Evakuierung wegen Waldbrand: Was gehört ins Notfallgepäck, wenn das Feuer mein Zuhause bedroht?

Im Hohen Venn brennt eine Fläche von etwa 3000 Hektar.
Thomas Banneyer/dpa- Waldbrände in Europa und Belgien, Feuer rückt Richtung Deutschland – Evakuierungen bei Monschau.
- BBK rät zu vorbereitetem Notgepäck im Rucksack und einer Mappe mit wichtigen Dokumenten.
- Ins Gepäck: Radio mit Batterien, Taschenlampe, Medikamente, Hygieneartikel, Kleidung im Zwiebellook.
- Außerdem Verpflegung für zwei Tage, Wasserflasche, Essgeschirr, Dosenöffner, Messer, Schlafsack.
- Für den Aufbruch: Handy mit Ladekabel, Schlüssel, Portemonnaie mit Ausweisen, Karten und Gesundheitskarte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In weiten Teilen Europas brennt es – auch in Belgien. Und die Flammen rücken immer näher an Deutschland. Auch im Schwarzwald in Schramberg brennt der Wald. Wegen der Trockenheit breiten sich die Waldbrände oft schnell aus. Bei Monschau (NRW) wurden vorsorglich Menschen aus ihren Häusern evakuiert. Aber was mitnehmen, wenn nur ein paar Minuten Zeit bleiben, um eine Tasche zu packen – und völlig unklar ist, ob das Haus bei der Rückkehr noch steht?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) klärt auf der eigenen Website auf: Da das Packen in stressigen Situationen oft nicht einfach ist, kann es sinnvoll sein, sich schon früher vorzubereiten. Also ein fertig gepacktes Notgepäck und eine Mappe mit wichtigen Dokumenten parat zu haben.
Was gehört ins Notgepäck?
Laut BBK ist Folgendes die oberste Grundregel: Für jedes Familienmitglied nicht mehr mitnehmen als in einen Rucksack passt. Und ein Rucksack ist praktischer als ein Koffer, weil beide Hände frei bleiben.
- Elektronik: Dazu gehört ein batteriebetriebenes Radio samt Reservebatterien. Das ist dazu da, dass man in Notsituationen informiert bleiben kann. Sowie eine Taschenlampe, auch mit passenden Reservebatterien, und einen Fotoapparat (um gegebenenfalls nach Rückkehr Schäden dokumentieren zu können – wer ein Handy mit Fotofunktion besitzt, braucht das nicht).
- Medizinisches: Dazu gehören Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente, sowie Mund- und Nasenschutz (am besten FFP2) zum Schutz vor Viren, Bakterien und gefährlichen Stoffen in der Luft.
- Hygieneartikel: Neben Artikeln für Monatshygiene, Zahnbürste, Zahnpasta und Co., auch an Windeln für ein paar Tage denken, sollte ein Baby oder Kleinkind dabei sein.
- Kleidung: Am besten für einige Tage ausreichend Kleidung einpacken und dabei im Zwiebellook vorgehen. Also mehrere Schichten Kleidung einplanen, beispielsweise Unterwäsche, T-Shirts und Stoffjacken oder Pullover. Die BBK empfiehlt auch, Wetterschutzbekleidung wie eine Regenjacke und wetterfeste Schuhe oder Gummistiefel einzupacken.
- Verpflegung: Es wird empfohlen, Essen für zwei Tage (in staubdichter Verpackung), Wasserflasche, Essgeschirr, Besteck, Dosenöffner und Taschenmesser einzupacken.
- Für Kinder: Für jedes Kind einen Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Namen, Geburtsdatum und Anschrift vorbereiten. SOS-Kapseln gibt es in Kaufhäusern, Apotheken und Drogerien.
- Sonstiges: Schlafsack oder eine Decke, Kopfbedeckung und Arbeitshandschuhe
Das gehört in die Dokumentenmappe
Was in eine Dokumentenmappe gehört, kann sehr unterschiedlich sein, je nach Lebenssituation. Die BBK bietet jedoch eine Hilfestellung:
- Wichtig sind Dokumente, die die eigene Identität, die Ausbildung und Qualifikationen nachweisen können.
- Gleiches gilt für Dokumente, die den eigenen Besitz und finanzielle Ansprüche belegen können.
- Auch Vollmachten oder ein Testament gehören in die Dokumentenmappe.
Nicht alle Dokumente müssen im Original vorliegen, in vielen Fällen reicht eine Kopie. Zum Beispiel auch bei Personalausweis, Reisepass und Führerschein. Denn die einfache Kopie reicht, um das Dokument wiederzubeschaffen, wenn das Original zerstört wird, wie es eben bei einem Brand der Fall sein kann.
Es kann auch sinnvoll sein, wichtige Dokumente digital zu sichern, zum Beispiel in einer Cloud. Sodass man auch von anderen Geräten darauf zugreifen kann. Auch eine Möglichkeit: die Dokumente an anderer Stelle hinterlegen, wie auf einer Bank.
Diese Alltagsgegenstände sollten auch mit
Manche Sachen lassen sich nicht vorbereitend packen, weil sie im Alltag in Benutzung sind. Aber wenn es so weit ist, dass das Haus oder die Wohnung verlassen werden muss, sollten sie auf jeden Fall mitgenommen werden:
- Elektronik: Handy oder Smartphone, falls vorhanden, damit zu den Angehörigen Kontakt aufgenommen werden kann, am besten auch das zugehörige Ladekabel.
- Schlüssel: Haustürschlüssel und Autoschlüssel.
- Portemonnaie: mit Personalausweis, Reisepass und Führerschein, Bargeld und Geldkarten, Gesundheitskarte der Krankenversicherung und Impfpass.
Was sonst noch zu beachten ist
Abschließend gilt: Dokumentenmappe und Notfallgepäck an einem schnell zugänglichen Ort aufbewahren. Alle Haushaltsmitglieder sollten wissen, wo dieser Ort ist. Die BBK empfiehlt auch, regelmäßig zu prüfen, ob Teile des Notfallgepäcks oder der Dokumentemappe erneuert oder ergänzt werden müssen.
Alles in einer Checkliste
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt auf seiner Website eine Checkliste zur Verfügung, die Sie ausdrucken können.


