Vorletzter Test
: HBW erkämpft ein Remis

Noch zwei Wochen, dann geht es für Balingen-Weilsteten wieder um Punkte. Im Spiel gegen Schaffhausen bewies das Flohr-Team am Samstag Comeback-Qualitäten.
Von
Ulrich Mußler
Oberndorf
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Magnus Grupe (am Ball) gab am Samstag im Testspiel gegen die Kadetten Schaffhausen sein Comeback im HBW-Trikot.

Beytullah Kara

Zwei Wochen vor dem Saisonstart hat sich Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten am Samstagabend vom Schweizer Serienmeister Kadetten Schaffhausen nach 60 Minuten 29:29 (15:16) getrennt. Die Zuschauer in der Kreissporthalle in Schramberg-Sulgen sahen ein intensives Duell, in dem Kadetten über weite Strecken die Nase vorne hatten – ihre höchste Führung betrug beim 24:20 vier Treffer Differenz. „Dass sich die Mannschaft danach aufbäumt und den Rest des Spiels nicht über sich ergehen lässt, obwohl es wirklich nicht unser Tag war und die Abläufe nicht gepasst haben, war gut zu sehen“, sagte HBW-Coach Matti Flohr. „Dass wir noch das Unentschieden erreicht haben, spricht für die Mentalität der Mannschaft.“

Grupe und Fügel zurück

Erfreulich beim Team von Trainer Matti Flohr, die Liste der Ausfälle hat sich in den vergangenen Tagen doch verschlankt. Nachdem Yonatan Dayan bereits am Dienstagabend beim 40:21-Testspielerfolg gegen den TSV St. Otmar St. Gallen in Meßkirch zum ersten Mal ins HBW-Trikot geschlüpft war, feierten gegen Schaffhausen Spielmacher Magnus Grupe, den eine Wadenverletzung mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt hatte, und Rechtsaußen Elias Fügel nach einer Knieverletzung ihre Rückkehr auf die Platte. Verzichten mussten die „Gallier“ auf Elias Huber (Reha nach Knie-OP), Mex Raguse (krank) und auf Youngster Bennet Strobel. Der Kreisläufer steht mit der deutschen U19-Nationalmannschaft im Endspiel der Weltmeisterschaft. Grupe traf gegen den Schweizer Serienmeister, Fügel netzt zweimal ein.

Kadetten übernehmen Kommando

Der HBW erwischte den besseren Start und warf sich bis Mitte der ersten Halbzeit einen 8:5-Vorsprung heraus. Dann aber übernahmen die Kadetten, für die der Schweizer Nationalspieler Luka Maros (6) am häufigsten traf, das Kommando auf der Platte. „Wir haben in der Abwehr nicht den Zugriff über die kompletten langen Schaffhauser Angriffssequenzen gefunden und hatten auch im Angriff nicht die richtige Konsequenz“, sagt Flohr. Die Kadetten wendeten das Blatt und führten zur Pause knapp mit 16:15.

Zwar glich Balingen-Weilstetten nach der Pause zum 16:16 aus, dann aber setzten sich die Schweizer wieder etwas ab. Der HBW kam wieder heran, lag kurz vor dem Ende aber noch mit 27:29 im Hintertreffen. Doch Tobias Heinzelmann verkürzte auf 28:29 und Georg Pöhle sorgte noch für den 29:29-Endstand.

Finaler Test gegen Pfadi

Einen letzten Test, ehe es am Freitag, 29. August, bei Erstliga-Absteiger VfL Potsdam zum ersten Mal um Punkte in der Saison 2025/26 geht (20 Uhr, MBS-Arena), bestreiten die „Gallier“ am kommenden Donnerstag in der Balinger Mey-Generalbau-Arena. Gegner ist dann mit Pfadi Winterthur erneut ein Schweizer Erstligist (Anpfiff: 18 Uhr). Bis dahin gilt es für das Flohr-Team, die Abläufe zu festigen. „Jetzt geht es noch um die Zahl der Wiederholungen und die Detailarbeit, um das nächsthöhere Niveau zu erreichen“sagt Flohr.

Statistik

HBW Balingen-Weilstetten: Kornecki, Nagy; Ruggiero-Matthes (5), Dayan (1), Grupe (3), Fuß (2), Grüner, Wente, Fügel (2), Heinzelmann (3), Pfattheicher (3/3), Leimeter (4), Pöhle (4), Bauer (2).

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