Fußball Bundesliga
: Lange in Unterzahl: VfB Stuttgart stolpert auch in Kiel

Der VfB Stuttgart gewinnt auch nicht bei Aufsteiger Holstein Kiel. In Unterzahl trotzt das Team immerhin dem unglaublich effizienten Steven Skrzybski.
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red/SID
Stuttgart
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  • VfB kommt bei Holstein Kiel nicht über ein 2:2 hinaus.

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  • Trainer Sebastian Hoeneß - gegen Holstein Kiel muss dringend ein Sieg her.

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  • Marcel Rapp, Trainer von Holstein Kiel, vor Spielbeginn.

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  • Vor dem Anpfiff begrüßen sich die Trainer Sebastian Hoeneß und Marcel Rapp.

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  • In der 15. Minute bringt Jamie Lewelling sein Team in Führung.

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  • Mit ihm jubeln seine Mannschaftskameraden.

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  • Doch die Freude währte nicht lange. In der 30. Minute glich Kiels Stürmer Steven Skrzybski zum 1:1 aus.

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  • Armin Gigovic (Kiel) im Duell mit Jamie Leweling (VfB).

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  • Zur Halbzeit stand es 1:1 gegen Kiel - das hatten sich sowohl die Fans als auch die Mannschaft anders vorgestellt.

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  • Und es kam noch schlimmer. Zu Beginn der zweiten Halbzeit jubelte erneut Holstein Kiel. In der 46. Minute erhöhte Steven Skrzybski auf 2:1.

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  • Als wäre das nicht schon schlimm genug, sah Leonidas Stergiou in der 52. Minute die Rote Karte und musste das Spielfeld verlassen.

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  • Doch zum Glück war das Spiel noch nicht entschieden. In Unterzahl erzielte Ermedin Demirović in der 55. Minute mit einem starken Abschluss das 2:2 für den VfB Stuttgart.

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  • Enzo Millot (r.) freut sich mit Teamkollege Demirovic über den Anschlusstreffer.

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  • Die mitgereisten VfB-Fans unterstützten ihre Mannschaft tatkräftig und lautstark.

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  • Nicolai Remberg (l.) im Zweikampf mit Maximilian Mittelstädt.

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Kein Ende der schwäbischen Schwächephase: Der VfB Stuttgart droht mehr und mehr den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu verlieren. Auch beim Abstiegskandidaten Holstein Kiel kam der Vizemeister nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und verpasste erneut den 800. Bundesligasieg in der Vereinshistorie. In Unterzahl bewiesen die Stuttgarter aber große Moral. 

Jamie Leweling (15.) brachte den ersatzgeschwächten VfB sehenswert in Führung, Ermedin Demirovic (55.) traf nach dem Seitenwechsel. Dem bestens aufgelegten Steven Skrzybski, der in der zweiten Hälfte nur neun Sekunden für sein Tor benötigte, gelang für die Kieler ein Doppelpack (30./46.). VfB-Verteidiger Leonidas Stergiou sah nach einer Notbremse die Rote Karte (52.). 

Den Stuttgartern, denen in einer wichtigen Saisonphase etwas die Luft auszugehen scheint, gelang damit nur ein Sieg in der vergangenen sieben Bundesligaspielen. Kiel hingegen muss sich nach dem Remis gegen einen geschwächten Gegner über einen verpassten Befreiungsschlag im Tabellenkeller ärgern. 

VfB musste auf sechs Innenverteidiger verzichten

Auf stolze sechs Innenverteidiger musste Trainer Sebastian Hoeneß im hohen Norden verzichten - und er reagierte kreativ auf die argen Personalprobleme: Die beiden gelernten Außenverteidiger Leonidas Stergiou und Ramon Hendriks bildeten gemeinsam mit dem eigentlichen Sechser Angelo Stiller die Dreierkette des VfB.

Kiel startete mit dem ersten Auswärtssieg der Bundesliga-Historie im Rücken (1:0 bei Union Berlin) selbstbewusst in die Partie und näherte sich mehrfach vielversprechend dem Stuttgarter Tor. Der erste Treffer fiel dennoch auf der Gegenseite. Leweling veredelte eine starke Vorarbeit von Enzo Millot aus halbrechter Position zur glücklichen Führung.

Ein Klassenunterschied war auch im Anschluss nicht zu erkennen - und nach einer knappen halben Stunde offenbarte die schwäbische Notabwehr erstmals folgenschwere Mängel. Skrzybski nutzte eine unfreiwillige Kopfball-Vorarbeit des VfB-Verteidigers Hendriks nach einem Einwurf eiskalt aus.

Stuttgart verteidigte leidenschaftlich

Das 1:1 hatte im Anschluss Bestand - allerdings nur bis sehr kurz nach Wiederanpfiff. Gerade einmal neun Sekunden brauchte Skrzybski, um mit seiner herrlichen Bogenlampe aus rund 20 Metern den etwas zu weit vorne platzierten VfB-Keeper Alexander Nübel zu überrumpeln. Für Skrzybski war es der sechste Treffer in den vergangenen fünf Einsätzen, seine letzten sechs Torschüsse fanden allesamt den Weg ins gegnerische Gehäuse. 

Und es kam noch bitterer für die Stuttgarter Rumpfabwehr. Skrzybski luchste dem unaufmerksamen Stergiou den Ball ab und war vom VfB-Verteidiger nur durch eine Notbremse zu stoppen. Nübel lenkte den folgenden Freistoß von Shuto Machino an die Latte - und durfte wenig später über Demirovics Ausgleich aus dem Nichts jubeln. Nick Woltemade hatte den eingewechselten Stürmer mustergültig bedient. Stuttgart verteidigte leidenschaftlich.

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