Allerheiligen: Wo der 1. November ein Feiertag ist und was dahintersteckt

Ein häufiger Brauch zu Allerheiligen ist es, die Gräber der verstorbenen Angehörigen zu schmücken. (Symbolfoto)
Sven Hoppe/dpa- Allerheiligen am 1. November ist in Baden-Württemberg ein gesetzlicher Feiertag.
- Der Tag ehrt alle Heiligen; auch unbekannte Heilige werden nach kirchlicher Lehre gewürdigt.
- Feiertag gilt in BW, Bayern, NRW, Rheinland-Pfalz und Saarland – als „stiller“ Tag mit Tanzverbot.
- In BW gilt das Tanzverbot von 3 Uhr nachts bis Mitternacht, laute Musik ist untersagt.
- Allerseelen am 2. November gedenkt der Verstorbenen; Bräuche erfolgen oft schon an Allerheiligen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Am 1. November feiern vor allem katholische Christen Allerheiligen. In Baden-Württemberg ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag. Das gilt allerdings nicht für ganz Deutschland. Zudem gibt es an Allerheiligen besondere Regeln, etwa ein Tanzverbot.
Der Anlass des Allerheiligenfestes findet sich bereits in seinem Namen: An diesem Tag gedenken vor allem katholische Christen ihrer Heiligen.
“Doch an Allerheiligen werden nicht nur bekannte Heilige geehrt, sondern auch unbekannte, deren Heiligkeit nur Gott sieht. Denn heilig ist und wird nicht nur, wer jederzeit vorbildlich lebt und einen aufsehenerregenden Märtyrertod stirbt. Grundsätzlich ist jeder Mensch dazu berufen, heilig zu leben“, schreibt das Erzbistum Köln auf seiner Homepage.
2026 fällt Allerheiligen auf einen Sonntag. Für die meisten Arbeitnehmer bedeutet der Feiertag deshalb keinen zusätzlichen freien Tag. Doch was wird an Allerheiligen eigentlich gefeiert, wo ist der 1. November gesetzlich geschützt und welche Bräuche gehören dazu? Wir haben die Geschichte des Feiertags zusammengefasst.
Geschichte von Allerheiligen
Ein Fest für alle Heiligen gibt es bereits seit dem 4. Jahrhundert. Der „Herrentag aller Heiligen“ wurde zu dieser Zeit am Sonntag nach Pfingsten gefeiert. In der griechisch-orthodoxen Kirche findet er heute noch an diesem Tag statt.
Papst Bonifatius IV. hingegen legte das Fest für die westliche Kirche im 7. Jahrhundert auf den Freitag nach Ostern.
Der heute bekannte 1. November setzte sich erst später durch. Ab dem 8. Jahrhundert wurde dieser Termin zunächst in Irland begangen. Im Laufe der Zeit verbreitete er sich weiter. Im Jahr 835 bestimmte Papst Gregor IV. den 1. November als Festtag für Allerheiligen in der westlichen Kirche.
In welchen Bundesländern ist Allerheiligen ein Feiertag?
Einzig in den katholisch geprägten deutschen Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist der 1. November ein gesetzlicher Feiertag. Es handelt sich in diesen Bundesländern sogar um einen sogenannten „stillen“ Feiertag: Es gilt ein Tanzverbot. Es dürfen demnach keine öffentlichen Tanzveranstaltungen stattfinden und auch laute Musik ist verboten.
In Baden-Württemberg gilt das Verbot ab 3 Uhr nachts und hält bis Mitternacht an. Diese Regelung soll dazu dienen, den ernsten Charakter des Gedenktages zu wahren.
Was ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen?
Am 2. November, dem Tag nach Allerheiligen, wird Allerseelen gefeiert. Während an Allerheiligen am 1. November aller Heiligen gedacht wird, steht in der katholischen Kirche am 2. November bei Allerseelen das Gedenken an die Verstorbenen im Mittelpunkt.
Die Einführung von Allerseelen geht auf Abt Odilo von Cluny zurück. Er führte den Gedenktag im Jahr 998 in den ihm unterstellten Klöstern ein.
Zu den traditionellen Bräuchen gehört es, die Gräber verstorbener Angehöriger zu besuchen, Kerzen aufzustellen und die Gräber segnen zu lassen.
Da Allerseelen in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag ist, werden diese Bräuche häufig bereits an Allerheiligen gepflegt. Deshalb verbinden viele Menschen den 1. November heute vor allem mit Friedhofsbesuchen und dem Gedenken an verstorbene Familienmitglieder.
Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel erschien erstmals am 1. November 2024 und wurde aufgrund der aktuellen Relevanz aktualisiert.