Angriffe befürchtet
: Universitäten im Südwesten gehen wegen Sicherheitslücken offline

Sicherheitslücken legen am Mittwoch die Webseiten mehrere Universitäten in Baden-Württemberg lahm – auch weitere Einrichtungen sind betroffen. Offenbar werden Angriffe befürchtet.
Von
Michael Bosch
Stuttgart
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KI-Symbolbild: Ein Messebesucher geht an einem Leuchtdisplay auf der Messe Cebit vorbei. (zu dpa: «Trump sorgt für Boom bei slowenischen .si-Domains»)

Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP haben am Mittwoch unter anderem Unis im Südwesten gezwungen, ihre Seiten offline zu nehmen (Symbolbild).

Peter Steffen/dpa
  • Sicherheitslücken in PHP legen am Mittwoch Uni-Webseiten im Südwesten lahm.
  • Freiburg, Heidelberg und Tübingen nahmen Seiten offline – teils nur Störungsmeldung sichtbar.
  • Uni Stuttgart blieb erreichbar. CERT-EU warnte vor den Lücken.
  • PHP-Projekt kündigte für Mittwochnachmittag, 16 Uhr, Sicherheitsupdates an.
  • Auch Wiki-, Verlagsseiten und die Rechnungssoftware easybill waren am Mittwoch nicht erreichbar.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Wegen eklatanter Sicherheitslücken und der Gefahr von Hackerangriffen sind an diesem Mittwoch offenbar einige Webseiten vorsorglich offline genommen worden. Betroffen waren unter anderem die Internetauftritte der Universitäten Freiburg und Heidelberg. Auch die Hochschulen in Tübingen und Ulm sowie das KIT in Karlsruhe waren nicht am Netz. Das galt auch für die Seite der Uniklinik in Freiburg. Offenbar wackelt weltweit das Fundament zahlreicher Webseiten und Onlinedienste.

Während die Seiten der Unis Heidelberg, Tübingen und Ulm überhaupt nicht erreichbar waren, war auf der der Uni Freiburg lediglich eine Störungsmeldung sichtbar. Dort heißt es: „Aufgrund kurzfristig bekannt gewordener Sicherheitslücken in der weit verbreiteten Programmiersprache PHP müssen am heutigen Mittwoch, 21. Oktober 2026, vorsorglich verschiedene Websites und zentrale Dienste der Universität Freiburg abschaltet werden.“

Offenbar konnten einige Studierende und Uni-Mitarbeiter im Land aber auch wie gewohnt surfen. Die Seite der Uni Stuttgart war beispielsweise weiterhin erreichbar.

Sicherheitslücken sollen geschlossen werden

Das PHP-Projekt, das für die Sicherheit der Umgebung zuständig ist, hat für Mittwochnachmittag, 16 Uhr, Updates angekündigt, mit denen die Lücken geschlossen werden sollen. PHP ist eine Programmiersprache, auf der ein Großteil des gesamten Internets basiert – von einfachen Blogs über große Nachrichtenportale bis hin zu komplexen Onlineshops und Content-Management-Systemen wie WordPress.

Unter anderem hatte auch der Cybersicherheitsdienst der EU (CERT-EU) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor den Sicherheitslücken gewarnt. Auf der Seite der Uni Freiburg hieß es, dass vermutlich neben Universitäten auch andere „Organisationen“ betroffen seien. Laut netzwelt.de haben beispielsweise verschiedene Wiki- und Verlagsseiten ihre Webseiten am Mittwoch ebenfalls offline genommen. Auch sei die cloudbasierte Rechnungssoftware easybill aktuell nicht erreichbar, heißt es.

Auch erste Kommunen, Behörden und Krankenhäuser haben auf die Warnungen reagiert. So hat beispielsweise die Landeshauptstadt Mainz vorsorglich mehrere städtische Internetdienste und ihr zentrales Webportal mainz.de vorübergehend abgeschaltet.

IT-Experten: Updates dringend einspielen

Für Betreiber von Webseiten, Onlineshops und digitalen Unternehmensplattformen gilt derzeit höchste Alarmbereitschaft. IT-Experten raten dringend dazu, sich unverzüglich mit den zuständigen Systemadministratoren, IT-Dienstleistern oder Webhosting-Anbietern in Verbindung zu setzen. Bereitgestellte Sicherheitsupdates für die PHP-Umgebung sowie für genutzte Systeme müssten ohne jeden Verzug eingespielt werden.

Für normale Internetnutzer besteht beim alltäglichen Surfen auf dem Smartphone oder PC zwar kein direkter Handlungsbedarf, da sich die Sicherheitslücke nicht auf den Endgeräten der Anwender befindet, sondern auf den Servern im Hintergrund. Dennoch können Verbraucher indirekt betroffen sein – etwa durch vorübergehende Ausfälle von Onlinediensten oder potenzielle Datenabflüsse auf nicht rechtzeitig geschützten Webseiten.

Mit Material von dpa.