Baden-Württemberg
: Wasserwerke wegen Chemikalien-Belastung im Rhein alarmiert

Die Ewigkeitschemikalie Trifluoracetat (TFA) bedroht zunehmend das Trinkwasser – auch in Baden-Württemberg. Rasches Handeln ist nötig, sagen Experten.
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red/dpa/lsw
Stuttgart
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Stark belastet: der Rhein in Baden-Württemberg.

Werner Kuhnle//Pilot Gerhard Plessing

Wasserwerke sehen durch eine Chemikalie das Trinkwasser bedroht, die zunehmend im Rhein und anderen Gewässern nachweisbar ist. Nach dem neuesten Rhein-Bericht der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke Bodensee-Rhein (AWBR) verbreitet sich die sogenannte Ewigkeitschemikalie Trifluoracetat (TFA) ungebremst weiter. Das Trinkwasser sei direkt betroffen und könnte irreversibel geschädigt werden, warnten die Verbandspräsidenten Matthias Maier und Roman Wiget anlässlich ihrer Mitgliederversammlung.

TFA ist ein Abbauprodukt zahlreicher chemischer Erzeugnisse wie Kältemittel, Pharmaka und Pflanzenschutzmittel, das mit bisherigen Methoden nicht aus dem Wasser herausgefiltert werden kann. 

Verbot von Chemikalien gefordert

Allein am Hochrhein habe sich die TFA-Konzentration in den letzten acht Jahren wertemäßig verdoppelt: von 0,1 Mikrogramm auf 0,8 oder 1 Mikrogramm je Liter, berichtet Maier. „Und die TFA-Einträge werden in den in nächsten 20 Jahren zunehmen“, prognostiziert er. 

„TFA baut sich nicht ab, sondern jeder weitere Eintrag findet sich in der Umwelt und im Wasser.“ Die AWBR fordert deshalb das Verbot von Ewigkeitschemikalien, wo immer diese in die Umwelt gelangen. „Unsere Trinkwasserqualität ist direkt davon abhängig, wie wir uns jetzt entscheiden, mit Stoffen wie TFA umzugehen“, so das Fazit von Maier und Wiget.

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