SV Zimmern ist zu Gast
: SV Seedorf will den ersten Derbysieg seit mehr als sieben Jahren

Seit mehr als sieben Jahren hat der SV Seedorf in der Liga nicht mehr gegen den SV Zimmern gewonnen. Am Samstag soll es im Heimspiel soweit sein – die Formkurve spricht jedoch eher für die Gäste.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
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Das Hinspiel zwischen Seedorf und Zimmern endete 1:1. Am Samstag hofft man beim SVS auf den ersten Ligasieg gegen Zimmern seit mehr als sieben Jahren.

Bernd Müller

SV Seedorf – SV Zimmern (Samstag, 15.30 Uhr/Vorrunde: 1:1). Die Ausgangslage ist klar: Die Hausherren peilen das Ende der Durststrecke gegen den Nachbarn an. Der wiederum möchte in diesem Kalenderjahr ungeschlagen bleiben. Spannung ist daher angesagt, ob es nach 90 Minuten auf dem Eschenwiesen-Rasenplatz einen Sieger gibt.

Erwartungen

„Wir gehen in die Partie wie in jedes Spiel: Das Ziel ist zu gewinnen. Die Tabellensituation ist sicherlich interessant, ein Derby ist immer ein besonderes Spiel. Wir wissen was uns erwartet. Die positiven Dinge aus dem Hinspiel, als Zimmern einen Megalauf hatte, wollen wir mitnehmen“, zeigt Emanuele Ingrao die Seedorfer Marschroute auf.

Marc Genter, der seit seinem Aufrücken auf den Chefsessel beim SV Zimmern noch nicht verloren hat, weiß ,„dass die Derbys immer besondere Spiele sind“ und erwartet schon vor dem Doppelpack gegen Bösingen „enge, offene und intensive Spiele.“ Sein Ziel ist klar: „In den ersten Spielen haben wir zu viele Gegentore kassiert.“,

Ausgangslage

Der Siebte SV Seedorf (29 Punkte/32:31-Tore) empfängt den Vierten aus Zimmern (34/42:21, drittbeste Abwehr der Liga). Bei einem Sieg rücken die Gastgeber näher an die Top fünf heran, bei einer Niederlage muss man den Blick sogar nach unten bis Platz zehn richten. Zimmern hat bei einer Partie weniger aktuell neun Zähler Rückstand auf den Relegationsrang. Platz eins (-15) hat sich indes längst erledigt.

Formkurve

Seedorf verlor die letzten drei Partien – alles Topspiele und ein Derby gegen Empfingen (0:3), Tuttlingen (0:2) sowie Rottenburg (2:3). Allerdings deutlich unter Wert: Es gab Lob von den Gegnern und Ingrao bestätigt, „dass wir nicht schlecht spielten, teilweise sogar besser waren. Nur haben wir unsere Chancen nicht ausgenutzt und deshalb keine Punkte geholt.“ Zimmern dagegen ist in der Rückrunde noch ungeschlagen: In vier Spielen holte Trainer Genter mit seiner Elf acht Punkte.

Schlüsselspieler

Beide Teams haben sehr viel Erfahrung auf dem Feld. Und zwei Ex-Profis als Co-Trainer. Harry Föll spielte einst bei Hansa Rostock und war philippinischer Nationalspieler. Leo Benz bei den Gästen lief in Luxemburg bei US Hostert auf. Mario Grimmeißen (8 Tore) und Leo Benz (7) trafen am häufigsten.

Derbygeschichte

Im Hinspiel gab es ein 1:1. „Da haben wir taktisch eine sehr gute Leistung gezeigt“, erinnert sich Seedorfs Coach gerne zurück. Die Zimmerner Führung von Jannik Thieringer (8.) glich Frieder Mauch aus (50.). Den letzten Sieg der Seedorfer gab es am 20. Juni 2019 – allerdings im Bezirkspokalfinale mit einem 2:1 gegen den SV Zimmern II.

In der Landesliga liegt der letzte Erfolg bereits rund siebeneinhalb Jahre zurück. 2017 gab es einen 4:3 Sieg in Seedorf. Nebenbei: Seedorf stieg in jener Saison am Ende als Letzter ab, Zimmern wurde Vizemeister. Danach gab es neun Ligaspiele keinen SVS-Sieg mehr – bei zwei Remis und sechs SVZ-Erfolgen und 3:19-Toren aus Seedorfer Sicht.

Personalien

Bei den Gastgebern plagt Timmy Haag eine Mandelentzündung. Jonas Haag ist weiter angeschlagen, hinter Jannis und Linus Haag stehen Fragezeichen. Frieder Mauch ist wieder im Training, „allerdings kommt ein Einsatz zu früh“, so Ingrao. „Leider plagen wir uns seit Wochen mit Erkrankungen herum. Kommt einer zurück, erwischt es wieder einen anderen Akteur.“

Die Gäste haben mit Nino Schrankenmüller und Niklas Hillmaier Langzeitverletzte. Deniz Demirs gebrochener Daumen vor drei Wochen dürfte ihn langsam weniger beeinträchtigen. „Durch die Ausfälle müssten wir hinten immer wieder umstellen, was aber sehr gut geklappt hat“, hat Genter Vertrauen in den Kader. Bestes Beispiel: Mit Silas Thieringer gibt es neben dem erfahrenen Keeper Chris Fast (ausgefallen) eine starke Nummer zwei.

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