Tennis-Oberliga Harren: Deutliche Sache für die starken Überlinger

Routinier Klaus Jank holt den einzigen Siegpunkt.
Uli NodlerEin „50:50-Spiel“ hatte Teamchef Marcel Rodewald angekündigt. Doch am Ende war das Spitzenspiel der Herren-Oberliga eine deutliche Angelegenheit. Beim 1:8 der TSG TC 1923 Grenzach/TC Grenzach-Wyhlen zuhause gegen den TC 1902 Überlingen wurde auch das Verletzungspech den Hausherren zum Verhängnis.
Gleich zwei Akteure der Grenzacher, nämlich Konstantin Hartmann an Position drei und Moritz Schmidt an Position vier, mussten verletzungsbedingt Anfang des zweiten Durchgangs aufgeben. Und Routinier Dimitar Grabul ging aufgrund einer Platzwunde am Kopf angeschlagen in sein Match. Somit war gegen einen stark aufgestellten Tabellenführer nichts zu holen.
„Es war ein schwieriges Spiel bei echt harten Bedingungen“, lässt Schmidt wissen, der Rodewald diesmal als Teamchef vertrat. Die Hitze machte allen Beteiligten zu schaffen. Erschwerend kam hinzu, dass die Hausherren personell diesmal nicht aus dem Vollen schöpfen konnten.
Im Spitzeneinzel gibt’s einen echten Fight
Martin Poplawski (LK 2,8) und sein Schweizer Landsmann Laurin Aerne (LK 2,4) lieferten sich im Spitzeneinzel einen echten Fight, der erst im Match-Tiebreak entschieden wurde. Es war ein Auf und Ab, erst war der Gastgeber der bestimmende Mann, dann der Überlinger Tenniscrack. Mit 10:4 behielt schließlich Aerne die Oberhand.
Dasselbe in grün in der Begegnung der beiden Zweier. Grabul (LK 2,8) traf dabei auf Peter Torebko (LK 2,3) und legte sich trotz Verletzung mächtig ins Zeug. Aufgrund einer Platzwunde am Kopf, die genäht werden musste, war bis kurz vor dem Match nicht klar, ob er überhaupt zum Schläger greifen kann. Grabul biss auf die Zähne, musste dann aber seinem Gegner zum Sieg gratulieren (4:10 im Match-Tiebreak).
Hartmann (LK 3,0) verletzte sich während der Partie gegen Lukas Raible (LK 2,8), verlor Satz eins mit 2:6, um dann beim Stand von 0:2 aus seiner Sicht die Partie aufzugeben. Ähnlich erging es Schmidt (LK 4,4), der Valentin Steinmann (LK 3,2) gegenüberstand und den ersten Satz mit 4:6 abgeben musste. Schmidt hatte sich am Vortag verletzt. „Ich habe versucht, alles zu geben, aber dann musste ich aufgeben“, blickt er zurück.
Routinier Jank holt den einzigen Sieg
Den einzigen Erfolg holte einmal mehr Routinier Klaus Jank (LK 6,8) gegen den favorisierten Inder Yashvardhan Singh (LK 4,8). Jank ist halt eine echte Bank, was das 6:2 und 7:5 im Duell der beiden Fünfer unterstreicht. An Position sechs half Michael Carnevale (LK 12,3) aus, der wie erwartet gegen Maximilian Keller (LK 5,9) jedoch nicht den Hauch einer Chance hatte.
Nachdem bei hochsommerlichen Temperaturen der Überlinger Sieg im Spitzenspiel schon nach den Einzeln festgezurrt war, wurden die drei Doppel auch wegen der Verletzungen im Grenzacher Team nicht mehr ausgetragen.
Die Niederlage gegen ein „super Team“ (Schmidt) aus Überlingen haut die Grenzacher nicht um. Die TSG hat weiterhin den Klassenerhalt als Ziel im Blick und möchte diesen nun am kommenden Wochenende beim Tabellendritten TC BW Bohlsbach klarmachen. Grenzach liegt nach vier absolvierten Partien mit 6:2-Punkten auf Rang vier der Tabelle.
TSG TC 1923 Grenzach/TC Grenzach-Wyhlen - TC 1902 Überlingen 1:8. – Einzel: Poplawski – Aerne 6:2, 0:6, 4:10, Grabul – Torebko 6:3, 1:6, 4:10, Hartmann – Raible (w.o.) 2:6, 0:2, Schmidt – Steinmann (w.o.) 4:6, 0:2, Jank – Singh 6:2, 7:5, Carnevale – Keller 0:6, 1:6. Doppel: Poplawski/Grabul (w.o.) – Aerne/Torebko, Hartmann/Schmidt (w.o.) – Raible/Steinmann, Jank/Carnevale (w.o.) – Singh/Keller.