangenen Jahren lagen die Einsatzzahlen im Schnitt bei etwa 3500 Versorgungen pro Festival. Die Behandlungsfälle sind in diesem Jahr um rund 15 Prozent zurückgegangen. In diesem Jahr gab es 2250 Behandlungen aller Art. Die Bandbreite reichte von kleineren Verletzungen über alkoholbedingte Beschwerden bis hin zu Klinikeinweisungen. Knapp 40 Patienten kamen ins Krankenhaus.

40 Patienten mussten ins Krankenhaus

Anders als in manchen Vorjahren prägte in diesem Jubiläumsjahr anhaltende Hitze das Einsatzgeschehen. Hohe Temperaturen führten zu einem leichten Anstieg von Fällen mit Sonnenbrand, Dehydrierung und Hitzeerschöpfung. Viele Patienten suchten die sanitätsdienstlichen Anlaufstellen wegen Kreislaufbeschwerden, Schwächegefühl und hitzebedingten Symptomen auf.

Unwetter und Regen prägten das Festival in diesem Jahr

Unwetter und Regen prägten das Festival in diesem Jahr.

Lea Lindner

„Neben der Hitze hatten wir in diesem Jahr auch mehrmals mit kleineren, sehr lokalen Gewitterzellen, starkem Regen und Hagel zu kämpfen. Innerhalb von Minuten schlug das Wetter um und die Temperaturen fielen um ein Drittel“, berichtet Björn Gold, Verantwortlicher für die Pressearbeit der Johanniter auf dem Southside.

Am Freitagabend musste das Festival deswegen auch kurzzeitig evakuiert werden und auch der Sanitätsdienst führte die vordefinierten Maßnahmen durch. „Somit sind wir einsatzbereit geblieben und haben unsere eigenen Einsatzkräfte geschützt“, erklärt Gold. Es kam niemand zu Schaden durch die Wetterlage und nach knapp 2 Stunden konnten die Konzerte am Freitagabend weitergehen.

Neben der Hitzebelastung stellten zeitweise gut besuchte Auftritte bekannter Künstler besondere Anforderungen an die Ortung und Versorgung von Betroffenen. Logistik und Versorgungsabläufe wurden entsprechend angepasst: Kühlmöglichkeiten, verstärkte Hinweise zur Verhaltensprävention und gezielte Einsatzplanung halfen, die Versorgungskapazitäten auf einem hohen Niveau zu halten.

Die Zusammenarbeit zwischen den Besuchern und den Sanitätern lief gut.

Die Zusammenarbeit zwischen den Besuchern und den Sanitätern lief gut.

Steffen Kaiser

Die sanitätsdienstlichen Maßnahmen vor Ort sorgten dafür, dass zahlreiche Besucher nach nur kurzer Behandlung wieder auf das Veranstaltungsgelände zurückkehren konnten. Die  Besucher selbst sowie der Veranstalter hatten gut gegen die Hitze vorgesorgt. Ausreichend Wasser trinken, Kopfbedeckung und Sonnencreme benutzen, das war Konsens auf dem Festival.

Der jährliche Sanitätsdienst stärkt nach Angaben der Johanniter den Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen. „Der Einsatz fördert das Wir-Gefühl und verbessert die Zusammenarbeit für künftige Aufgaben im Bevölkerungsschutz“, so Gold. Regionalvorstand Stefan Dittrich hebt das große ehrenamtliche Engagement sowie die professionelle Planung und Durchführung des Sanitätsdienstes hervor, das sich über zwanzig Jahre bewährt habe.

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