Tischtennis Aufstiegsspiele: SSV Schönmünzach II marschiert durch

Die erfolgreichen Schönmünzacher Spielerinnen (von links): Lena Walkenhorst, Nicole Gaiser, Trainer Andrzej Kaim, Melissa Bill, Betreuer Klaus Frey, Antonia Walkenhorst, Sara Müller, Leonie Müller und Betreuerin Julia Kaim.
Thomas HolzapfelNach zuletzt drei Meisterschaften in Serie (Landesliga Saison 2021/2022, Verbandsliga 2022/2023 und Verbandsoberliga 2023/2024) beendete man die Oberliga-Saison auf dem zweiten Platz und qualifizierte sich für die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga. Hier musste man sich am vergangenen Wochenende in Stuttgart der spielstarken Konkurrenz des Gastgebers DJK Sportbund Stuttgart und des TSV Gau-Odernheim erwehren.
Mit Erfolg: Bei zwei Siegen klappte es tatsächlich noch mit dem Durchmarsch in die Regionalliga. In der kommenden Saison geht es für den SSV II somit in der vierthöchsten Liga an den Start.
Nervosität war da
Den Schönmünzacher Frauen war im Auftaktspiel gegen den DJK Sportbund Stuttgart die Nervosität anzumerken. In einem reinen Nervenspiel schaukelten Nicole Gaiser und Antonia Walkenhorst wenigstens noch ihr Doppel zum wichtigen 1:1 nach Hause.
Etwas an Lockerheit fehlte es auch noch bei Leonie Müller, die sich nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand gegen Valentina Tempcke aber noch steigerte und mit einem fulminanten 11:3 im Entscheidungssatz ihr Team auf Kurs hielt.
Am Ende reicht’s
Am hinteren Paarkreuz sorgten Antonia Walkenhorst und Sara Müller für die richtungsweisende 4:2-Führung, die man dann auch im weiteren Verlauf nicht mehr abgab. Im zweiten Durchgang besorgten erneut Leonie Müller und Antonia Walkenhorst die Zähler zum 6:4-Gesamtsieg.
Niveau passt
Vor knapp 50 Zuschauern, die sich zuweilen vom außerordentlich hohen Spielniveau begeistert zeigten, musste das SSV-Quintett gleich im Anschluss gegen den TSV Gau-Odernheim, den Vizemeister der Oberliga Südwest, antreten.
Auch hier ging es mit einem 1:1 aus den Doppeln und mit drei Erfolgen in Serie (Leonie Müller, Melissa Bill, Sara Müller) vielversprechend aus den ersten Einzeln.
Der weitere Verlauf war spannungsgeladen, vier der letzten fünf Einzel gingen allesamt über die lange Fünfsatzdistanz. Abgesehen von Antonia Walkenhorsts Niederlage gegen Michelle Graversen waren die Schönmünzacher Frauen obenauf und bejubelten erst den sechsten Zähler durch Melissa Bill, der den Gesamtsieg sicherstellte und später zwei weitere Punktgewinne von Sara Müller und Antonia Walkenhorst zum 8:2-Gesamterfolg.
Klaus Frey zieht Bilanz
„Wir freuen uns riesig, dass es mit dem Aufstieg in die Regionalliga geklappt hat“, sagte SSV-Macher Klaus Frey, „und ich denke, dass wir die spielerische Qualität haben, dort bestehen zu können.“
Zwölfjährige im Kader
Neu im Kader steht dann die gerade mal zwölfjährige Ägypterin Kinda Mostafa. Die Tochter eines früheren ägyptischen Nationalspielerin schlug unlängst zum ersten Mal im Schönmünzacher Training auf.
Ab September geht es mit dem SSV II dann gegen Mannschaften aus Weinheim, Offenburg, Neckarsulm und Frickenhausen. „Viele Gegner haben dabei Topspielerinnen im Kader, die 2000 oder mehr TTR-Punkte aufweisen. Wir versuchen durch unsere Ausgeglichenheit zu überzeugen“, so Klaus Frey weiter.