Eid al-Fitr
: Was bedeutet das Zuckerfest zum Ende des Ramadan?

Der Monat Ramadan neigt sich dem Ende zu. Nach dieser Fastenzeit feiern Muslime ab dem 20. März auf der ganzen Welt das Zuckerfest. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?
Von
Marius Lang
Oberndorf
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Während des Ramadan wird das Fasten traditionell mit Datteln gebrochen. Den Abschluss des Fastenmonats markiert das Zuckerfest, auch bekannt als Eid al-Fitr.

dotshock/Shutterstock

Seit dem 18. Februar begehen auf der ganzen Welt Muslime den Fastenmonat Ramadan, der neunte Monat im islamischen Mondkalender. Während dieser Zeit sollen Muslime nach Möglichkeit (Ausnahmen gibt es immer) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken, Genussmittel und Sex, verzichten. Die Zeit des Ramadan und das damit verbundene Fasten gehören zu den fünf Säulen des Islam.

Doch die Entbehrung der Fastenzeit hat nun ein Ende. Am Donnerstag, 19. März, beginnt das Fest zum Ende des Ramadan, „Eid al-Fitr“, das Zuckerfest, neben dem Opferfest („Eid-ul-Adha“) das 2026 Ende Mai stattfindet, der wichtigste Festtag des Islam.

Das Zuckerest, das vom 20. bis zum 22. März andauert, leitet den Monat „Schawwāl“, den zehnten Monat des islamischen Mondkalenders, ein. Da die religiösen Feste des Islam sich am Mondkalender orientieren, findet Eid al-Fitr jedes Jahr an einem anderen Tag statt.

Warum wird das Zuckerfest gefeiert?

Gefeiert wird beim Zuckerfest, dass man die Entbehrungen des Ramadan meistern konnte, verbunden mit der Bitte an Allah, die Mühen während der Fastenzeit anzuerkennen. Am Morgen des Festtages gehen Gläubige gemeinsam in die Moschee zum gemeinsamen Festtagsgebet. Eine Spende im Anschluss an das Gebet, die den Bedürftigen der Gemeinde zu Gute kommen soll, ist üblich.

Der traditionelle Gruß zu Eid al-Fitr lautet „Eid Mubarak“, ein arabischer Glückwunsch zum „Fest des Fastenbrechens“. Alternativ – und in Deutschland ebenfalls häufig verwendet – ist das türkische „Bayram mübarek olsun“ als Grußformel möglich. Das bedeutet soviel wie „Ich wünsche dir ein gesegnetes Fest.“

Was gehört zum Zuckerfest?

Nach dem Festgebet in der Moschee beginnen die eigentlichen Feierlichkeiten. Kinder werden zur Feier des Tages mit Süßem und anderen Kleinigkeiten beschenkt, Freunde und Familien treffen sich zu gemeinsamen Festessen.

In islamisch geprägten Ländern ist zum Zuckerfest schulfrei, Ämter, Behörden und die meisten Geschäfte haben geschlossen. Im Grunde nicht anders als hierzulande zu Weihnachten oder Ostern. Auch in Deutschland müssen muslimische Kinder am Tag des Zuckerfests vielerort nicht zur Schule kommen.

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel erschien erstmals am 9. April 2024 und wurde aufgrund der aktuellen Relevanz aktualisiert.

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