SV Vollmaringen: Inklusiver Fußball seit 25 Jahren

Mehr als 20 Mannschaften sind in Vollmaringen inzwischen dabei – hier die Lebenshilfe Nagold/Horb/Sulz (Dunkelblau) und die Mannschaft von Atrio Leonberg
Jürgen KistnerDer SV Vollmaringen ist bereits seit Jahrzehnten bekannt für seine inklusive Arbeit. Im Jahr 2000 wurde unter anderem ein inklusives Fußballturnier eingeführt. Damals startete man mit acht Teams. Inzwischen sind es jährlich mehr als 20 Mannschaften – teilweise aus ganz Baden-Württemberg, die in Vollmaringen zusammenkommen.
Am Samstag werden 21 Teams dabei sein, wenn um 10 Uhr Anpfiff für das erste Spiel ist. Mit dabei sind neben der Lebenshilfe Freudenstadt auch die Lebenshilfe Nagold/Horb/Sulz sowie die Schwarzwaldwerkstatt Dornstetten – teilweise auch mit zwei Mannschaften. Aber auch Teilnehmer aus Satteldorf, Heilbronn und Pforzheim sind vertreten. „Es sind alte Bekannte, aber auch immer wieder neue Anmeldungen dabei. Das macht auch den Reiz aus“, erklärt Jürgen Kistner vom Sportverein Vollmaringen.
Besonders ist beim Turnier in Vollmaringen, dass ohne Kategorien gespielt wird. Spielberechtigt sind alle Spielerinnen und Spieler mit Handicap. Es gibt aber keine Altersbeschränkungen. Um die Teams etwas nach ihrer Stärke einzuteilen, gibt es nach der Vorrunde, in der noch alle gegeneinander spielen, eine Einteilung in zwei Gruppen. „Hier werden die zwei Gruppenersten und die zwei Gruppenletzten zusammengefasst, damit sich das Spielniveau angleicht“, sagt Kistner.
Pokal und Medaillen für alle
So wird von 10 Uhr bis circa 16 Uhr – die Endspiele starten ab 15.15 Uhr – durchgehend Fußball geboten und das sogar auf drei Plätzen. Alle Teams erhalten bei der Siegerehrung einen Pokal, alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Medaille. „Wir wollen einfach einen schönen Tag bieten. Und der Aufwand lohnt sich, wenn man die Freude sieht“, betont Kistner. Im Vorfeld bereiten sechs bis acht Personen das Turnier vor. Die Bewirtung übernimmt die Breitensportabteilung mit 30 bis 35 Personen, die an dem Tag im Einsatz sind.
„Wir sind im Umkreis ein Einzelkämpfer. Es wäre schön, wenn es andere Vereine geben würden, die es nachahmen. Es ist so eine dankbare Aufgabe. Mit geringem Aufwand kann man viel erreichen. Die Inklusion ist ein Geben und Nehmen. Die ehrliche Dankbarkeit ist Lohn genug“, betont Kistner die Wichtigkeit des Turniers.
