Baden-Württemberg: So wird das Wetter im September

Wie wird der September in Baden-Württemberg?
Jens Büttner/dpa-<sub>Zentralbild</sub>/dpaDer September startet in Baden-Württemberg mit spätsommerlichem Wetter. Zum Ende der ersten Woche sind sogar noch einmal Temperaturen von mehr als 30 Grad möglich. Auch für die weiteren Septemberwochen deutet die Klimavorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zeitweise auf überdurchschnittlich warme Verhältnisse hin. Allerdings nimmt die Unsicherheit deutlich zu – vor allem beim Niederschlag.
Zunächst ist die Entwicklung vergleichsweise klar. Am Dienstag und Mittwoch liegen die Höchstwerte in Baden-Württemberg meist zwischen 21 und 26 Grad. Am Donnerstag werden bei viel Sonnenschein bereits 22 bis 28 Grad erwartet.
Richtig sommerlich wird es voraussichtlich am Freitag. Dann steigen die Temperaturen im Bergland auf etwa 26 Grad, ansonsten werden 28 bis 32 Grad erreicht. Auch am Wochenende bleibt es im Südwesten warm: Am Samstag sind am Oberrhein örtlich 30 Grad möglich, für Sonntag werden im Südwesten sogar nochmals bis zu 32 Grad vorhergesagt.
Anfang September bleibt es wahrscheinlich mild bis warm
Auch die längerfristige Klimavorhersage des DWD spricht zunächst nicht für einen frühen Herbsteinbruch. Für Süddeutschland liegt das klimatologisch übliche Wochenmittel der Temperatur vom 31. August bis 6. September zwischen 15,2 und 16,7 Grad.
Die höchste Wahrscheinlichkeit – 51 Prozent – gibt der DWD in diesem Zeitraum für Temperaturen im normalen Bereich an. Mit 40 Prozent besteht allerdings ebenfalls eine vergleichsweise hohe Wahrscheinlichkeit für eine wärmere Woche. Nur neun Prozent entfallen auf die Kategorie „kälter“.
Wichtig dabei: Die Werte beziehen sich auf das Temperaturmittel einer ganzen Woche, nicht auf die Höchsttemperaturen einzelner Tage. Die mehr als 30 Grad, die zum Ende der Woche möglich sind, widersprechen deshalb nicht der Einstufung der Woche insgesamt als wahrscheinlich „normal“.
Was passiert nach dem ersten heißen Wochenende?
In der zweiten Septemberwoche wird die Entwicklung offener. Für den Zeitraum vom 7. bis 13. September sieht der DWD für Süddeutschland derzeit keine klar dominierende Temperaturkategorie. Die Wahrscheinlichkeit beträgt rund 35 Prozent für eine kühlere, 37 Prozent für eine normale und 28 Prozent für eine wärmere Woche.
Das passt auch zur mittelfristigen Wetterprognose. Bereits ab Montag, 7. September, können in der Mitte und im Süden Deutschlands Schauer und teils kräftige Gewitter auftreten. Die Temperaturen erreichen im Süden zunächst dennoch 25 bis 30 Grad.
Für die Zeit vom 8. bis 10. September bezeichnet der DWD die Wetterentwicklung ausdrücklich als sehr unsicher. Grundsätzlich wird mit wechselhafterem Wetter und einzelnen Schauern und Gewittern gerechnet. Im Süden soll es zunächst sehr warm bleiben, zur Wochenmitte könnten die Temperaturen aber allmählich zurückgehen.
Zweite Septemberhälfte könnte wieder wärmer ausfallen
Interessant ist der längerfristige Temperaturtrend. Für die Woche vom 14. bis 20. September steigt die Wahrscheinlichkeit für überdurchschnittlich warme Verhältnisse in Süddeutschland auf rund 42 Prozent. Etwa 35 Prozent entfallen auf normale und 23 Prozent auf kühlere Temperaturen.
Noch ausgeprägter ist das Wärmesignal für die Woche vom 21. bis 27. September. Hier liegt die Wahrscheinlichkeit für eine wärmere Woche bei rund 46 Prozent. Für normale und kühlere Bedingungen werden jeweils nur etwa 27 Prozent angegeben.
Eine neue Hitzewelle lässt sich daraus allerdings nicht ableiten. Solche Klimavorhersagen können einige Wochen im Voraus lediglich zeigen, ob eine Woche wahrscheinlich wärmer, kälter, trockener oder feuchter als im langjährigen Vergleich ausfällt. Ob beispielsweise an einem bestimmten Septembertag in Stuttgart, Karlsruhe oder Freiburg noch einmal 30 Grad erreicht werden, lässt sich daraus nicht seriös bestimmen.
Hinzu kommt, dass die Vorhersagegüte mit zunehmendem Zeitraum abnimmt. Während der DWD die Temperaturprognose für die ersten beiden betrachteten Wochen noch mit einer grünen Ampel kennzeichnet, sinkt die Vorhersagegüte danach zunächst auf Gelb und für die Woche vom 21. bis 27. September auf Rot.
Wird der September trocken oder regnerisch?
Noch unsicherer ist die Entwicklung beim Regen. Für die Woche vom 31. August bis 6. September liegt die klimatologisch normale Niederschlagssumme in Süddeutschland zwischen 10 und 24 Litern pro Quadratmeter. Der DWD berechnet eine Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent für eine normale Niederschlagsmenge. 38 Prozent entfallen auf eine feuchtere und 17 Prozent auf eine trockenere Woche.
Für die Woche vom 7. bis 13. September ist eine überdurchschnittlich feuchte Woche mit 44 Prozent sogar die wahrscheinlichste Kategorie. Eine normale Niederschlagsmenge kommt auf 41 Prozent, eine trockenere Woche auf 15 Prozent.
Danach ändern sich die Signale erneut. Vom 14. bis 20. September ist mit 48 Prozent eine trockenere Woche am wahrscheinlichsten. Eine Woche später gibt es dagegen praktisch kein eindeutiges Signal mehr.
Diese Zahlen sollten allerdings besonders vorsichtig interpretiert werden: Der DWD kennzeichnet die Vorhersagegüte der Niederschlagsprognosen in allen dargestellten Septemberwochen mit Rot. Eine belastbare Aussage, ob Baden-Württemberg einen insgesamt trockenen oder nassen September bekommt, lässt sich daraus derzeit also nicht ableiten.
