Triathlon in und um Nagold
: Bei der zweiten Auflage wird der Streckenrekord pulverisiert

Während beim Nordschwarzwald-Triathlon bei den Männern ein neuer Streckenrekord aufgestellt wurde, fiel die Entscheidung bei den Frauen erst auf der Laufstrecke.
Von
Christian Lenk
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Insgesamt waren am Wochenende rund 700 Starter bei der zweiten Auflage des Nordschwarzwald-Triathlons dabei.

Erwin Wasserbauer

Pünktlich um 6.30 Uhr ging es am Sonntagmorgen in der Nagoldtalsperre mit der ersten Disziplin – 3,8 Kilometern Schwimmen – los. 165 Starterinnen und Starter begaben sich bei noch recht kühlen Außentemperaturen von rund 10 Grad ins kühle Nass.

Bei den Damen sah es nach dem Schwimmen bereits nach einer deutlichen Angelegenheit aus, denn Anna-Maria Melzer vom Team Nikar Heidelberg stieg bereits nach 1:02:08 Stunden aus dem Wasser. Sie hatte bereits ein Zeitpolster von sieben Minuten auf die ärgste Verfolgerin Susanne Griepentrog (SV Bayreuth) und sogar knapp zehn Minuten auf Eva Herbold (LCO Edenkoben).

Entscheidung beim Laufen

Während Griepentrog auf der Radstrecke durchgereicht wurde, schob sich Herbold aber immer näher an die Führende heran und konnte sich sogar auf den letzten der insgesamt 180 Radkilometer an der bis dahin führenden Melzer vorbeischieben. 45 Sekunden trennten die beiden Führenden eingangs des letzten Wechsels auf die Marathondistanz. Auf den abschließenden 42,195 Kilometer in und um Nagold war dann Melzer die klar Bessere. Schnell hatte sie die Führung wieder und enteilte fast zusehends mit jedem Schritt. Nach einer Marathonzeit von 3:15:45 Minuten war Melzer schließlich die erste Frau mit einer Gesamtzeit von 10:01:27 Stunden im Ziel.

Tübingerin auf Rang drei

Damit sicherte sich Melzer neben dem Gesamtsieg auch den deutschen Meistertitel bei der Altersklasse W30. Herbold musste sich nach 10:20:05 Stunde mit Gesamtrang zwei begnügen und wurde ebenfalls Deutsche Meisterin bei der W40. Sarah Becker vom Post-SV Tübingen sicherte sich Rang drei in 10:34:59 Stunden und wurde hinter Melzer Deutsche Vizemeisterin der W30.

Anna-Maria Melzer gewann das Frauen-Rennen.

Foto: Wasserbauer

Weit weniger spannend, dafür aber umso hochklassiger, gestaltete sich das Rennen der Herren. Der Vorjahreszweite Max Menzel vom TSV Bayer 04 Leverkusen erwischte einen echten Sahnetag. 51.48 Minuten benötigte er für die 3,8 Kilometer im Wasser, in bärenstarken 4:22:29 Stunden bewältigte er die 180 Kilometer auf dem Rad und beim abschließenden Marathon stoppte die Uhr nach 2:54:39 Stunden.

Damit gewann Menzel in der Weltklassezeit von 8:12:32 Stunden, holte sich den Deutschen Meistertitel der Elite und verbesserte den Streckenrekord der letztjährigen Premiere um mehr als zwanzig Minuten. Platz zwei bei den Herren ging in 8:46:52 Stunden an den letztjährigen Dritten Timo Pippart vom KSV Kaunatal, der damit auch deutscher Meister der M40 wurde und sich gegenüber dem Vorjahr um neun Minuten steigerte. Als Gesamtdritter nach 8:52:23 Stunden und neuer Deutscher Meister der M25 finishte Philip Schleifer vom Soprema Team TSV Mannheim.

Erfolge für die Region

Bester Vertreter der Region waren die Hochdorferin Sophie Krenhardt, die nach ihrem Debüt über diese Distanz nun schon die zweite Langdistanz binnen nur sechs Wochen absolvierte und sich sogar gegenüber ihrer damaligen Zeit 13:37.38 Stunden um fast genau sieben Minuten auf 13:30:37 Stunden als Gesamt-Fünfzehnte steigerte.

Neuer Streckenrekord: Max Menzel

Foto: Wasserbauer

Erfreulich waren auch die Ergebnisse der männlichen Starter aus der Region. Der Waldachtaler Pascal Weigold belegte in 10:15:08 Stunden den 34. Gesamtrang. Debütant Jonas Vieth kam überglücklich nach 11:10:19 Stunden auf Platz 57 ins Ziel. Thorben Morlock aus Freudenstadt belegte Platz 91 in 12:45:03.

Gute Zeiten beim Sprint

Auch beim Sprinttriathlon am Samstag zeigten die regionalen Vertreter gute Leistungen. Benjamin Olivier Schäuffele vom Lauftreff Pfalzgrafenweiler schnappte sich in 59.43 Minuten Gesamtrang vier und den Sieg in der AK 25.

Als Gesamtfünfte bei den Damen holte Tanja Bangert (TV Baiersbronn-PhysioCycles) den Sieg bei der AK35 in 1:10:38 Stunden vor Lisa Rothfuß vom DLRG Loßburg (1:17:28 Stunden). Marcus Bangert als Sieger der AK 45 (1:02:03 Stunden) und David van Loo, der die AK 50 in 1:10:35 Stunden gewann, steuerten gleich zwei weitere Siege für den TV Baiersbronn-PhysioCycles bei.

Hier gab es mit Ken Steyerl bei der AK55 (1:24:57 Stunden) und Gundula Callies bei der AK65 (1:40:34 Stunden) auch zwei Nagolder Tagessiege.

Geschke auf Rang sechs

Beim Zeitfahr-Event über 100 Kilometer – dem NST100 – fuhr Stargast und Tour-de-France-Held Simon Geschke aus Freiburg in 2:45:24 Stunden auf Rang sechs. Den Sieg schnappte sich Stefan Schotte vom RV Waldmmössingen (2:22:03 Stunden). Der Baiersbronner Markus Rothfuss wurde Dritter (2:35:51 Stunden) und Tobias Zepf kam als Siebter nach 2:46.18 Stunden ins Ziel.

Nach nun zwei sehr gelungenen Auflagen des Nordschwarzwald-Triathlons mit mehr als 700 Teilnehmern bei der zweiten Auflage und der Klassifizierung als Deutsche Meisterschaft, steht bereits fest: Auch 2026 wird es eine Fortsetzung der Erfolgsgeschichte geben.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.