Tennis-Oberliga, Damen: Grenzach bietet zu fünft lange Paroli

Rieke Wendt verliert mit dem TC 1923 Grenzach das Auswärtsspiel in Villingen.
Daniel KavurVILLINGEN. Trotz großen Engagements mussten die Oberliga-Damen des TC 1923 Grenzach ohne Punkte die Heimreise antreten. Der TC BW Villingen profitierte beim 6:3-Erfolg davon, dass die Gäste nur zu fünft antreten konnten.
„Es war nicht einfach, sechs Spielerinnen zusammen zu bekommen. Aber es hat gepasst, bis sich am Sonntagmorgen doch noch eine kurzfristige Änderung ergab”, erklärt Teamchefin Alina Oschem, die selbst nicht mitwirken konnte.
Grenzachs Nummer eins in Villingen gefehlt
Zu fünft war am Ende denn auch gegen gute Gastgeberinnen kein Kraut gewachsen. Oschem ist sich sicher, dass es in kompletter Aufstellung zum Sieg gereicht hätte. Mit Elisa Rohrbach, die Nummer eins der Meldeliste, wäre der erste Saisonerfolg wohl eingefahren worden. „Zumal dann alle Spielerinnen von uns eine Position nach hinten gerutscht wären”, wie die Teamchefin feststellte.
Oschem ist trotz der Niederlage stolz auf das Team: „Alle haben gekämpft und alles gegeben.” Ein Extralob gibt es zudem für Linn Lehnen und Aurora Disco, die sonst in der Zweiten zum Schläger greifen. Diesmal mussten sie in der Oberliga ran - und gewannen. „Hut ab, das war klasse”, freute sich Oschem.
Lehnen (LK 12,3) an Position vier besiegte Louisa Marie Neusch (LK 10,1) mit 6:3 und 6:4, während Disco (LK 17,8) die favorisierte Lars Hofmann (LK 10,6) glatt mit 6:2 und 6:1 vom Parkett fegte.
Noch deutlicher die Nase vorn hatte die an Position eins agierende Ana Frommenwiler (LK 2,0), die das Spitzeneinzel gegen Neyla-Fee Schriever (LK 2,0) klar beherrschte und nur ein einziges Spiel abgeben musste.
Den drei Einzelerfolgen standen auch drei Niederlagen zu Buche. So hatte Jennifer Kunkel (LK 6,8) gegen Anastasia Vasylenko (LK 2,5) im Duell der Zweier nicht den Hauch einer Chance und auch Rieke Wendt (LK 8,8) musste an Position drei die deutliche Überlegenheit von ihrer Gegnerin Nina Stadler (LK 3,7) anerkennen. Dazu kam der kampflose Punkt für die Gastgeberinnen.
TC 1923 verliert Doppel trotz großer Gegenwehr
So war beim Zwischenstand von 3:3 klar, dass die Grenzacherinnen die beiden zur Austragung kommenden Doppel unbedingt gewinnen müssen, um in Villingen jubeln zu dürfen. Das gelang nicht. Allerdings hat nicht viel gefehlt. Denn beide Doppel gaben alles und mussten sich am Ende erst im entscheidenden Match-Tiebreak geschlagen geben.
Das Duo Frommenwiler/Wendt kämpfte sich an verlorenem ersten Satz in die Partie zurück, gewann Durchgang zwei mit 7:5, ehe sie mit 8:10 den Match-Tiebreak verloren. Die Paarung Lehnen/Disco lieferte sich ebenfalls einen klasse Fight und unterlagen im Entscheidungssatz mit 3:10.
“Die Mädels haben aus der nicht einfachen Situation das Beste daraus gemacht”, resümiert Oschem nach der zweiten Niederlage im zweiten Saisonmatch.
TC BW Villingen - TC 1923 Grenzach 6:3. - Einzel: Schriever - Frommenwiler 1:6, 0:6, Vasylenko - Kunkel 6:0, 6:0, Stadler - Wendt 6:1, 6:0, Neusch - Lehnen 3:6, 4:6, Hofmann - Disco 2:6, 1:6, Putschbach kampflos. Doppel: Vasylenko/Stadler - Frommenwiler/Wendt 6:2, 5:7, 10:8, Schriever/Putschbach - Lehnen/Disco 5:7, 6:2, 10:3, Neusch/Hofmann kampflos.