TUS Ergenzingen
: Für Lennart Weipert ist die Torschützen-Krone nicht das Wichtigste

Der TUS Ergenzingen ist Meister der Bezirksliga und sportliche Heimat des Torschützenkönigs der Saison 24/25 Lennart Weipert. Doch: Zuerst kommt die Mannschaft, dann die Krone.
Von
Jannis Jäger
Oberndorf
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Lennart Weipert in Aktion

Eibner-Pressefoto/Florian Schust

Mit 27 Toren kürte sich in der vergangenen Bezirksliga-Saison Lennart Weipert vom TUS Ergenzingen zum Torschützenkönig. Sich selbst und seiner Mannschaft setzte er damit ein Denkmal für eine denkwürdige Spielzeit.

Weiperts Freude über seine Leistung ist – verständlicherweise – ungebrochen groß. „Ein schöner Abschluss“ sei sein Torrekord, erklärt der Stürmer im Gespräch mit der Redaktion.

Nicht allzu lange ist es her, genauer gesagt es war die Rückrunde der Saison 23/24, da fiel Weipert aus, verletzt. Dass er nun diesen persönlichen Rekord feiern kann, ist die Geschichte einer wohl sehr erfolgreichen Regeneration.

Wichtig ist der Erfolg der Mannschaft

„Ich hab immer im Sturm gespielt“, erzählt Weipert, „und ich bin ein absoluter Kopfmensch. Wenn ich das Selbstvertrauen habe, dann weiß ich dass ich treffe.“

Dementsprechend setzte er sich schon zu Beginn der nun so erfolgreich verlaufenen Saison 24/25 ein Ziel, das damals als ambitioniert gegolten hat. „Mein Ziel war es, mehr als 20 Tore zu schießen“, erklärt er, „und das erste Tor gegen Eutingen war dann ein guter Start.“ Der richtige Lauf begann dann mit der Rückrunde. Ob es Tore gab, die ihm nun in der Rückschau denkwürdig erscheinen? Weiperts schnelle Antwort: „Der Doppelpack gegen Althengstett.“

Das war Ende April, der SV Althengstett zu Gast im Breitwiesenstadion, und Weiperts Team trug den Sieg davon, 2:1, dank zweier Tore des Stürmers – jeweils eins pro Halbzeit.

„Dann lief es richtig“, erklärt Weipert. In den folgenden acht Spielen schoss er zwölf Tore. In der Hälfte der Partien bis zum Ende der Saison traf er ab da mehrfach.

Doch den Ruhm wischt er im Gespräch erst einmal beiseite. „Das Team steht im Vordergrund.“ Ein Statement das leicht als wohlfeil abgetan werden könnte. Und natürlich: Welcher Stürme könnte sich schon großer Leistungen rühmen, dem nicht sein Team zuarbeitet. Doch es ist Weiperts erste, unumwundene Antwort: Wie fühlt es sich an Torschützenkönig zu sein? „Sehr gut. Aber es ist ein Bonus. Wichtiger waren die Meisterschaft und der Aufstieg.“

Als nächstes: erfolgreich in der Landesliga

Und noch etwas anderes spricht dafür, dass es keine Eitelkeit ist, mit der Weipert aus seiner Torschützenkönigskrone eine schöne Fußnote macht.

Denn für die nächste Saison hat er sich nicht vorgenommen noch einmal 20 Tore zu schießen – oder gar 30. Sein Ziel für das was kommt ist der Mannschaftserfolg.

„Wir haben schon einmal Landesliga gespielt“, erinnert er sich, „Leider aber nicht so gut.“ Was er sich also für die nächste Saison vorgenommen hat ist seinen Beitrag zu leisten, um dem TUS Ergenzingen einen guten Start und eine erfolgreiche Zeit in der Landesliga zu ermöglichen. Und den Klassenerhalt möglich zu machen.

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