Der Badespaß lockt: Stoßen Freibäder in der Region bei der Hitzewelle an ihre Grenzen?

Das 50-Meter-Becken im Rottweiler Freibad wird bei heißen Temperaturen ganz schön voll. Doch gibt es auch zu viele Badegäste? (Archivbild)
Kienzl Hinteregger- Hitzewelle füllt Freibäder der Region, Einlassstopps blieben bislang die Ausnahme.
- Rottweil: Keine feste Obergrenze, weitläufiges Gelände – Schwimmmeister entscheidet im Ernstfall.
- Villingen-Schwenningen: Kneippbad musste noch nie abweisen, Fläche reicht für Verteilung.
- Freudenstadt: Ab etwa 1500 Gästen könnte Einlassstopp kommen, bisher nie erfolgt.
- Balingen: Kapazität rund 3000 Personen, ab dann Abweisungen – bisher nicht notwendig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Selbst im Schatten sind die Temperaturen derzeit so hoch, dass man sich kaum vor die Haustür wagt, mit Ausnahme von einem Ort, der Erleichterung verspricht – dem Freibad. Mit diesem Gedanken steht man allerdings oftmals nicht allein da. Das zeigt sich in Schwimmbädern im Ortenaukreis und auch im Donaueschinger Freibad. Diese kamen aufgrund der Besuchermassen an ihre Kapazitätsgrenzen und mussten sogar Badegäste abweisen. Aber kann das auch hier vorkommen – wir haben in Freibädern in der Region nachgefragt.
Die Sonne brennt vom Himmel, der Schweiß tropft von der Stirn – aber hinter dem Drehkreuz wartet die lang ersehnte Abkühlung. Während Eltern auf den Liegewiesen ihre Decken ausbreiten, verlieren Kinder die Geduld und rennen bereits zum Wasser, in dem die ersten Schwimmer längst ihre Bahnen ziehen. Auch das Freibad in Rottweil zieht bei der Hitzewelle zahlreiche Besucher an, die für ein paar Stunden der drückenden Sommerhitze entkommen möchten.
Doch was passiert, wenn aus Kapazitätsgründen keine weiteren Badegäste mehr eingelassen werden können? Im 43.000 Quadratmeter großen Bad in Rottweil mit einer Wasserfläche von 1953,5 Quadratmetern gebe es keine festgelegte maximale Besucherzahl, erklärt Melanie Schanz von der ENRW Energieversorgung Rottweil. Aufgrund der weitläufigen Anlage habe es bislang „zum Glück“ keinen Anlass gegeben, einen Einlassstopp zu verhängen, meint sie.
Schwimmmeister kann Einlassstopp anordnen
„Entscheidend ist vielmehr, dass jederzeit ein sicherer Badebetrieb gewährleistet werden kann.“ Die Einschätzung hierzu träfe der diensthabende Schwimmmeister vor Ort, sagt Schanz. Er beurteile die Situation anhand der aktuellen Auslastung und der Gegebenheiten im Bad. Sollte ein sicherer Badebetrieb nicht mehr gewährleistet werden können, könne der Schwimmmeister einen vorübergehenden Einlassstopp anordnen.

Das Kneippbad in Villingen-Schwenningen lockt bei einer Hitzewelle mit kühlem Nass. (Archivbild)
Anna-Sophie ZepfNicht nur in Rottweil, sondern auch in Villingen spielt die Verteilung der Badegäste eine wichtige Rolle. „Flächenmäßig stehen wir gut da“, erklärt Oliver Bauer, Pressesprecher der Stadtwerke Villingen-Schwenningen, über das Villinger Kneippbad.
Auch hier verteilten sich die Besucher auf den Liegewiesen und im Wasser über einen Freibadtag hinweg. Badegäste wegen Überfüllung abzuweisen oder das Bad zu schließen, sei daher auch noch nie vorgekommen, stellt Bauer fest.

Bei durchwachsenem Wetters ist nicht viel los im Freudenstädter Freibad. Während der Hitzewelle sieht das ganz anders aus. (Archivbild)
Stadtwerke FreudenstadtÄhnlich zeigt sich die Situation im Panorama-Freibad in Freudenstadt. Auch hier gebe es keine Begrenzung in Bezug auf die Badegäste, meint Christiane Wagner vom Stadtwerke Freudenstadt Bäderbetrieb. Auf einer Fläche von etwa 12.000 Quadratmetern und einer Wasserfläche von etwa 700 Quadratmetern könnte es hingegen ab ungefähr 1500 Badegästen dazu kommen, dass weitere Besucher abgewiesen werden.
„Aber das liegt im Ermessen der Schwimmmeister“, so Wagner. Dieser außergewöhnliche Fall sei allerdings in diesem Jahr noch nicht vorgekommen – und auch davor habe es das noch nie gegeben.

Hat der Badespaß im Balinger Freibad auch ein Besucherbegrenzung? (Archivbild)
Julia GernIm Freibad Balingen seien ebenfalls noch nie Badegäste abgewiesen worden, berichtet der Pressesprecher der Stadt, Dennis Schmidt. Theoretisch hätten im Balinger Freibad rund 3000 Personen gleichzeitig Platz, sich zu entspannen und auf einer Wasserfläche von rund 1050 Quadratmetern zu schwimmen. „Ab 3000 Personen würden wir Menschen abweisen“, sagt Schmidt.
Angesichts der anhaltenden Hitze dürften die Besucherzahlen in den kommenden Tagen hoch bleiben. Aber Badegäste in der Region müssen scheinbar nicht befürchten, vor verschlossenen Toren zu stehen. Wer sich also an heißen Tagen abkühlen möchte, hat gute Chancen, auch weiterhin einen Platz im Freibad zu finden.

