Gewitter und heftiger Regen in BW
: Wo das Unwetter besonders gewütet hat

Hagel zerstört Fensterscheiben, Bäume stürzen auf Dächer und Straßen: Am Vormittag ist ein starkes Unwetter über das Land gezogen.
Von
Uwe Keuerleber
Region
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Unwetter in Baden-Württemberg

Unwetter in Baden-Württemberg - in Oppenweiler fielen mehrere Bäume auf das Dach eines Firmengebäudes.

Jason Tschepljakow/dpa
  • Starkes Unwetter zog am Vormittag über Baden-Württemberg und verursachte viele Einsätze.
  • Hagel beschädigte Gebäude, Keller liefen voll, Bäume stürzten auf Dächer und Straßen.
  • Oppenweiler: Äste stoppten Regionalzug, mehrere Bäume fielen auf ein Firmendach.
  • Viele Einsätze am Bodensee und in den Kreisen Ludwigsburg, Reutlingen sowie Ulm.
  • DWD warnte vor Starkregen bis 40 l/qm, orkanartigen Böen bis 110 km/h und Hagel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gewitter und heftiger Regen haben in weiten Teilen Baden-Württembergs für zahlreiche Einsätze von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten gesorgt. Bäume stürzten um, Straßen und Keller liefen voll, Hagel beschädigte Gebäude. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt: Bei Oppenweiler im Rems-Murr-Kreis wurde ein Regionalzug auf freier Strecke durch herabgestürzte Äste ausgebremst. Sechs Fahrgäste mussten den Zug verlassen.

Viele Einsätze gab es nach Polizeiangaben auch am Bodensee. Betroffen waren demnach alle Landkreise in der Region, vor allem der Landkreis Konstanz mit Singen und Radolfzell. Auch hier kippten zahlreiche Bäume um, Straßen wurden teilweise blockiert. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen der Polizei niemand.

Polizei und Feuerwehreinsatz im Landkreis Reutlingen

Im Landkreis Reutlingen rückten Polizei und Feuerwehr unter anderem in Lichtenstein, Unterhausen und St. Johann aus. Dort standen vereinzelt Keller und Straßen unter Wasser, Hagel richtete Schäden an. In Bad Urach zerstörten Hagelkörner Fensterscheiben. Die Einsatzlage sei aber zunächst noch überschaubar gewesen, sagte ein Sprecher der integrierten Leitstelle.

Umgestürzte Bäume und gesperrte Straßen

Nördlich von Stuttgart stürzten in Oppenweiler mehrere Bäume um, einige fielen auf das Dach eines Firmengebäudes. Zum Zeitpunkt des Unwetters hielt sich dort nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes niemand auf. Es gab keine Verletzten. Eine Spezialfirma übernahm die Aufräumarbeiten. Auch auf der Bundesstraße 14 zwischen Oppenweiler und Sulzbach an der Murr kam es wegen herabgestürzter Äste vorübergehend zu Behinderungen. Die Straße konnte aber weiter befahren werden.

Im Landkreis Ludwigsburg zählten die Feuerwehren am Morgen mehr als 30 Einsätze. Besonders betroffen waren Markgröningen, Freiberg am Neckar und Bietigheim-Bissingen. Umgestürzte Bäume mussten beseitigt werden, zudem liefen Bahnübergänge voll.

Unwetter im Raum Ulm - Feuerwehr rückt zu rund 15 Einsätzen aus

Auch im Raum Ulm sorgte das Unwetter für mehrere Einsätze. Nach Angaben der Polizei gingen rund 15 Meldungen über umgestürzte Bäume auf Straßen sowie weggeschwemmte Gullideckel ein. Die Feuerwehren beseitigten die Gefahrenstellen.

Besonders stark betroffen war der Kreis Heidenheim. In der Wiesenstraße in Heroldstatt schlug kurz nach 11 Uhr ein Blitz in einen Baum ein. Die Feuerwehr rückte aus, weil der Baum auf ein Haus zu stürzen drohte.

Zu Verkehrsunfällen oder größeren Schäden im Zusammenhang mit dem Unwetter kam es laut Polizei nicht.

Wetterdienst warnte vor Unwettern

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für alle vier Regierungsbezirke des Landes - Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen - vor schweren Gewittern gewarnt. Die Warnstufe drei von vier galt bis zum Mittag. Er hatte Starkregenmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit für möglich gehalten und vor orkanartigen Böen mit bis zu 110 Kilometern pro Stunde und Hagelkörnern von bis zu drei Zentimetern Größe gewarnt. Auch Blitzschlag, Schäden an Gebäuden und Leitungen, umstürzende Bäume, herabfallende Äste und Dachziegel sowie rasche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern hatten die Experten nicht ausgeschlossen.

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