Tennis: „Das war einfach überragend“

Philipp Kahoun (Foto) holt mit Dimitar Grabul den Siegpunkt im Doppel.
Ulli NodlerDieser Krimi bei der MTG BW Mannheim II dauerte gut sieben Stunden. Dann aber durften die Gäste jubeln. Das allerletzte Spiel des Tages brachte die Entscheidung. Dimitar Grabul und Philipp Kahoun krönten ihre bärenstarke Leistung an diesem Tag und verwandelten den dritten Matchball.
„Wir sind mega happy“, ließ Thilo Kaltenbach auf der Rückfahrt an den Hochrhein wissen. Wieder einmal habe eine Zweite Mannschaft im Duell zweier Kellerkinder alles aufgefahren, was ging. Um so größer sei nun die Erleichterung, diese Big Points mit nach Hause zu nehmen.
Seine Jungs hatten trotz der kurzfristigen, verletzungsbedingten Absage eines Eidgenossen, der am Samstag noch mit seinem Schweizer Team den Aufstieg in die Nationalliga B feierte, eine tolle Leistung gezeigt und mit viel Leidenschaft den Gastgebern Paroli geboten.
Die hatten sich mit zwei Akteuren aus dem Regionalligateam verstärkt. Allerdings ohne den gewünschten Erfolg. Thorsten Bertsch musste nämlich im Top-Duell gegen Grenzachs Youngster Arian Hasas klar die Segel streichen. „Das war einfach nur überragend“, konstatierte Kaltenbach.
Philipp Kahoun gewinnt Einzel und Doppel
Yanais Laurent, der sonst ebenso in der Ersten aufschlägt, musste sich mächtig strecken, um Grenzachs Jacob Kahoun mit 6:2, 5:7 und 10:3 zu bezwingen. „Es hat leider nicht gereicht“, so Kaltenbach, der einen starken Auftritt seines Routiniers Dimitar Grabul sah. Seinen Gegner Benjamin Schweizer fertigte er nämlich klar in zwei Sätzen ab.
Während Martin Poplawski gegen den Litauer Rytis Razminas beim 5:7 und 2:6 nur im ersten Durchgang so richtig dagegenhalten konnte, musste sich der junge Konstantin Hartmann an Position fünf gegen Sven Bangert erst im Match-Tiebreak geschlagen geben.
Punkt Nummer drei für die Grenzacher steuerte an Nummer sechs Philipp Kahoun bei, der nach engem ersten Satz dem Georgier Luca Januashvili im zweiten nicht den Hauch einer Chance ließ.
Im Duell auf Augenhöhe mussten also die Doppel den Sieger bringen. „Da haben wir richtig aufgestellt“, freut sich Kaltenbach. Doppel zwei holten sich zwar verletzungsbedingt schnell und klar die Gastgeber, dafür ging die beiden anderen Paarungen in die Verlängerung. Das Duo Hasas und Jacob Kahoun zeigte dabei Nervenstärke und siegte im Match-Tiebreak mit 10:4.
Grenzacher behalten im Tiebreak die Nerven
Somit musste also Doppel drei die endgültige Entscheidung bringen. Und hier behielten Grabul/Philipp Kahoun die Ruhe und ließen sich auch von den ersten beiden vergebenen Matchbällen beim Stand von 9:7 im Match-Tiebreak nicht aus dem Konzept bringen. 11:9 hieß es am Ende für die jubelnden Gäste.
Kaltenbach sprach von einer „hitzigen Atmosphäre“ bei diesem richtungsweisenden Match. „Aber das gehört irgendwie auch dazu.“ Der Verlierer werde es nun schwer haben, den Abstieg noch zu vermeiden, so der TC 1923-Vorsitzende. „Zwar wird unsere Personaldecke immer dünner, dafür aber ist nach diesem Sieg die Hoffnung wieder zurückgekehrt.“
Einzel: Bertsch – Hasas 2:6, 2:6, Yanais – Jacob Kahoun 6:2, 5:7, 10:3, Schweizer – Grabul 3:6, 2:6, Razminas - Poplawski 7:5, 6:2, Bangert –Hartmann 6:3, 2:6, 10:5, Januashvili – Philipp Kahoun 6:7, 1:6. Doppel: Bertsch/Januaschvili – Hasas/J. Kahoun 1:6, 6:0, 4:10, Laurent/Bangert – Poplawski/Hartmann 6:0, 6:0, Schweizer/ Razminas - Grabul/Philipp Kahoun 6:7, 6:2, 9:11