In psychiatrischer Klinik untergebracht: 65-Jähriger schießt in Simmersfeld auf Gebäude

Einsatzkräfte rückten am Donnerstagabend wegen Schüssen auf ein Wohngebäude aus. (Symbolfoto)
Bernd Weißbrod/dpa- In Simmersfeld schoss ein 65-Jähriger aus seiner Wohnung auf ein Wohngebäude.
- Der Notruf ging kurz nach 21 Uhr am Donnerstag, 13. August, ein.
- Verletzt wurde niemand, eine Glasscheibe im gegenüberliegenden Gebäude zerbrach.
- Spezialkräfte nahmen den Mann vor Mitternacht fest – die mutmaßliche Waffe wurde gesichert.
- Der Haftrichter ordnete wegen Verdachts des versuchten Totschlags die Unterbringung in einer Klinik an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kurz nach 21 Uhr ging am Donnerstag, 13. August, ein Notruf bei der Polizei ein. Demnach soll ein Mann gedroht haben, sich selbst und eine weitere Person mit einer Schusswaffe zu verletzen. Mehrere Streifenbesatzungen fuhren daraufhin zum Einsatzort in Simmersfeld.
Noch vor dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte soll aus der Wohnung des Tatverdächtigen ein Schuss auf ein gegenüberliegendes Gebäude abgegeben worden sein. Dabei wurde eine Glasscheibe beschädigt. In dem betroffenen Raum befand sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe niemand.
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. Neben Kräften der Schutz- und Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Pforzheim waren auch Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz vor Ort. Vor Mitternacht konnten Spezialkräfte den 65-Jährigen widerstandslos vorläufig festnehmen.
Bei den anschließenden Ermittlungen wurde am Tatort die mutmaßliche Tatwaffe sichergestellt. Nach Angaben der Ermittler soll der Mann die Waffe legal besessen haben.
Unterbringung in psychiatrischer Klinik
Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich dringende Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung des Beschuldigten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen wurde der 65-Jährige am Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vorgeführt. Dieser erließ wegen des Verdachts des versuchten Totschlags einen Unterbringungsbefehl und setzte ihn in Vollzug.
Der 65-Jährige wurde anschließend in die forensische Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses eingewiesen.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Calw und der Staatsanwaltschaft Tübingen dauern an. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie es genau zu der Schussabgabe kam und welches Motiv dahinterstand.