Vollmaringen gegen Gündringen
: Markus Bradtke, Michele Klarner und die besondere Konstellation im Derby

Vollmaringen gegen Gündringen: Das ohnehin schon brisante Derby geht dieses Mal in einer besonders spannenden Konstellation über die Bühne. Beide Teams müssen weiter punkten.
Von
Pascal Kopf
Oberndorf
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Der Blick von Markus Bradtke richtet sich auf die Begegnung am Sonntag beim SV Vollmaringen. Mit dem SVV schaffte er es von der Kreisliga B bis zum Klassenerhalt in der Bezirksliga. Seit der Winterpause ist er beim SV Gündringen im Amt.

Eibner-Pressefoto/Daniele La Roc

„Das ist Rot gegen Blau, das ist immer besonders“, sagt Michele Klarner vor dem Aufeinandertreffen zwischen Vollmaringen und Gündringen (Sonntag, 15 Uhr). Für ihn ist es das erste Derby dieser Art seit dem 26. März 2023 – damals gegewann der SVG mit 1:0 in Vollmaringen.

Gegen einen solchen Ausgang hätte Markus Bradtke mit Sicherheit nichts einzuwenden. Für ihn liegt die direkte Beteiligung am renommierten Lokalkampf noch deutlich länger zurück. Am 19. März 2017 erlebte er einen 1:0-Sieg des SVV, der ihn damals noch zum Jubeln brachte. Schließlich trainierte Bradtke die Vollmaringer jahrelang und erlebt das Duell nun erstmals in Diensten der Gündringer. „Das Derby war immer schön. Früher hat man drei Wochen vorher schon darüber gesprochen, heute nehme ich es etwas anders wahr. Wir werden am Sonntag sehen, wie es wird.“

Beide Teams gut in Form

Sportlich ist die Bedeutung der Partie für beide Vereine durchaus groß. Im Abstiegskampf der Kreisliga A3 werden Punkte benötigt – und zuletzt auch gesammelt. Vollmaringen holte neun von neun möglichen Punkten in 2026, Gündringen deren sechs von sechs. „Beide Mannschaften haben es mit den Siegen geschafft noch andere Teams mit in den Abstiegskampf zu ziehen. Bis Egenhausen darf sich keiner zu sicher fühlen“, so Bradtke.

Spannederweise folgte Klarner in Vollmaringen einst auf Bradtke, als es diesen zur SG Vöhringen zog. Nun steht man sich wieder gegenüber. Klarner prognostiziert: „Es wird ein 50:50-Spiel und sicher sehr kampfbetont. Keiner wird dem anderen ins offene Messer laufen wollen. Markus kennt uns gut.“

Lob für Paul und Max Riexinger

Dieser betont: „Es sind noch ein paar Spieler dabei, mit denen ich eine richtig geile Zeit erlebt habe.“ Besonders Respekt hat er vor einem Brüder-Duo, namentlich Paul und Max Riexinger. „Paul ist aktuell, was Manuel Teufel damals für Gündringen war. Max kenne ich aus meiner Zeit am DFB-Stützpunkt. Beide gehören fußballerisch eigentlich nicht in diese Liga.“ Fünf der acht Tore in diesem Jahr gehen auf das Konto der beiden.

Personell kann die Klarner-Elf bis auf den gesperrten Nicolas Schach aus dem Vollen schöpfen. Der Coach bekennt: „Wir rechnen uns auf heimischem Platz natürlich etwas aus.“ Etwas dezimierter kommen die Gündringer daher, die auch beim 2:1-Erfolg am vergangenen Wochenende zwei Ausfälle erlitt. Bradtke sagt: „Es wird extrem schwierig für uns. Ich würde Stand heute einen Punkt sofort unterschreiben.“

Mit „Spaß und Glaube“ zum Erfolg

Im Falle eines Remis würden beide Siegesserien reißen. Bradtke hofft, dass beiden Teams der Klassenerhalt gelingt. Und Klarner, der mit dem Team nun schon fast so viele Punkte geholt hat, wie bis zur Winterpause gesammelt wurden, meint: „Ich wusste ja, was in der Mannschaft steckt. Es galt den Spaß und Glaube zurück zu bringen. Neun Punkten waren nicht unbedingt zu erwarten. Wir wollen jetzt aber dran bleiben.“

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