WFV-Pokal der Frauen: Eutingen will Geschichte schreiben – Pokaltraum lebt, DFB-Pokal gesichert

Der SV Eutingen (in Weiß) konnte im Halbfinale des WFV-Pokals den FSV Waldebene Stuttgart mit 2:1 bezwingen.
Thomas FritschSV Eutingen – VfB Stuttgart II (Donnerstag, 16 Uhr). Der Feiertag ist in Eutingen nicht nur ein gesellschaftlicher, sondern in diesem Jahr vor allem ein fußballerischer Höhepunkt. Die Frauen des SV Eutingen stehen erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale des WFV-Pokals.
Damit ist das Endspiel gegen den VfB Stuttgart II das bislang größte Ereignis in der Geschichte des Eutinger Frauenfußballs. Zudem steht bereits fest, dass der SVE in der kommenden Saison im DFB-Pokal antreten wird, da zweite Mannschaften dort nicht startberechtigt sind.
Der gesamte SV Eutingen bereitet sich seit Montag intensiv auf das sportliche Top-Event vor und richtet rund um das Finale ein Sportfest aus, um einen würdigen Rahmen zu schaffen und auch den Gästen aus Stuttgart gerecht zu werden.
Der Sieg ist das Ziel
Sportlich treffen zwei Überraschungsteams der Verbandsliga aufeinander. Beide haben auf dem Weg ins Finale höherklassige Gegner ausgeschaltet und sich durch individuelle Qualität ausgezeichnet. In der Liga stehen sie nicht ohne Grund an der Spitze.
In der laufenden Saison trafen beide Teams bereits zweimal aufeinander, jeweils mit dem besseren Ende für den VfB Stuttgart II. Eutingens Trainer Dominik Rakoczy blickt dennoch selbstbewusst voraus: „Dreimal in einer Saison verlieren wir gegen den VfB nicht.“
Eutinger Formstärke
Während Stuttgart zuletzt etwas an Stabilität eingebüßt hat, überzeugte Eutingen mit starken Auftritten gegen formstarke Gegner im Abstiegskampf.
Auch die Derbys gegen den TSV Frommern und den SV Musbach sowie der Halbfinalsieg gegen den FSV Waldebene Stuttgart Ost (2:1) unterstreichen die aktuelle Formstärke.
Der SVE geht somit gut vorbereitet in das bisher größte Finale der Vereinsgeschichte. „Wir haben die Chance, eine gute Saison noch zu einer sehr guten zu machen. Klar ist, dass alles bei uns passen muss, wollen wir eine Chance gegen Stuttgart haben. Aber wir kennen den Gegner und wissen auch um seine Stärken und Schwächen. Aber Fakt ist auch – man macht Sport genau wegen solchen Momenten, um Titel zu holen. Und genau das wollen wir“, zeigt sich Eutingens Dominik Rakoczy entschlossen.
Die Spannung steigt
Auch auf Stuttgarter Seite ist der Respekt groß. Co- und Torwarttrainer Marc Nicolai Schlecht sagt: „Wir freuen uns sehr auf das Finale. Es ist etwas ganz Besonderes. Wir haben mehrere höherklassige Gegner ausgeschaltet und stehen ebenso wie der SV Eutingen völlig verdient im Finale. Dort treffen die beiden besten Mannschaften der Verbandsliga aufeinander, was an sich schon viel Spannung verspricht. Zudem sind es zwei spielerisch starke Teams. Wir haben großen Respekt vor Eutingen und sehen uns keinesfalls in der Favoritenrolle. Die bisherigen Duelle konnten wir zwar für uns entscheiden, sie waren aber alle sehr eng“, betont Schlecht die Ausgangslage.
Er verweist zudem auf die besondere Bedeutung der Partie und die gute Form beider Teams im Saisonverlauf. „Wir, also Cheftrainer Alexander Hofstetter und ich, erwarten ein ausgeglichenes, spannendes Spiel vor einer tollen Kulisse und können es kaum erwarten, dass es losgeht. Vor wenigen Tagen haben wir die Meisterschaft in der Verbandsliga und damit den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht. Diesen Schwung wollen wir nun ins Finale mitnehmen. Wir sind gut vorbereitet. Ganz egal, wie das Spiel ausgeht, gratulieren wir dem SV Eutingen schon jetzt zu einer tollen Saison und dem sicheren Einzug in den DFB-Pokal“, fügt der Stuttgarter abschließend hinzu.
Weitere Spiele
Der SV Eutingen veranstaltet am Donnerstag, 14. Mai, die WFV-Pokalfinalspiele der Jugend. Folgende Finalspiele sind geplant: Um 11 Uhr starten die C-Juniorinnen mit der Begegnung SGM Satteldorf/Untermünkheim – VfB Stuttgart.
Um 13.30 Uhr folgen die B-Juniorinnen ebenfalls mit den Teams SGM Satteldorf/Untermünkheim und dem VfB Stuttgart.